Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Samstag, 6. Juni 2009

Ereignisreiche Wochen kurz vor dem großen Finale

Halooooo verehrtes Blogpublikum,

puh, was für Wochen. Erst stand über eine ganze Woche hinweg Abschiednehmen von vielen neuen Freunden die ich hier gefunden habe an, da das Semester am 23.05. offiziell geendet hat und somit jeder wieder in Ihr jeweiliges Herkunftsland zurückreisten. Natürlich alle an unterschiedlichen Tagen, weshalb ich gegen Ende der Woche dann echt ganz schön bedient war. Bevor sich die ersten wundern: Ich bleibe noch, da meine Diplomarbeit nicht strikt an die Semesterzeiten gebunden ist sondern eher einen Arbeitsaufwand darstellt. Bin also noch bis Ende Juni hier am buckeln.

Am besagten 23.05. musste ich dann noch aufgrund von Reinigungs- und Renovierungsgründen für die restliche Zeit in eine andere Wohnung umziehen (gleiches Wohnheim, allerdings anderes Gebäude; ich wohne jetzt mit 5 Franzosen zusammen) und ebenfalls am selben Tag kam dann abends Dominik aus Stuttgart an um mich für ein paar Tage zu besuchen. Nach seiner Abreise kam dann zwei Tage später der letzte Gast aus dem deutschen Lande vorbei, die Frau Mama. Und jetzt wuchte ich hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse in meinen Blog, damit Ihr auch was zu gucken habt.

Bevor jetzt allerdings bedenken aufkommen wegen meines Zweitjobs Diplomarbeit neben dem Fremdenführer kann ich schon mal für Beruhigung sorgen. Es wird jetzt zwar sicherlich eine stressige Zeit, wie das eben so ist wenn man eine Arbeit fertig stellt, aber werde das schon hinbekommen. Positiv denken. :)

So, dann leg ich mal los. Aber hier erst noch ein Gruppenfoto mit vielen der Leute, die ich in meiner Zeit hier kennen gelernt habe. Es entstand in besagter Abschiedswoche.

23.05.09 Besuch von Dome - Unterwegs im Nachtleben von Glasgow

Nachdem ich also den ganzen Tag über umgezogen bin und dazwischen immer wieder den letzten Abwanderern Lebewohl gesagt habe, traf ich mich am Abend mit Dominik, den ich während meines Studiums in Stuttgart kennen gelernt habe, am Bahnhof in Glasgow. Wir gaben dann dort erstmal sein Gepäck ab und machten noch eine kleine Tour durch Glasgow. Zuerst haben wir in einem Pub zwei Bier gezischt bevor wir noch einen Rock Club aufmischten. War echt ein super Laden!

Anschließend habe ich dann Dominik in die britische bzw. schottische Imbisskultur eingeführt. Fürs erst Griff er zu Pommes mit Käse, natürlich mit Salz und Essig. Während wir mit dem Essen Richtung Nachtbus watschelten konnten wir an einer Kreuzung noch eine Kuriose „Schlägerei“ beobachten. Ein Auto bog ab und hupte, weil einer bei Rot die Straße überquerte. Dieser ließ sich zu einer Handgeste hinreißen, woraufhin die Beifahrertür am Auto aufging, ein Herr ausstieg und das Auto weiterfuhr. So, warum jetzt „Schlägerei“? Da nun jeder zu ein, zwei Schwüngen ausholen durfte. Die Choreografie verfehlte Ihr Ziel woraufhin beide in andere Richtungen weitergingen. Komisch, komisch, komisch. So lustig wie die ganze Situation war muss man allerdings festhalten, dass es in Glasgow und anderen Dichtbesiedelten Teilen Schottlands ein echtes Problem mit Schlägereien und vor allem Messerstechereien gibt. Das liest und hört man zumindest immer in den Nachrichten. Dies liegt in Glasgow in einem gewissen Maße wohl auch an den beiden bis aufs Blut verfeindeten Fanlager der hier ansässigen Fußballclubs Glasgow Rangers und Glasgow Celtics, in dessen Zusammenhang sogar immer wieder Menschen sterben. Es passieren einfach überall auf der Welt unschöne Dinge.

Jedenfalls haben wir beide sicher und heil den nächsten Nachtbus erwischt und durften dann noch ca. 40min von Paisley Zentrum zum Wohnheim schlendern. War echt ein super Abend bzw. man kann fast schon sagen halber Tag. :)

