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Samstag, 6. Juni 2009

30.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Ankunft und erste Eindrücke

Heute war es also soweit! Frau Marianne Schulz trat die Reise nach Schottland an. Ganz alleine im Flugzeug. Respekt! Ich war echt schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie es Ihr hier wohl gefallen wird. Als Unterkunft hatte ich das „Watermill Hotel“ gebucht, eine zum Hotel umgebaute alte Wassermühle in dem ich im Vorfeld auch schon mit Tanja, Moni, Armin, Katrin und Sabrina war.

Es war also alles bestens vorbereitet und eigentlich ausgemacht, dass ich Sie am Flughafen abhole und schon dastehe, wenn der Flieger landet. Ich hatte allerdings meine Rechnung ohne die schottische Eisenbahn gemacht. Zuerst hatte mein Bus vom Wohnheim ins Zentrum Verspätung. So viel, dass ich den Zug, mit dem ich eigentlich fahren wollte, um ein Haar verpasst hatte. Also hieß es 30 Minuten warten. Nicht so schlimm, denn mit dem folgenden Zug reicht es auch noch. Wie gut, dass ich einen Puffer eingebaut hatte. Während meiner Wartezeit durfte ich verfolgen, wie am Bildschirm für einen Zug nach dem anderen Verspätung angezeigt wurde. Alles hoffen und bangen half nix, auch meinen hat es dann erwischt. 15min zu spät kam er schließlich in Paisley an und das, obwohl dies sein erster Stopp war. Da es nach wie vor nur schleppend vorwärts ging, verzögerte sich die Fahrt noch mehr, sodass ich es nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen schaffen würde. Fängt ja schon mal wieder gut an.

Wie ich dann endlich ankam und hastig zum Ankunftsbereich eilte, kam mir mein Gast aber trotz verschwindend geringer Englischkenntnisse zielsicher bereits Richtung Züge entgegen. Tanja’s super-duper-Wegbeschreibung sei Dank! :) Glücklicherweise erkannten wir uns beide sofort wieder und so machten wir uns auf den Weg zurück nach Paisley. Unterwegs konnte schon festgehalten werden, dass der Kleidungsstil in Großbritannien ziemlich anders ist als in Deutschland, vor allem bei den jungen Mädchen und Frauen. Ohne Rücksicht auf Nieren und Blase. :)

In Paisley angekommen bezogen wir erstmal das Zimmer. Aufgrund der späten Ankunftszeit beschlossen wir dann einfach kurz in ein Pub zu schauen und wenn möglich, noch eine Kleinigkeit zu essen. Die Küche war leider schon kalt, also griffen wir für den ersten Abend zu Orangensaftschorle. Man muss es ja schließlich langsam angehen lassen. :)

Anschließend versorgten wir uns an einer Imbissbude noch mit Pommes mit Soße, sowie einen Hackfleisch- bzw. Fleischkuchen. Interessant zu beobachten, wie versucht wurde, einen Vergleich zu einer Deutschten Speise herzustellen mit dem Resultat: unmöglich!

Nach diesem nicht gerade luftig leichten Mitternachtssnack beschlossen wir uns noch einen Kaffee an der Hotelbar zu gönnen. Es war wohl parallel an diesem Abend eine Hochzeit im Restaurant, welches aber im Moment schloss. So hatten wir noch ein paar interessante Gespräche an der Bar mit dem harten Kern. Bei stark lallenden Schotten werden aber auch mir wieder meine sprachlichen Grenzen aufgezeigt, von Mutter ganz zu schweigen. Aber schon die Körpersprache einiger war überaus amüsant!

30.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Erste Gehversuche

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