Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Samstag, 6. Juni 2009

27.05.09 Besuch von Dome - Ausflug nach Edinburgh und Konzert in Glasgow

An Dominik’s Geburtstag, der gleichzeitig auch seinen letzten kompletten Tag in Schottland markierte, machten wir noch einmal einen Ausflug. Dieses Mal hieß unser Ziel das historische Edinburgh, gleichzeitig auch Schottlands Hauptstadt.

Als aller erstes kehrten wir aber in Paisley in ein Pub ein, um ein ordentliches britisches Frühstück zu uns zu nehmen. Alter Schwede, war das eine Portion! Ich glaube, das größte Frühstück das ich bisher hier hatte (abgesehen natürlich vom Buffet im Hotel mit Schweizers und vor kurzem auch der Frau Mama, später dazu mehr). Das ganze gab’s dazu noch zum Hammerpreis von 4€. Da stimmt das schwäbische Preis-/Leistungsverhältnis. :)

Ziemlich erledigt von all dem Zeug quälten wir uns dann irgendwie in den Zug nach Glasgow, wo es dann weiter mit dem Bus nach Edinburgh ging.

Dort verbrachten wir dann den ganzen Tag bis zum Abend damit, durch die Stadt zu laufen und ein Pub nach dem anderen zu testen. Richtig klasse! Man merkt beim durchschlendern der Straßen aber sofort einen großen Unterschied zu Glasgow, wenn man so wie wir jetzt mal den direkten Vergleich hat. In Edinburgh kommt es einem so vor, als bestehe die Stadt zu 80% aus Touristen. In Glasgow pulsiert das wahre leben an jeder Ecke. Schätze mal, dass es in Edinburgh eben auch nur so in der Altstadt so abläuft. Diese ist aber groß genug, um mühelos ein bis zwei Tage darin zu verbringen. So habe ich es bisher noch nie weiter raus geschafft.

In den Kneipen trifft man dann auch die Einheimischen der Stadt. Wie zum Beispiel am Tresen einer eher spärlich eingerichteten Bar, in der sogar ein Film lief und noch viel überraschender, nicht gerade wenige Ihn ansahen. Dort kamen wir mit einen lustigen Edinburgher Zeitgenossen ins Gespräch, der uns zuerst Witze erzählte, die wir irgendwie vom Sinn her absolut nicht verstanden und der uns dann noch weismachen wollte, dass es in Deutschland doch noch die D-Mark gebe. Auf eine Wette im Wettbüro, die es hier an jeder Straßenecke gibt (Die Briten sind verrückt nach Sport- und allerlei sonstiger Wetten), wollte er sich dann aber doch nicht einlassen. Aber er hat sich über meinen Vorschlag köstlich amüsiert. :)

Die Zeit verflog echt wie im Flug. Abends kehrten wir dann noch mal zum Haggis essen ein. Es kann ja schließlich nicht angehen, dass Dominik abreisen würde mit dem Haggis vom „Fish & Chips“ Stand als Erinnerung. Dieser war auch bedeutend besser! :) Anschließend suchten wir dann ein Pub auf, welches das Champions League Finale zwischen Barcelona und Manchester United übertrug. Bei unserer Wahl war sogar ordentlich was los, zu unserer großen Überraschung vor allem viele Machester United Fans (Schotten und Engländer sind ja nicht gerade die besten Freunde). Das Spiel war auch richtig gut anzuschauen, vor allem natürlich im Vergleich zu Glasgow am Sonntag und die Stimmung hat auch gestimmt.

Danach sind wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Glasgow gefahren, um dort noch einmal in die Kneipe zu gehen, die uns bei unserer Tour am besten gefallen hatte. Zu unserem Glück war gerade sogar noch ein Konzert im Gange. Die letzte Band haben wir noch fast komplett gesehen. Sehr interessante Musik, die ich mal als Zirkus-Ska beschrieben würde. Habe so etwas noch nie vorher gehört und war überaus positiv überrascht.

Als die Bar dann schloss war der letzte Zug leider schon lange abgefahren und so schnappten wir ein Taxi zurück nach Paisley.