23.05.09 Besuch von Dome - Erster Abend in Glasgow

24.05.09 Besuch von Dome - Saisonfinale im Celtic Park und Kneipentour in Glasgow

Für den heutigen Tag nahmen wir uns vor den letzten Spieltag der schottischen Fußballliga hautnah im Stadion zu erleben. Daher machten wir uns gleich nach dem Aufstehen auf zum Celtic Park, dem Stadion der Glasgow Celtic, um das Spiel gegen Midlothian anzuschauen. Wir hatten noch keine Karten, da das Spiel ausverkauft war und wollten versuchen, auf dem Schwarzmarkt noch welche zu ergattern. Und siehe da, es hat funktioniert. Überglücklich machten wir uns also auf den Weg in das Stadion. Und was für ein Stadion! Eines der größten Vereinstadien der Welt (Fassungsvermögen 60 000) und eine super Sicht von jedem Platz. Es ging in dem Spiel sogar noch um die Meisterschaft. Die Glasgow Rangers waren zwar erster, aber wenn sie ihr Auswärtsspiel verlieren und Celtic gewinnt, ist Celtic Meister. Es musste also auf jeden Fall mal ein Sieg her. Bei Spielbeginn konnte man dann beobachten, warum es immer wieder heißt Fußball in Schottland sei weniger Sport als vielmehr Religion. Nach Anpfiff sangen 60 000 Menschen „You’ll never walk alone“ im Chor. Wahnsinn! Aufgrund eines müden Herumgekicke alla Kreisklasse schwappte die Stimmung aber im Laufe des Spiels in aufrüttelnde Beschimpfungen um. Wüsste man es nicht besser, hätte man nicht gedacht, dass es hier wirklich noch um die Meisterschaft geht. So gurkten sich beide Mannschaften zu einem müden 0:0, woraufhin viele Fans beim Abpfiff das Stadion schon verlassen hatten. Naja, echt schade drum um das schlechte Spiel, aber es war für uns natürlich trotzdem ein Riesen Erlebnis.

Wir beschlossen anschließend vom Stadion zurück in die Innenstadt zu laufen, da man so ja auch gleich noch ein wenig Glasgow erkundet. Als wir uns zuvor aber über den Anfahrtsweg zum Stadion im Internet erkundigten, mussten wir lesen, dass der direkte Weg durch ein Gebiet verläuft, welches eine Glasgow Rangers Hochburg ist. Es wird empfohlen, Fanfarben zu verstecken, da es vermehrt zu Attacken gekommen ist. Nichts Ahnend befanden wir uns kurzerhand mittendrin und obwohl wir keine Trikots oder ähnliches trugen wurden wir auch sogleich ein paar Mal angepöbelt, da hier natürlich alle auf den Beinen waren und die Meisterschaft feierten. Das ganze Gebiet war aber ziemlich gut bespickt mit Polizisten, sodass es Gott sei Dank bei Verbalattacken blieb. Es sei noch angemerkt, dass in dieser Nacht in Glasgow drei Menschen bei Fanauseinandersetzungen durch Messerstechereien ums Leben kamen. Über das Messerproblem habe ich ja vorhin schon berichtet. Nichts desto trotz finde ich Glasgow noch immer eine tolle, elektrisierende Stadt, in der ich noch nie in große Schwierigkeiten geraten bin.

Nach einem kurzen Stadtspaziergang gingen wir dann von der Freilufttour in die Pubtour über. Dabei machten wir einige richtig gute Entdeckungen! So haben wir uns den ganzen Nachmittag und Abend einfach von einem Pub oder Pub/Club zum Nächsten gehangelt, viele Biere probiert, uns unterhalten und einfach ne klasse Zeit gehabt! Allzu lange konnten wir jedoch nicht machen, da wir Dominiks Gepäck noch vom Bahnhof abholen mussten. Der Schalter hatte nämlich gestern Nacht bereits geschlossen. Anschließend sind wir dann zurück nach Paisley gefahren und haben uns im Wohnheim noch ein Gute-Nacht-Bierle verabreicht.

24.05.09 Besuch von Dome - Celtic Park und Kneipentour in Glasgow

25.05.09 Besuch von Dome - Wandern auf der Insel Arran (Tag 1)

Da wir am gestrigen Tag schon ein wenig in Eile gerieten aufgrund des Fußballspiels beschlossen wir es heute ein wenig ruhiger angehen zulassen. Dazu gehörte zu aller erst einigermaßen auszuschlafen. Anschließend ging es dann ans Rucksackpacken, denn wir brachen auf zur Insel Arran, welche gerne als Schottland in Miniatur bezeichnet wird, um dort eine Wanderung auf zwei Tage verteilt zu machen. Im Vorfeld haben wir auch schon eine Übernachtung in meinem Zelt gebucht.

Nach einem kleinen Frühstück ging es dann los. Zuerst mit dem Zug ca. 45 Minuten zur Hafenstadt Ardrossan, ziemlich genau waagerecht in westlicher Richtung von Paisley. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass die Fähre nur alle drei Stunden fährt und wir noch zwei Stunden Wartezeit vor uns hatten. Also haben wir schon mal ein Ticket gekauft und uns dann auf die Suche nach dem erst besten Pub gemacht. So landeten wir dann in „Charlie’s Bar“, einer richtigen Trinkerspelunke. Da die Schotten, egal ob Mann oder Frau, aber ja generell gerne schon morgens um 10Uhr im Pub sitzen um ein erstes Bier zu trinken (das ist hier wirklich völlig normal) denkt man sich schon gar nichts mehr dabei. Nur wurden wir in der kleinen Kneipe etwas mehr angestarrt als sonst und erst einmal von oben bis unten gemustert. Es verirren sich wohl nicht viele Touristen hier rein. War aber echt ein sehr amüsantes Stündchen das wir hier verbrachten. Bevor es dann zur Fähre ging holten wir uns auf dem Weg noch eine Stärkung an der „Fish & Chips“ Bude. Ich beschloss den Haggis zu probieren, da ich den noch nie an einem Imbiss getestet hatte. Ich erwartete eigentlich das generelle Aussehen eines Haggis, aber was wir (Dome nahm dasselbe) dann verabreicht bekamen, hat mir fast die Sprache verschlagen. Der Haggis wurde zu einer Wurst geformt und natürlich, wie eben alles, erstmal im Fett gebadet. Das ganze wurde dann liebevoll auf ein Pommesbett geworfen, um es anschließend erst mit Salz zu pökeln und dann in Essig zu ersäufen. Der Geschmackstest war dann kaum von einer deutschen Leberwurst zu unterscheiden, aber eben nur kaum. Es gab jedoch bei all dem auch noch einen positiven Aspekt: Wir waren pappsatt! Wir konnten es beide nicht einmal komplett aufessen und hatten so noch etwas mehr Proviant dabei, aber schaut euch einfach die Bilder an. :)

