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(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Mittwoch, 22. April 2009

11.04.2009 West Highland Way - Von Milingave nach Drymen

Hallihallo liebe Blogleserinnen und Leser,

ich bin’s mal wieder. Der Carsten aus Schottland. Seit ein paar Tagen frisch zurück von einer großen Wanderung über die Osterferienwoche. Ich, Holger und Steffen, das gewohnte Trio also, nahmen uns diesmal den West Highland Way vor. Einer der bekanntesten Langstreckenwanderwege in Großbritannien und wie man überall liest eine der besten Möglichkeiten, Schottland zu erkunden. Dieser Ausflug war auch das einzige was ich mir, bevor ich hier hergekommen bin, fest vorgenommen hatte zu machen. Daher habe ich mich auch gleich mit Zelt nach Schottland aufgemacht (Es ist hier schließlich erlaubt, überall in der Natur zu campen). Und das sei schon mal verraten: Es war der Hammer! Hat sich richtig gelohnt und meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Nachfolgend habe ich zu jedem Tag einen kleinen Bericht und ein paar Bildchen ins Internet gewuchtet. Geplant war, die Wanderung in maximal 9 Tagen durchzuziehen, mit einem Abstecher zum Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens. Bei täglich 20km wäre das gerade zu schaffen. Wir haben’s allerdings ein Bisschen schneller geschafft, aber lest selbst….

Am ersten Tag unserer Reise hieß es früh aufstehen. Abfahrt war auf 7 Uhr angesetzt, um gegen 9 Uhr mit der Wanderung zu beginnen. Dass es alle schaffen rechtzeitig aufzustehen war dann wohl doch ein wenig zu optimistisch gedacht. Also ging es, nachdem alles Essen in die Rucksäcke verteilt und verstaut war, mit leichter Verspätung, einer Stunde, relativ zeitig los. Zuerst mit Bus zum Bahnhof, dort mit dem Zug nach Glasgow zum Hauptbahnhof. Dann hieß es quer durch die Innenstadt zu marschieren, sozusagen als kleines Warmlaufprogramm, um dann bei einer anderen Bahnstation in den Zug nach Milingave umzusteigen, einem der äußersten Vororte von Glasgow, wo der West Highland Way sein Start oder Ziel hat, je nachdem in welche Richtung man läuft. Vor Ort trafen wir noch kurz meinen Betreuer, der in Milingave gleich in der Nähe wohnt. So musste man schon nicht den Selbstauslöser für das erste Gruppenfoto bemühen. :)

Danach ging es dann los, was mit dem ganzen Gepäck zu Beginn ziemlich ungewohnt war. Aber es war uns natürlich klar, auf was wir uns da eingelassen hatten. Landschaftlich befindet man sich in Glasgow theoretisch noch in den Lowlands, dem schottischen Flachland, welches sich im Süden befindet. Aber eben schon an der Grenze zu den Highlands, dem schottischen Hochgebirge, durch welches wir, wie der Name des Weges schon andeutet, durchwandern wollen. Zumindest einen kleinen Teil, da Schottland zum größten Teil aus den Highlands besteht. Und wenn wir schon einmal dabei sind, hier noch ein wenig Geografieunterricht. Die Highlands entstanden durch die beiden Eiszeiten, die es in der Vergangenheit gab. Dadurch wurden jeweils die weichen Gesteinschichten abgetragen, sodass die Berge größtenteils aus grauem bis schwarzem Vulkangestein bestehen und auch im Vergleich zu den Alpen, die ja durch Plattenverschiebungen entstanden sind, meist viel glatter aussehen, nicht zuletzt da sie auch um einiges älter sind. Soweit also zur Geschichte und Entstehung der Highlands. Zurück zur Wanderung.