Am nächsten Morgen schliefen wir uns dann erst einmal aus, gingen nochmals in Paisley Essen und ein Bierchen trinken, bis Dominik dann wieder die Heimreise Richtung Deutschland antrat. Beim Niedertippen fällt einem immer wieder auf, wie viel wir eigentlich gemacht haben. Waren echt sehr schöne Tage und ich habe dadurch auch viele Ecken von Glasgow gesehen, in die ich allein vermutlich nicht mehr hingekommen wäre. TOP!

27.05.09 Besuch von Dome - Edinburgh und Konzert in Glasgow

30.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Ankunft und erste Eindrücke

Heute war es also soweit! Frau Marianne Schulz trat die Reise nach Schottland an. Ganz alleine im Flugzeug. Respekt! Ich war echt schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie es Ihr hier wohl gefallen wird. Als Unterkunft hatte ich das „Watermill Hotel“ gebucht, eine zum Hotel umgebaute alte Wassermühle in dem ich im Vorfeld auch schon mit Tanja, Moni, Armin, Katrin und Sabrina war.

Es war also alles bestens vorbereitet und eigentlich ausgemacht, dass ich Sie am Flughafen abhole und schon dastehe, wenn der Flieger landet. Ich hatte allerdings meine Rechnung ohne die schottische Eisenbahn gemacht. Zuerst hatte mein Bus vom Wohnheim ins Zentrum Verspätung. So viel, dass ich den Zug, mit dem ich eigentlich fahren wollte, um ein Haar verpasst hatte. Also hieß es 30 Minuten warten. Nicht so schlimm, denn mit dem folgenden Zug reicht es auch noch. Wie gut, dass ich einen Puffer eingebaut hatte. Während meiner Wartezeit durfte ich verfolgen, wie am Bildschirm für einen Zug nach dem anderen Verspätung angezeigt wurde. Alles hoffen und bangen half nix, auch meinen hat es dann erwischt. 15min zu spät kam er schließlich in Paisley an und das, obwohl dies sein erster Stopp war. Da es nach wie vor nur schleppend vorwärts ging, verzögerte sich die Fahrt noch mehr, sodass ich es nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen schaffen würde. Fängt ja schon mal wieder gut an.

Wie ich dann endlich ankam und hastig zum Ankunftsbereich eilte, kam mir mein Gast aber trotz verschwindend geringer Englischkenntnisse zielsicher bereits Richtung Züge entgegen. Tanja’s super-duper-Wegbeschreibung sei Dank! :) Glücklicherweise erkannten wir uns beide sofort wieder und so machten wir uns auf den Weg zurück nach Paisley. Unterwegs konnte schon festgehalten werden, dass der Kleidungsstil in Großbritannien ziemlich anders ist als in Deutschland, vor allem bei den jungen Mädchen und Frauen. Ohne Rücksicht auf Nieren und Blase. :)

In Paisley angekommen bezogen wir erstmal das Zimmer. Aufgrund der späten Ankunftszeit beschlossen wir dann einfach kurz in ein Pub zu schauen und wenn möglich, noch eine Kleinigkeit zu essen. Die Küche war leider schon kalt, also griffen wir für den ersten Abend zu Orangensaftschorle. Man muss es ja schließlich langsam angehen lassen. :)

Anschließend versorgten wir uns an einer Imbissbude noch mit Pommes mit Soße, sowie einen Hackfleisch- bzw. Fleischkuchen. Interessant zu beobachten, wie versucht wurde, einen Vergleich zu einer Deutschten Speise herzustellen mit dem Resultat: unmöglich!

Nach diesem nicht gerade luftig leichten Mitternachtssnack beschlossen wir uns noch einen Kaffee an der Hotelbar zu gönnen. Es war wohl parallel an diesem Abend eine Hochzeit im Restaurant, welches aber im Moment schloss. So hatten wir noch ein paar interessante Gespräche an der Bar mit dem harten Kern. Bei stark lallenden Schotten werden aber auch mir wieder meine sprachlichen Grenzen aufgezeigt, von Mutter ganz zu schweigen. Aber schon die Körpersprache einiger war überaus amüsant!