Auf der Überfahrt zur Insel setzte dann natürlich der Regen ein. Dieser sollte uns den ganzen Abend über nicht mehr loslassen und ein treuer Begleiter der Wanderung sein. Es war aber auch wieder einmal fantastisch, wie die teilweise dicken Regenwolken über die Berge rollten. Einfach wunderschön!

Als wir dann auf der Insel ankamen und uns über die Buszeiten informiert hatten (man weiß ja nie, ob wir am nächsten Tag aus Zeitgründen davon gebrauch machen müssen) ging es dann los. Der Regen hatte in der Zwischenzeit noch eine Schippe draufgelegt, aber egal. Das gehört in Schottland einfach dazu. Als Wanderroute hatten wir uns eine Tour herausgesucht, die in einem weiten Bogen durch das Landesinnere Richtung Norden, inmitten der Berge, verläuft. Das ist übrigens auch der Grund, warum Arran als Schottland in Miniaturform bezeichnet wird. Im nördlichen Teil reiht sich Berg an Berg, wie auf dem schottischen Festland eben auch. Im Süden ist es flacher, ebenfalls wie auf dem Festland. Und auch die Küste wartet mit Klippen, Sandstrände, sowie größtenteils Steinstränden auf. Alles was man auch auf ganz Schottland verteilt vorfindet. Wir waren also dementsprechend gespannt.

Zuerst mussten wir uns allerdings zum Beginn des Wanderweges durchkämpfen, was sich als echt schwierig herausstellte. Wege, die in der Karte eingezeichnet waren, endeten auf einmal in einer Farm, bei der es kein Durchkommen mehr gab. Durch einen Umweg über Stock und Stein, bei dem ich einmal Knöcheltief in den Boden versank, konnten wir schließlich den Weg in der Ferne erkennen. Dazwischen befanden sich lediglich noch zwei Weidenzäune (ohne Tore!) und ein Fluß. Nachdem wir im Zick-Zack-Lauf die Zäune überquert hatten, stellte sich uns das Wasser böse in den Weg. Es war keine einzige Stelle zu Erkennen, wo sich der Fluß trockenen Fußes überqueren ließ, da durch den Regen der Pegel ziemlich gestiegen war. Aber wieder zurück kam bei allem was wir schon hinter uns gelassen hatten erst gar nicht in Frage. Also einmal tief durchatmen und dann so schnell wie Möglich mit großen Schritten durch das Wasser ans andere Ufer gehüpft. Was als geniale Technik im Kopf begann, erwies sich im Praxistest leider als Suboptimal. Das andere Ufer war zwar erreicht, aber trockene Füße fühlen sich glaube ich anders an. Egal, läuft sich trocken!

Die Landschaft in der wir uns nun befanden entschädigte wirklich für alles. Wir liefen inmitten der Berge umher und konnten den Wolken bei Ihrem Kampf mit den Gesteinstürmen zuschauen. Ihre Anstrengungen bekamen wir durch immer wieder einsetzenden Duschen zu spüren. Als wir dann mitten auf dem Weg beschlossen, unser Nachtlager aufzuschlagen, machten wir noch freundliche Bekanntschaft mit den schottischen Mücken, die sich vor allem bei Regenwetter überall in Scharen tummeln. Sie schauen aus wie etwas größere Fruchtfliegen, bewegen sich am liebsten in großen Gruppen und lieben es, sich auf jede freie Hautstelle zu setzen und zu beißen. Geschickt schafften wir es aber ins Zelt ohne blinde Passagiere. Die Nachwehen Ihres Werkes sollten uns aber noch bis zum einschlafen beschäftigen.