Wie bereits erwähnt beginnt die erste Etappe in den Lowlands, jedoch schon nach den ersten Kilometern kann man die ersten Ausläufer der Berge sehen. Man merkt auch den Unterschied in der Vegetation. Man kann an den Landschaften hier durch das dominierende Grün schon deutlich mehr den anbrechenden Frühling ansehen, als in den Highlands, wo die meisten Hänge und wiesen sich noch mit eher gelblichen Gras schmücken. Fürs Auge schaut jedoch beides äußerst ansehnlich aus.

Da wir uns in der Osterzeit auf die Wanderung begaben, haben wir unterwegs einige Tagesausflügler getroffen. Allesamt natürlich Schotten. Es gab jedoch auch nicht wenige, die wie wir den ganzen Weg durchliefen. Die meisten jedoch ohne Gepäck. Es gibt nämlich auch einen Gepäckservice, der einem für täglich 5 Pfund das Gepäck vorneweg fährt. Sprich, man sagt einfach, von wo bis wo man läuft und ein Kleinbus holt und liefert ab. Aber wir wollten uns natürlich die volle Dosis geben! :) Ein Schotte, mit dem wir uns ein wenig unterhielten, fragte mich auch gleich, ob ich ein ganzes Waschbecken hinten drin hätte. Ok, mein Rucksack war auch ziemlich groß, siehe Bilder, aber einer musste ja schließlich eines der Zelte mitschleppen. :) War jedenfalls sehr nett immer wieder mit Menschen ins Gespräch zu kommen, vor allem, da man viele Schotten traf.

Bei Tageskilometer 10 machten wir dann Mittagspause neben dem Weg. Es gab Brot mit Nutella und/oder Käse. Nach weiteren 10 Kilometern erreichten wir dann am Nachmittag Drymen. Dort kehrten wir erstmal in ein Cafe/Pub ein auf Bier und Kuchen. Wir waren doch schon gut geschafft für den ersten Tag und es stellte sich die Frage, wie gut wir das ganze hier durchstehen werden. Glücklicherweise spielte das Gepäck eigentlich ab dem nächsten Tag gar keine Rolle mehr, da sich der Körper völlig auf die Situation einzustellen schien. Die Herausforderung war dann „nur“, ob Beine bzw. Füße durchhalten. :) Nach dem Pub beschlossen wir noch weiterzugehen, so weit wie es eben geht. Nach 500m stellten wir aber fest, dass es wohl besser ist, doch eher gleich einen Schlafplatz zu suchen. Nach ein paar weiteren hundert Metern fanden wir dann am Waldrand eine gute Stelle zum Übernachten. Es war sogar eine Feuerstelle vorhanden. Wir waren wohl nicht die ersten hier. Das Abendessen bestand dann aus Bratkartoffeln aus der Packung, die wir auf dem Campingkocher versuchten anzubraten, aber doch eher nur erwärmten. Später wärmten wir ns noch ein wenig an einem kleinen Lagerfeuer und spielten ein bisschen Karten. Um 21:00Uhr (gewöhnliche Bettzeit während der ganzen Wanderung) lagen wir dann in den Zelten. Holger und Steffen zusammen in Holgers Zelt, welches er kurz vor der Wanderung noch gekauft hatte, und ich und die Rucksäcke in meinem.

Fazit:
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gelaufen: 21km
Abmarsch: ca. 10:00Uhr
Ankunft: ca. 17:00Uhr

11.04.2009 West Highland Way - Von Milingave nach Drymen

12.04.2009 West Highland Way - Von Drymen nach Rowardennan

Tag zwei begann um 7Uhr. Die erste Nacht in der Natur war bei jedem eigentlich ziemlich gut. Ich wurde eigentlich nur zwei mal bewusst wach. Einmal, als es kurz geregnet hat, was bei meinem Zelt aber keine Spuren hinterließ. Bei meinen beiden Mitstreitern allerdings schon. Dort kam Innen – mit Außenzelt in Kontakt, was für feuchte Schlafsäcke sorgte. Und das zweite Mal weil wir tierischen Besuch hatten, welcher schnüffelnd um die Zelte schlich. Mutationen konnten bei keinem festgestellt werden. Es scheint also glimpflich ausgegangen zu sein. Der Tag begann mit Haferbrei und Tee zum Frühstück. Dann Zeltabbau und Rucksack packen. Alles dauerte ziemlich lange, weil irgendwie niemand so recht in die Puschen kam und jeder auch noch mit Zelt und Technik kämpfte. Man konnte aber über die Tage feststellen, wie sich das alles immer mehr automatisierte.