30.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Erste Gehversuche

31.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Ausflug nach Stirling

Wie der Titel schon verrät, hatten wir wirklich unglaubliches Wetter! Die wärmsten Tage seitdem ich in Schottland bin. Bei Temperaturen von 25°C und teilweise sogar noch mehr konnte ich zum ersten Mal meine kurze Hose auspacken. Die Prognose war, dass es bis zu Mutter’s Abreise so bleiben soll. Wetterprognosen in Schottland kann man eigentlich generell skeptisch gegenüber stehen, aber dieses Mal trafen Sie wirklich voll ins Schwarze!

So war natürlich auch heute, nachdem wir erst einmal etwas länger geschlafen haben, ein gigantischer Tag. Am Frühstücksbuffet folgte anschließend Teil 2 der Tour durch die schottische Küche und ich war sehr überrascht, dass Sie jeden Tag von allem probiert hatte, wo deftiges Frühstück ja eigentlich überhaupt nicht Ihr Fall ist.

Für heute nahmen wir uns dann einen Ausflug nach Stirling vor. Die historische Stadt war schon immer Mittelpunkt der schottischen Geschichte mit nicht weniger als 8 großen Schlachtfeldern im direkten Umkreis, wo im Zuge des schottischen Unabhängigkeitskrieges Robert the Bruce, in Folge dessen erster König von Schottland, mit einer Hand voll Schotten die Engländer bezwang und so eine 400 Jahre währende schottische Unabhängigkeit einläutete. Einer der Kämpfe um den Freiheitskämpfer und Patrioten William Wallace wurde in „Braveheart“ verfilmt. Außerdem war die Burg immer wieder Sitz des schottischen Königs. So galt lange Zeit: „Wer Stirling kontrolliert, kontrolliert Schottland“. Ich war selbst also auch sehr gespannt darauf, diese Stadt nun zu erkunden, da sie von Anfang an auf meinen Besuchszielen stand.

Die Anreiseprozedur gleicht einer Tour nach Edinburgh. Zuerst mit dem Zug nach Glasgow um dann in den Fernbus nach Stirling umsteigen. Dort angekommen begaben wir uns sogleich gemütlich auf den Weg Richtung Burg. Auf den Weg dorthin erhaschten wir erste Eindrücke der Altstadt. Nachdem wir den erloschenen Vulkan erklommen und somit die Burg erreicht hatten, beschlossen wir uns die knapp 12€ Eintritt pro Person zu sparen und lieber noch die Stadt weiter zu erkunden. Die Richtige Entscheidung wie sich herausstellte, denn erstens war ja wie bereits erwähnt wunderschönes Wetter und es war super entspannt, durch die historischen Gassen zu schlendern.

Zuerst durchstreiften wir einen alten Friedhof und erfuhren zum Beispiel, dass früher viele Menschen Ihren Grabstein schon vor Ihrem Tod aussuchten und als Statussymbol aufstellen ließen. Die Berufe wurden auf den Stein integriert um den Stand auszudrücken. Anschließend besichtigten wir die Kirche des heiligen Kreuzes, in der James VI., letzter König von Schottland und erster König von England gekrönt wurde. Die einzig noch bestehende Kirche in Großbritannien neben der „Westminster Abbey“ in London in der jemals eine Krönung stattgefunden hat. James VI. ist außerdem direkter Vorfahr der Königsfamilie um Charles und co. Nach einer Kaffeepause büchsten wir ein wenig in die Natur aus und liefen die am besten erhaltene Stadtmauer Großbritanniens ab. Echt ein wunderschöner Weg, vor allem bei dem Kaiserwetter.

An der Mauer kehrten wir abends dann auch ein um den nächsten kulinarischen Punkt abzuhaken. Haggis, welcher einer der Besseren, jedoch nicht der Beste meines bisherigen Schottlandaufenthalts war. Auch der Mutter schmeckten gekochtes Herz, Leber und Lunge vom Schaf im Schafsmagen ziemlich gut. Vor allem macht es einfach richtig satt! Also genau das richtige nach einem langen Marsch durch die Stadt. Der Haggis war außerdem die erste Mahlzeit nach unserem ausgiebigen Frühstück. Wenn die Schotten etwas können, dann ist das definitiv deftig kochen!