25.05.09 Besuch von Dome - Wandern auf Arran (Tag 1)

26.05.09 Besuch von Dome - Wandern auf der Insel Arran (Tag 2)

Wow, was für eine Nacht! Zuerst hatte es kurz nachdem wir im Zelt waren angefangen zu schütten wie aus Kübeln. Das ging dann die ganze Nacht schubweise so weiter. Hinzu kamen Sturmböen, die das Zelt wieder einmal auf eine ordentliche Belastungsprobe stellten. Als wir dann am nächsten Morgen aus dem Zelt krochen, stand aber noch alles da wie eine Eins! Kaum vorzustellen bei den Geräuschen im Zelt und wenn man dann auch noch sieht, wie das Dach zur Seite wegknickt. Aber deshalb ist es ja auch ein Zelt. :)

Nachdem wir gefrühstückt (Brot mit Wurst, Käse und Salatdressing, altbewährtes Wandererrezept :) ), Zähne geputzt und das Zelt in einem günstigen, regenfreien Moment wieder eingepackt hatten, ging es weiter. Diesmal stetig Bergauf auf eine Bergkette, die den höchsten Punkt unserer Wanderung markierte. Die Landschaft war noch immer atemberaubend.

Oben angekommen bot sich uns ein sagenhafter Ausblick in zwei Täler. Durch welches wir kamen und welches sich noch vor uns befand. Leider mussten wir auch feststellen, dass es nun in der Hälfte der zurückgelegten Strecke wieder bergab ging, was natürlich ein ordentliches Gefälle mit sich zog. Es wurde jetzt auch plausibel, warum dieser Weg eigentlich von der anderen Richtung gelaufen wird, da solche Steigungen bergauf natürlich wesentlich leichter zu erklimmen sind. Die andere Richtung war für uns aber einfach günstiger, also mussten wir da jetzt durch.

Problem Nummer 2: Auf der Bergkette befanden sich jede Menge große Steine, zwischen denen sich der Wanderweg total verlor. Wir liefen ein Stück oben entlang, bis wir den Weg wieder erkennen konnten. In unserem jugendlichen Leichtsinn beschlossen wir, ein Stück abzukürzen und nicht bis an das ganz andere Ende der Bergkette zu laufen, wo der Wanderweg evtl. seinen offiziellen Neubeginn gehabt hätte. Vor mir befand sich ein ca. 2 Meter hoher, schräger Felsen. Ich haderte kurz, ob wir das schaffen, entschied mich dann aber dafür. Böser Fehler! Durch den Regen war alles tierisch rutschig und beim aufsetzen meines ersten Fußes spürte ich schon, dass das nichts wird. So kam es wie es kommen musste. Ich rutschte ab und schlitterte den verbleibenden halben Meter auf Po und Seite hinunter. Beim versuch, mich noch festzuhalten, schnitt ich mir zusätzlich die Hand ein wenig auf. Viel tragischer war allerdings, dass ich eigentlich in weißer Voraussicht alle meine Gegenstände wie Handy, Portmonee usw. in die Jackentasche verteilt hatte. Alles, außer der Kamera. Diese befand sich in ihrer Hülle in meiner Hosentasche. Unten angekommen war Sie zwar noch funktionsfähig, allerdings mit einem kleinen Riss im Display. So ein Mist! Aber alles aufregen brachte da nun auch nichts mehr. Immerhin, ich konnte nach wie vor Bilder machen.

Ohne weiteren Zwischenfall schafften wir es dann, den weiteren, äußerst anspruchsvollen Weg bis hinab ins Tal wo es dann einigermaßen eben weiter bis zur Küste ging. Dabei konnten wir durch die immer wieder zwischen den dunklen, dicken Wolken hervorbrechende Sonne die Landschaft in unglaublich schönen Lichtverhältnissen bestaunen. Der Wind nahm nun stetig an Geschwindigkeit zu, je näher wir der Küste kamen. So stark, dass ich beim Laufen teilweise mit meinem großen Rucksack echte Probleme hatte. Ich kam fast vor wie ein LKW.

An der Küste angekommen legten wir erstmal eine Mittagspause ein. Wir beschlossen dann, den Weg am Ufer entlang wieder zurück nach Brodik im Süden zu wandern. Sollte die Zeit nicht reichen, gab es ja immer noch den Bus als Option. Dazwischen durchquerten wir zwei nette Ortschaften und in einer davon stärkten wir uns noch mal kurz in einem Pub mit Cola (Dominik) und Apfelsaftschorle (meiner einer). Abgesehen vom immer wieder einsetzendem Regen, der sich halbstündlich mit der Sonne abwechselte, hatten wir wirklich bestes Wanderwetter. Nicht zu heiß, nicht zu kalt.

In Brodik angekommen schafften wir es dann sogar noch auf die vorletzte Fähre. Anschließend fuhren wir mit dem Zug wider zurück nach Paisley und von dort mit dem Bus zum Wohnheim. Nachdem wir dann geduscht und Abendbrot (Spaghetti mit Tomatensoße) gegessen hatten, war es leider zu spät noch einen Abstecher ins Zentrum von Paisley für einen Pubbesuch zu machen. So blieben wir einfach in der Wohnung und feierten zu zweit in Dominik’s Geburtstag rein.

26.05.09 Besuch von Dome - Wandern auf Arran (Tag 2)

27.05.09 Besuch von Dome - Ausflug nach Edinburgh und Konzert in Glasgow

An Dominik’s Geburtstag, der gleichzeitig auch seinen letzten kompletten Tag in Schottland markierte, machten wir noch einmal einen Ausflug. Dieses Mal hieß unser Ziel das historische Edinburgh, gleichzeitig auch Schottlands Hauptstadt.