Gleich nach dem loslaufen, gegen 9:30Uhr, trafen wir dann wieder auf eine Gruppe von Schotten die uns tags zuvor am Ende schon begegnet waren. Die Frauen hatten alle Hasenohren auf. Es war ja schließlich Ostersonntag. Auch sie wollten den ganzen West Highland Way laufen. Allerdings ohne Ben Nevis, den wir ja als Finale schon fest eingeplant haben. Alle waren echt super freundlich und wir haben uns über ein ganzes Stück hinweg unterhalten. War wirklich sehr interessant und wir haben mal wieder einiges über Land und Leute erfahren können. Und unser Schottisch konnten wir ebenfalls trainieren, zumindest das zuhören. :)

Nachdem wir ein ganzes Stück durch den Wald liefen, tauchte zu unserer Linken der Anfang von Loch Lomond auf, dem größten und nach Loch Ness auch bekanntesten See Schottlands, welcher unseren Weg für zwei geschlagene Tage begleiten sollte. Gleich darauf kam auch schon der erste Bergtest. Es galt den 360m hohen Conic Hill zu erklimmen. Sonne und Gepäck machten den Aufstieg natürlich noch ein Stück anstrengender, aber oben erwartete uns eine grandiose Aussichte über Loch Lomond und die umliegenden Berge/Hügel. Leider ereilten Steffen beim Aufstieg wieder Kopfschmerzen, mit denen er sich schon seit zwei Wochen rumschlug. Er wollte eigentlich nicht die Kopfwehtabletten nehmen, die er dagegen erhalten hatte, aber der Schmerz ging einfach nicht weg und so blieb ihm nichts anderes übrig. Gegen Nachmittag verschwand der Schmerz auch Gott sei Dank wieder und er konnte erneut mit klarem Kopf die Wanderung genießen.

Es folgte der Abstieg und Mittagspause am Ufer von Loch Lomond bei Brot, Käse, Obst und Kekse. Das Wetter zeigte sich währenddessen von seiner besten Seite, sodass man sogar in kurzen Hosen weiterlaufen konnte! Dementsprechend trafen wir beim weiterwandern viele Schotten, die einen Sonntagsausflug zum Loch Lomond unternommen hatten. Der Weg ging nun größtenteils am Ufer entlang. Manchmal auch am Strand wo uns permanent Grillgeruch in die Nase stieg. Was für eine Qual! Wir hatten aber natürlich auch traumhafte Aussichten, da Loch Lomond quasi von Bergen umgeben ist. Das bekamen wir bei zwei Ansteigen auch heftig zu spüren. Aber es macht auch wahnsinnigen Spaß, sich immer wieder hochzuschleppen.