Mit dem Bus ging es anschließend wieder zurück. Zuerst nach Glasgow, wo wir noch einen Whisky zur Verdauung tranken. Ich wollte Ihr schließlich meinen bisherigen Favoriten unter der destillierten Gerste präsentieren. Den Talisker von der Insel Skye. Mir schmeckte er ja sowieso und auch die Mutter fand gefallen an dem schottischen Nationalgetränk. Fortsetzung folgt! :)

31.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Stirling

01.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Fahrradtour auf der Insel Arran

Nachdem gestern Stadt, Kultur und Geschichte auf dem Programm standen, wollte ich Ihr heute die beeindruckenden Landschaften Schottlands zeigen. Aus diesem Grund begaben wir uns auf die Insel Arran. Genau, dieselbe Insel, die ich ziemlich genau eine Woche zuvor mit Dominik schon für unsere Wanderung bereist hatte. Ich war aber unglaublich gespannt auf dieses Mal, da wir ja erstens komplett anderes Wetter hatten (strahlend blauer Himmel ohne eine Wolke! Wo gibt’s denn sowas???) und zweitens wollten wir uns Fahrräder mieten und eine Tour um den nördlichen, bergigen, aber kurioser Weiser einfacher zu fahrenden Teil der Insel unternehmen.

Dadurch hieß es heute früh aufstehen, denn wir mussten um 8:40Uhr schon im Zug sitzen um die erste Fähre zu erreichen. Ansonsten hätte die Zeit für die geplante Tour nicht gereicht. Schon auf dem Schiff war die Sicht auf die Insel fantastisch und schürte noch die Vorfreude kräftig an.

Nachdem wir zwei Mountainbikes geliehen und noch ein wenig Proviant im lokalen Supermarkt gekauft hatten konnte es also losgehen. Fahren auf der linken Seite, vor allem für meinen Besuch eine große Herausforderung :) Unsere Tour führte uns einmal komplett an der Küste entlang um den nördlichen Teil, bevor wir dann wieder quer durch die Mitte der Insel zurück zu unserem Ausgangsort fuhren. Die Sicht war wirklich atemberaubend und es waren auch vergleichsweise wenig Autos unterwegs, wodurch wir auch nicht zu sehr auf den Verkehr achten mussten.

Kurz vor der Nordspitze stellte sich uns dann ein zwar nicht besonders steiler, dafür aber langer Anstieg in den Weg. Es kam einem so vor, dass je höher man kam desto stärker brennte die Sonne auf uns herab. Kurz vor dem Ende mussten wir beide schweißgebadet kapitulieren und die letzten Meter schieben. Die Szenerie war aber wirklich unglaublich schön. Es folgte eine noch steilere Abfahrt und als wir wieder im Tal angekommen waren haben wir unser erstes Zwischenziel erreicht, die einzige Destille auf der Insel und wie man sagt auch die einzige im Süden Schottlands, die sich mit denen weiter im Norden messen kann. Hier wird zwar auch einer der teuersten Whiskys ausgeschenkt, aber er war wirklich sehr, sehr gut. Wie sich im Laufe des Besuchs von Mutter herausstellte Ihr persönlicher Favorit, da er auch nicht rauchig schmeckt. An einer Tour durch die Produktion konnten wir leider nicht teilnehmen, da die Führung erst in knapp 45Minuten war und wir beschlossen, zuerst einmal unsere Fahrradtour zu beenden. Dafür gönnten wir uns einen Karottenkuchen zum Whisky, ebenfalls eine schottische Spezialität. Super süß aber auch super gut!

Gut gestärkt und das Blut in Wallung gebracht ging es weiter ein kurzes Stück im Norden entlang, wo wir auch noch eine Burgruine besichtigen konnten. Dabei musste stets vor Schafen, die die Straße kreuzten, Obacht geboten werden.