Als aller erstes kehrten wir aber in Paisley in ein Pub ein, um ein ordentliches britisches Frühstück zu uns zu nehmen. Alter Schwede, war das eine Portion! Ich glaube, das größte Frühstück das ich bisher hier hatte (abgesehen natürlich vom Buffet im Hotel mit Schweizers und vor kurzem auch der Frau Mama, später dazu mehr). Das ganze gab’s dazu noch zum Hammerpreis von 4€. Da stimmt das schwäbische Preis-/Leistungsverhältnis. :)

Ziemlich erledigt von all dem Zeug quälten wir uns dann irgendwie in den Zug nach Glasgow, wo es dann weiter mit dem Bus nach Edinburgh ging.

Dort verbrachten wir dann den ganzen Tag bis zum Abend damit, durch die Stadt zu laufen und ein Pub nach dem anderen zu testen. Richtig klasse! Man merkt beim durchschlendern der Straßen aber sofort einen großen Unterschied zu Glasgow, wenn man so wie wir jetzt mal den direkten Vergleich hat. In Edinburgh kommt es einem so vor, als bestehe die Stadt zu 80% aus Touristen. In Glasgow pulsiert das wahre leben an jeder Ecke. Schätze mal, dass es in Edinburgh eben auch nur so in der Altstadt so abläuft. Diese ist aber groß genug, um mühelos ein bis zwei Tage darin zu verbringen. So habe ich es bisher noch nie weiter raus geschafft.

In den Kneipen trifft man dann auch die Einheimischen der Stadt. Wie zum Beispiel am Tresen einer eher spärlich eingerichteten Bar, in der sogar ein Film lief und noch viel überraschender, nicht gerade wenige Ihn ansahen. Dort kamen wir mit einen lustigen Edinburgher Zeitgenossen ins Gespräch, der uns zuerst Witze erzählte, die wir irgendwie vom Sinn her absolut nicht verstanden und der uns dann noch weismachen wollte, dass es in Deutschland doch noch die D-Mark gebe. Auf eine Wette im Wettbüro, die es hier an jeder Straßenecke gibt (Die Briten sind verrückt nach Sport- und allerlei sonstiger Wetten), wollte er sich dann aber doch nicht einlassen. Aber er hat sich über meinen Vorschlag köstlich amüsiert. :)

Die Zeit verflog echt wie im Flug. Abends kehrten wir dann noch mal zum Haggis essen ein. Es kann ja schließlich nicht angehen, dass Dominik abreisen würde mit dem Haggis vom „Fish & Chips“ Stand als Erinnerung. Dieser war auch bedeutend besser! :) Anschließend suchten wir dann ein Pub auf, welches das Champions League Finale zwischen Barcelona und Manchester United übertrug. Bei unserer Wahl war sogar ordentlich was los, zu unserer großen Überraschung vor allem viele Machester United Fans (Schotten und Engländer sind ja nicht gerade die besten Freunde). Das Spiel war auch richtig gut anzuschauen, vor allem natürlich im Vergleich zu Glasgow am Sonntag und die Stimmung hat auch gestimmt.

Danach sind wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Glasgow gefahren, um dort noch einmal in die Kneipe zu gehen, die uns bei unserer Tour am besten gefallen hatte. Zu unserem Glück war gerade sogar noch ein Konzert im Gange. Die letzte Band haben wir noch fast komplett gesehen. Sehr interessante Musik, die ich mal als Zirkus-Ska beschrieben würde. Habe so etwas noch nie vorher gehört und war überaus positiv überrascht.

Als die Bar dann schloss war der letzte Zug leider schon lange abgefahren und so schnappten wir ein Taxi zurück nach Paisley.

Am nächsten Morgen schliefen wir uns dann erst einmal aus, gingen nochmals in Paisley Essen und ein Bierchen trinken, bis Dominik dann wieder die Heimreise Richtung Deutschland antrat. Beim Niedertippen fällt einem immer wieder auf, wie viel wir eigentlich gemacht haben. Waren echt sehr schöne Tage und ich habe dadurch auch viele Ecken von Glasgow gesehen, in die ich allein vermutlich nicht mehr hingekommen wäre. TOP!

27.05.09 Besuch von Dome - Edinburgh und Konzert in Glasgow

30.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Ankunft und erste Eindrücke

Heute war es also soweit! Frau Marianne Schulz trat die Reise nach Schottland an. Ganz alleine im Flugzeug. Respekt! Ich war echt schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie es Ihr hier wohl gefallen wird. Als Unterkunft hatte ich das „Watermill Hotel“ gebucht, eine zum Hotel umgebaute alte Wassermühle in dem ich im Vorfeld auch schon mit Tanja, Moni, Armin, Katrin und Sabrina war.

