Als aller erstes kehrten wir aber in Paisley in ein Pub ein, um ein ordentliches britisches Frühstück zu uns zu nehmen. Alter Schwede, war das eine Portion! Ich glaube, das größte Frühstück das ich bisher hier hatte (abgesehen natürlich vom Buffet im Hotel mit Schweizers und vor kurzem auch der Frau Mama, später dazu mehr). Das ganze gab’s dazu noch zum Hammerpreis von 4€. Da stimmt das schwäbische Preis-/Leistungsverhältnis. :)
Ziemlich erledigt von all dem Zeug quälten wir uns dann irgendwie in den Zug nach Glasgow, wo es dann weiter mit dem Bus nach Edinburgh ging.
Dort verbrachten wir dann den ganzen Tag bis zum Abend damit, durch die Stadt zu laufen und ein Pub nach dem anderen zu testen. Richtig klasse! Man merkt beim durchschlendern der Straßen aber sofort einen großen Unterschied zu Glasgow, wenn man so wie wir jetzt mal den direkten Vergleich hat. In Edinburgh kommt es einem so vor, als bestehe die Stadt zu 80% aus Touristen. In Glasgow pulsiert das wahre leben an jeder Ecke. Schätze mal, dass es in Edinburgh eben auch nur so in der Altstadt so abläuft. Diese ist aber groß genug, um mühelos ein bis zwei Tage darin zu verbringen. So habe ich es bisher noch nie weiter raus geschafft.
In den Kneipen trifft man dann auch die Einheimischen der Stadt. Wie zum Beispiel am Tresen einer eher spärlich eingerichteten Bar, in der sogar ein Film lief und noch viel überraschender, nicht gerade wenige Ihn ansahen. Dort kamen wir mit einen lustigen Edinburgher Zeitgenossen ins Gespräch, der uns zuerst Witze erzählte, die wir irgendwie vom Sinn her absolut nicht verstanden und der uns dann noch weismachen wollte, dass es in Deutschland doch noch die D-Mark gebe. Auf eine Wette im Wettbüro, die es hier an jeder Straßenecke gibt (Die Briten sind verrückt nach Sport- und allerlei sonstiger Wetten), wollte er sich dann aber doch nicht einlassen. Aber er hat sich über meinen Vorschlag köstlich amüsiert. :)
Die Zeit verflog echt wie im Flug. Abends kehrten wir dann noch mal zum Haggis essen ein. Es kann ja schließlich nicht angehen, dass Dominik abreisen würde mit dem Haggis vom „Fish & Chips“ Stand als Erinnerung. Dieser war auch bedeutend besser! :) Anschließend suchten wir dann ein Pub auf, welches das Champions League Finale zwischen Barcelona und Manchester United übertrug. Bei unserer Wahl war sogar ordentlich was los, zu unserer großen Überraschung vor allem viele Machester United Fans (Schotten und Engländer sind ja nicht gerade die besten Freunde). Das Spiel war auch richtig gut anzuschauen, vor allem natürlich im Vergleich zu Glasgow am Sonntag und die Stimmung hat auch gestimmt.
Danach sind wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Glasgow gefahren, um dort noch einmal in die Kneipe zu gehen, die uns bei unserer Tour am besten gefallen hatte. Zu unserem Glück war gerade sogar noch ein Konzert im Gange. Die letzte Band haben wir noch fast komplett gesehen. Sehr interessante Musik, die ich mal als Zirkus-Ska beschrieben würde. Habe so etwas noch nie vorher gehört und war überaus positiv überrascht.
Als die Bar dann schloss war der letzte Zug leider schon lange abgefahren und so schnappten wir ein Taxi zurück nach Paisley.
Am nächsten Morgen schliefen wir uns dann erst einmal aus, gingen nochmals in Paisley Essen und ein Bierchen trinken, bis Dominik dann wieder die Heimreise Richtung Deutschland antrat. Beim Niedertippen fällt einem immer wieder auf, wie viel wir eigentlich gemacht haben. Waren echt sehr schöne Tage und ich habe dadurch auch viele Ecken von Glasgow gesehen, in die ich allein vermutlich nicht mehr hingekommen wäre. TOP!
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| 27.05.09 Besuch von Dome - Edinburgh und Konzert in Glasgow |



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