Als wir an der Ostküste wieder gen Süden fuhren mussten wir mit Erschrecken feststellen, wie blitzschnell die Zeit verrann und wir in echte Bedrängnis gerieten. Es stellte sich kurz die Frage, ob wir es noch rechtzeitig bis zur letzten Fähre schaffen würden. Ich hatte da allerdings nur kurz Zweifel und ein Blick auf die Karte stimmte mich wieder optimistisch, was bei Mutter ein wenig Überzeugungsarbeit gekostet hat. Es war durch die brütende Hitze aber auch wirklich unglaublich anstrengend geworden. Wir strampelten aber tapfer weiter, nur den zweiten und letzten großen Anstieg direkt vor unserem Ausgangsort und Fährhafen Brodik mussten wir dann schiebend auf zwei Beinen bezwingen. Dafür reichte die Kraft einfach nicht mehr. Erneut sei aber erwähnt, die Landschaft entschädigte für absolut alles! Siehe Bilder… :)

Eine Stunde bevor die letzte Fähre ablegte erreichten wir schließlich wieder den Fahrradverleih und kehrten anschließend erst einmal in das nächste Pub auf einen Kaffe ein. Es zwar Instantkaffe, aber das war uns zu diesem Zeitpunkt vollkommen egal. Hauptsache er kickt! :)

Mit Fähre und Zug erreichten wir dann wieder sicher Paisley, wo wir uns dann mit einem Abendessen und Bier im Pub belohnten. Mutter kostete schottischen Lachs (auch eine Spezialität) und ich Griff zum schottischen Klassiker (wie schon des Öfteren erwähnt). Hackfleisch in Zwiebelsoße mit Kartoffelbrei uns Erbsen. Das tat echt richtig gut.

Danach ging es gleich ins Hotel und ziemlich schnell vielen uns beiden nach diesem Tag dann die Äuglein zu. Es war aber der absolute Wahnsinn!

Die Bilanz:
60km Fahrrad gefahren und einen kräftigen Radfahrersonnenbrand an den Armen geholt, vor allem ich, da ich ja während meiner Zeit hier zum schottischen Albino mutiert bin. :)

01.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Isle of Arran

02.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Unterwegs in Paisley

Am letzten Tag ließen wir es wieder ruhiger angehen. Erstmal haben wir ziemlich lange geschlafen, muss auch mal sein. Nachdem wir dann gefrühstückt und ausgecheckt hatten fuhren wir zu mir ins Wohnheim, wo wir das Gepäck bis zur Abreise am Abend deponierten. Außerdem konnte ich so Wohnheim, Zimmer und Wohnung präsentieren. Meine Kollegen hatten in der Küche mal wieder ganze Arbeit geleistet, sodass Sie nichts als die Wahrheit sah. :) Anschließend packten wir noch Ihren Koffer randvoll mit Sachen von mir, die ich nicht mehr brauche. Dann ging es wieder zurück ins Zentrum von Paisley, um Ihr „meine Stadt“ noch ein wenig zu zeigen.

Zu aller erst besichtigten wir das Kloster im Zentrum, was so ziemlich die größte Touristenattraktion von Paisley ist. Ich war dort zuvor schon einmal mit Tanja und Ihrer Familie. Eine Besichtigung lohnt sich wirklich durchaus, da aus der Umgebung von Paisley die schottische Königsfamilie stammt und diese ja, wie zwei Einträge zuvor bereits erwähnt, direkte Vorfahren der Englischen Königsfamilie sind. Selbst der große Prinz Charles stattet Paisley und vor allem dem Kloster immer wieder einen Besuch ab.

Anschließend liefen wir über die Fußgängerzone zur Universität, wo ich Ihr den Computerraum, in dem ich meist zu Gange bin und den Campus im Allgemeinen zeigte. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir damit, jeden Winkel der Innenstadt auszutreten, bevor wir dann zum Abschluss ein letztes Mal in ein Pub auf ein Essen, Bier und Whisky einkehrten. Dort war heute Steak-Tag und so kamen wir beide noch in den Genuss eines schottischen Steaks. Ebenfalls eine Spezialität, was bei den ganzen Rindern hier nicht verwundert. War echt ein schöner und gelungener Abschluss der ereignisreichen Tage.

Wir holten dann wieder das Gepäck vom Wohnheim ab und machten uns auf den Weg zum Flughafen, wo wir noch einen Kaffee schlürften bevor die Mutter dann braungebrannt wie von einem Südseeurlaub hinter den Sicherheitskontrollen verschwand. Waren echt sehr schöne Tage!

P.S. Ich wollte eigentlich nur eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse schreiben, ist aber mal wieder viel mehr geworden. Ups…. :)

02.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Paisley