Es war also alles bestens vorbereitet und eigentlich ausgemacht, dass ich Sie am Flughafen abhole und schon dastehe, wenn der Flieger landet. Ich hatte allerdings meine Rechnung ohne die schottische Eisenbahn gemacht. Zuerst hatte mein Bus vom Wohnheim ins Zentrum Verspätung. So viel, dass ich den Zug, mit dem ich eigentlich fahren wollte, um ein Haar verpasst hatte. Also hieß es 30 Minuten warten. Nicht so schlimm, denn mit dem folgenden Zug reicht es auch noch. Wie gut, dass ich einen Puffer eingebaut hatte. Während meiner Wartezeit durfte ich verfolgen, wie am Bildschirm für einen Zug nach dem anderen Verspätung angezeigt wurde. Alles hoffen und bangen half nix, auch meinen hat es dann erwischt. 15min zu spät kam er schließlich in Paisley an und das, obwohl dies sein erster Stopp war. Da es nach wie vor nur schleppend vorwärts ging, verzögerte sich die Fahrt noch mehr, sodass ich es nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen schaffen würde. Fängt ja schon mal wieder gut an.

Wie ich dann endlich ankam und hastig zum Ankunftsbereich eilte, kam mir mein Gast aber trotz verschwindend geringer Englischkenntnisse zielsicher bereits Richtung Züge entgegen. Tanja’s super-duper-Wegbeschreibung sei Dank! :) Glücklicherweise erkannten wir uns beide sofort wieder und so machten wir uns auf den Weg zurück nach Paisley. Unterwegs konnte schon festgehalten werden, dass der Kleidungsstil in Großbritannien ziemlich anders ist als in Deutschland, vor allem bei den jungen Mädchen und Frauen. Ohne Rücksicht auf Nieren und Blase. :)

In Paisley angekommen bezogen wir erstmal das Zimmer. Aufgrund der späten Ankunftszeit beschlossen wir dann einfach kurz in ein Pub zu schauen und wenn möglich, noch eine Kleinigkeit zu essen. Die Küche war leider schon kalt, also griffen wir für den ersten Abend zu Orangensaftschorle. Man muss es ja schließlich langsam angehen lassen. :)

Anschließend versorgten wir uns an einer Imbissbude noch mit Pommes mit Soße, sowie einen Hackfleisch- bzw. Fleischkuchen. Interessant zu beobachten, wie versucht wurde, einen Vergleich zu einer Deutschten Speise herzustellen mit dem Resultat: unmöglich!

Nach diesem nicht gerade luftig leichten Mitternachtssnack beschlossen wir uns noch einen Kaffee an der Hotelbar zu gönnen. Es war wohl parallel an diesem Abend eine Hochzeit im Restaurant, welches aber im Moment schloss. So hatten wir noch ein paar interessante Gespräche an der Bar mit dem harten Kern. Bei stark lallenden Schotten werden aber auch mir wieder meine sprachlichen Grenzen aufgezeigt, von Mutter ganz zu schweigen. Aber schon die Körpersprache einiger war überaus amüsant!

30.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Erste Gehversuche

31.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Ausflug nach Stirling

Wie der Titel schon verrät, hatten wir wirklich unglaubliches Wetter! Die wärmsten Tage seitdem ich in Schottland bin. Bei Temperaturen von 25°C und teilweise sogar noch mehr konnte ich zum ersten Mal meine kurze Hose auspacken. Die Prognose war, dass es bis zu Mutter’s Abreise so bleiben soll. Wetterprognosen in Schottland kann man eigentlich generell skeptisch gegenüber stehen, aber dieses Mal trafen Sie wirklich voll ins Schwarze!

So war natürlich auch heute, nachdem wir erst einmal etwas länger geschlafen haben, ein gigantischer Tag. Am Frühstücksbuffet folgte anschließend Teil 2 der Tour durch die schottische Küche und ich war sehr überrascht, dass Sie jeden Tag von allem probiert hatte, wo deftiges Frühstück ja eigentlich überhaupt nicht Ihr Fall ist.

Für heute nahmen wir uns dann einen Ausflug nach Stirling vor. Die historische Stadt war schon immer Mittelpunkt der schottischen Geschichte mit nicht weniger als 8 großen Schlachtfeldern im direkten Umkreis, wo im Zuge des schottischen Unabhängigkeitskrieges Robert the Bruce, in Folge dessen erster König von Schottland, mit einer Hand voll Schotten die Engländer bezwang und so eine 400 Jahre währende schottische Unabhängigkeit einläutete. Einer der Kämpfe um den Freiheitskämpfer und Patrioten William Wallace wurde in „Braveheart“ verfilmt. Außerdem war die Burg immer wieder Sitz des schottischen Königs. So galt lange Zeit: „Wer Stirling kontrolliert, kontrolliert Schottland“. Ich war selbst also auch sehr gespannt darauf, diese Stadt nun zu erkunden, da sie von Anfang an auf meinen Besuchszielen stand.

Die Anreiseprozedur gleicht einer Tour nach Edinburgh. Zuerst mit dem Zug nach Glasgow um dann in den Fernbus nach Stirling umsteigen. Dort angekommen begaben wir uns sogleich gemütlich auf den Weg Richtung Burg. Auf den Weg dorthin erhaschten wir erste Eindrücke der Altstadt. Nachdem wir den erloschenen Vulkan erklommen und somit die Burg erreicht hatten, beschlossen wir uns die knapp 12€ Eintritt pro Person zu sparen und lieber noch die Stadt weiter zu erkunden. Die Richtige Entscheidung wie sich herausstellte, denn erstens war ja wie bereits erwähnt wunderschönes Wetter und es war super entspannt, durch die historischen Gassen zu schlendern.

Zuerst durchstreiften wir einen alten Friedhof und erfuhren zum Beispiel, dass früher viele Menschen Ihren Grabstein schon vor Ihrem Tod aussuchten und als Statussymbol aufstellen ließen. Die Berufe wurden auf den Stein integriert um den Stand auszudrücken. Anschließend besichtigten wir die Kirche des heiligen Kreuzes, in der James VI., letzter König von Schottland und erster König von England gekrönt wurde. Die einzig noch bestehende Kirche in Großbritannien neben der „Westminster Abbey“ in London in der jemals eine Krönung stattgefunden hat. James VI. ist außerdem direkter Vorfahr der Königsfamilie um Charles und co. Nach einer Kaffeepause büchsten wir ein wenig in die Natur aus und liefen die am besten erhaltene Stadtmauer Großbritanniens ab. Echt ein wunderschöner Weg, vor allem bei dem Kaiserwetter.

An der Mauer kehrten wir abends dann auch ein um den nächsten kulinarischen Punkt abzuhaken. Haggis, welcher einer der Besseren, jedoch nicht der Beste meines bisherigen Schottlandaufenthalts war. Auch der Mutter schmeckten gekochtes Herz, Leber und Lunge vom Schaf im Schafsmagen ziemlich gut. Vor allem macht es einfach richtig satt! Also genau das richtige nach einem langen Marsch durch die Stadt. Der Haggis war außerdem die erste Mahlzeit nach unserem ausgiebigen Frühstück. Wenn die Schotten etwas können, dann ist das definitiv deftig kochen!

Mit dem Bus ging es anschließend wieder zurück. Zuerst nach Glasgow, wo wir noch einen Whisky zur Verdauung tranken. Ich wollte Ihr schließlich meinen bisherigen Favoriten unter der destillierten Gerste präsentieren. Den Talisker von der Insel Skye. Mir schmeckte er ja sowieso und auch die Mutter fand gefallen an dem schottischen Nationalgetränk. Fortsetzung folgt! :)

31.05.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Stirling

01.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Fahrradtour auf der Insel Arran

Nachdem gestern Stadt, Kultur und Geschichte auf dem Programm standen, wollte ich Ihr heute die beeindruckenden Landschaften Schottlands zeigen. Aus diesem Grund begaben wir uns auf die Insel Arran. Genau, dieselbe Insel, die ich ziemlich genau eine Woche zuvor mit Dominik schon für unsere Wanderung bereist hatte. Ich war aber unglaublich gespannt auf dieses Mal, da wir ja erstens komplett anderes Wetter hatten (strahlend blauer Himmel ohne eine Wolke! Wo gibt’s denn sowas???) und zweitens wollten wir uns Fahrräder mieten und eine Tour um den nördlichen, bergigen, aber kurioser Weiser einfacher zu fahrenden Teil der Insel unternehmen.

Dadurch hieß es heute früh aufstehen, denn wir mussten um 8:40Uhr schon im Zug sitzen um die erste Fähre zu erreichen. Ansonsten hätte die Zeit für die geplante Tour nicht gereicht. Schon auf dem Schiff war die Sicht auf die Insel fantastisch und schürte noch die Vorfreude kräftig an.

Nachdem wir zwei Mountainbikes geliehen und noch ein wenig Proviant im lokalen Supermarkt gekauft hatten konnte es also losgehen. Fahren auf der linken Seite, vor allem für meinen Besuch eine große Herausforderung :) Unsere Tour führte uns einmal komplett an der Küste entlang um den nördlichen Teil, bevor wir dann wieder quer durch die Mitte der Insel zurück zu unserem Ausgangsort fuhren. Die Sicht war wirklich atemberaubend und es waren auch vergleichsweise wenig Autos unterwegs, wodurch wir auch nicht zu sehr auf den Verkehr achten mussten.

Kurz vor der Nordspitze stellte sich uns dann ein zwar nicht besonders steiler, dafür aber langer Anstieg in den Weg. Es kam einem so vor, dass je höher man kam desto stärker brennte die Sonne auf uns herab. Kurz vor dem Ende mussten wir beide schweißgebadet kapitulieren und die letzten Meter schieben. Die Szenerie war aber wirklich unglaublich schön. Es folgte eine noch steilere Abfahrt und als wir wieder im Tal angekommen waren haben wir unser erstes Zwischenziel erreicht, die einzige Destille auf der Insel und wie man sagt auch die einzige im Süden Schottlands, die sich mit denen weiter im Norden messen kann. Hier wird zwar auch einer der teuersten Whiskys ausgeschenkt, aber er war wirklich sehr, sehr gut. Wie sich im Laufe des Besuchs von Mutter herausstellte Ihr persönlicher Favorit, da er auch nicht rauchig schmeckt. An einer Tour durch die Produktion konnten wir leider nicht teilnehmen, da die Führung erst in knapp 45Minuten war und wir beschlossen, zuerst einmal unsere Fahrradtour zu beenden. Dafür gönnten wir uns einen Karottenkuchen zum Whisky, ebenfalls eine schottische Spezialität. Super süß aber auch super gut!

Gut gestärkt und das Blut in Wallung gebracht ging es weiter ein kurzes Stück im Norden entlang, wo wir auch noch eine Burgruine besichtigen konnten. Dabei musste stets vor Schafen, die die Straße kreuzten, Obacht geboten werden.

Als wir an der Ostküste wieder gen Süden fuhren mussten wir mit Erschrecken feststellen, wie blitzschnell die Zeit verrann und wir in echte Bedrängnis gerieten. Es stellte sich kurz die Frage, ob wir es noch rechtzeitig bis zur letzten Fähre schaffen würden. Ich hatte da allerdings nur kurz Zweifel und ein Blick auf die Karte stimmte mich wieder optimistisch, was bei Mutter ein wenig Überzeugungsarbeit gekostet hat. Es war durch die brütende Hitze aber auch wirklich unglaublich anstrengend geworden. Wir strampelten aber tapfer weiter, nur den zweiten und letzten großen Anstieg direkt vor unserem Ausgangsort und Fährhafen Brodik mussten wir dann schiebend auf zwei Beinen bezwingen. Dafür reichte die Kraft einfach nicht mehr. Erneut sei aber erwähnt, die Landschaft entschädigte für absolut alles! Siehe Bilder… :)

Eine Stunde bevor die letzte Fähre ablegte erreichten wir schließlich wieder den Fahrradverleih und kehrten anschließend erst einmal in das nächste Pub auf einen Kaffe ein. Es zwar Instantkaffe, aber das war uns zu diesem Zeitpunkt vollkommen egal. Hauptsache er kickt! :)

Mit Fähre und Zug erreichten wir dann wieder sicher Paisley, wo wir uns dann mit einem Abendessen und Bier im Pub belohnten. Mutter kostete schottischen Lachs (auch eine Spezialität) und ich Griff zum schottischen Klassiker (wie schon des Öfteren erwähnt). Hackfleisch in Zwiebelsoße mit Kartoffelbrei uns Erbsen. Das tat echt richtig gut.

Danach ging es gleich ins Hotel und ziemlich schnell vielen uns beiden nach diesem Tag dann die Äuglein zu. Es war aber der absolute Wahnsinn!

Die Bilanz:
60km Fahrrad gefahren und einen kräftigen Radfahrersonnenbrand an den Armen geholt, vor allem ich, da ich ja während meiner Zeit hier zum schottischen Albino mutiert bin. :)

01.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Isle of Arran

02.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Unterwegs in Paisley

Am letzten Tag ließen wir es wieder ruhiger angehen. Erstmal haben wir ziemlich lange geschlafen, muss auch mal sein. Nachdem wir dann gefrühstückt und ausgecheckt hatten fuhren wir zu mir ins Wohnheim, wo wir das Gepäck bis zur Abreise am Abend deponierten. Außerdem konnte ich so Wohnheim, Zimmer und Wohnung präsentieren. Meine Kollegen hatten in der Küche mal wieder ganze Arbeit geleistet, sodass Sie nichts als die Wahrheit sah. :) Anschließend packten wir noch Ihren Koffer randvoll mit Sachen von mir, die ich nicht mehr brauche. Dann ging es wieder zurück ins Zentrum von Paisley, um Ihr „meine Stadt“ noch ein wenig zu zeigen.

Zu aller erst besichtigten wir das Kloster im Zentrum, was so ziemlich die größte Touristenattraktion von Paisley ist. Ich war dort zuvor schon einmal mit Tanja und Ihrer Familie. Eine Besichtigung lohnt sich wirklich durchaus, da aus der Umgebung von Paisley die schottische Königsfamilie stammt und diese ja, wie zwei Einträge zuvor bereits erwähnt, direkte Vorfahren der Englischen Königsfamilie sind. Selbst der große Prinz Charles stattet Paisley und vor allem dem Kloster immer wieder einen Besuch ab.

Anschließend liefen wir über die Fußgängerzone zur Universität, wo ich Ihr den Computerraum, in dem ich meist zu Gange bin und den Campus im Allgemeinen zeigte. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir damit, jeden Winkel der Innenstadt auszutreten, bevor wir dann zum Abschluss ein letztes Mal in ein Pub auf ein Essen, Bier und Whisky einkehrten. Dort war heute Steak-Tag und so kamen wir beide noch in den Genuss eines schottischen Steaks. Ebenfalls eine Spezialität, was bei den ganzen Rindern hier nicht verwundert. War echt ein schöner und gelungener Abschluss der ereignisreichen Tage.

Wir holten dann wieder das Gepäck vom Wohnheim ab und machten uns auf den Weg zum Flughafen, wo wir noch einen Kaffee schlürften bevor die Mutter dann braungebrannt wie von einem Südseeurlaub hinter den Sicherheitskontrollen verschwand. Waren echt sehr schöne Tage!

P.S. Ich wollte eigentlich nur eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse schreiben, ist aber mal wieder viel mehr geworden. Ups…. :)

02.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Paisley