Gegen 17:30 erreichten wir dann Rowardennan. Ein Ort, der aus einer Jugendherberge und einem Hotel besteht, direkt am Fuße von Ben Lomond, dem höchsten Berg am Loch Lomond. Wir beschlossen aber einen Abstecher zum Gipfel auszulassen und uns erstmal um unsere eigentliche Tour zu kümmern. Ein paar hundert Meter weiter fanden wir dann eine größere Wiese direkt am See, die perfekt war zum Übernachten. Dort beschlossen wir dann auch zu bleiben. Die Sonne bescherte uns noch ein paar laue Abendstunden, aber dafür eine umso kältere Nacht. Das heutige Abendmenü sah Nudeln mit Käsesoße und Nudeln mit Huhn und Pilzsoße vor. Lecker! Auf derselben Wiese zelteten in dieser Nacht auch noch zwei Mädels, zu denen wir aber außer Hallo und Tschüss keinen weiteren Kontakt hatten. Dann gab es da aber auch noch einen Spanier, der seit fast 2 Jahren in Glasgow lebt und sich spontan, zwei Tage vor dem Start, entschlossen hat, den Weg zu laufen. Auch mit dem ganzen Gepäck auf dem Rücken, das er sich zuvor jedoch zusammengeliehen hat. Wir setzten uns mit Ihm noch ein wenig an den Strand und hörten uns seine und er sich unsere Lebensgeschichte an. Dazu flackerte ein Lagerfeuer. Mal wieder ein schöner Ausklang eines schönen Tages. :)



Fazit:
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gelaufen: 23km
Abmarsch: ca. 09:30Uhr
Ankunft: ca. 17:30Uhr

12.04.2009 West Highland Way - Von Drymen nach Rowardennan

13.04.2009 West Highland Way - Von Rowardennan nach Inverarnan

Tag drei unseres Trips begann mit 6:30Uhr schon mal etwas früher als der Vortag. Beim Aufstehen musste man aber feststellen, dass Zelten am See bei klarem Himmel eine ganze Menge Tau mit sich bringt. Wenn man früh wieder los will eine lästige Angelegenheit. Da half auch alles Aufhängen und Ausschütteln des Außenzeltes nichts. Frühstück war wieder Haferbrei mit individuellen Beilagen wie z.B. Schokolade, Bananen, etc. Sollten wir also kollabieren, lag es ganz sicher nicht an der Ernährung. :) Das Trinkwasser des heutigen Tages spendete uns der See, welches wirklich sehr gut schmeckte und auch keine Zwanghaften Klogänge verursachte.

Kurz nach Abmarsch stand uns dann eine Entscheidung bevor. Nehmen wir die neue Route des West Highland Way, welche auf einer Hochlage ein Stück abseits des Ufers verläuft oder den alten, schwereren, aufgrund von Erosionen vielleicht auch gefährlicheren Weg direkt am Ufer, auf welchem man aber in den Spuren von Rob Roy (1671-1734) wandert, einem der letzten Anführer eines Clans der Highlands (den Macgregors). Er erlangte landesweiten Ruhm als einer der letzten Kämpfer für die Unabhängigkeit der Highland clans. Er machte sich immer wieder in die Lowlands auf um Schafe und Kühe zu stehlen oder auch Menschen zu kidnappen. Der Weg führte an einer Felsspalte vorbei, welche von Ihm als Gefängnis genutzt wurde. Kurzum, wir entschieden uns natürlich für den landschaftlichen beeindruckenderen aber weitaus anspruchsvolleren Pfad. Zu Beginn lief alles noch ganz gut, bis wir uns in Situationen fanden, wo ein paar Kletterkünste von Nöten waren. Außerdem befanden wir uns direkt am Wasser, zum Teil auf höheren Klippen. Einmal ausgerutscht wäre es gleich abwärts gegangen. Das ganze kostete durch die Rucksäcke natürlich noch einiges mehr an Kraft. Gut nur, dass es seit einem Tag nicht geregnet hat und tags zuvor die Sonne vom Himmel prallte. Es war nämlich noch immer sehr matschig, aber wenn die Steine nass gewesen wären, wäre es wirklich um einiges schwieriger gewesen. Wir überstanden aber auch diese Herausforderung bravourös, wenn auch ziemlich erschöpft.

Alter und aktueller West Highland Way vereinten sich wieder und es ging weiter über Stock und Stein am Ufer entlang. Mal hoch, mal runter. Wegtechnisch zählt diese Etappe zu den anspruchsvollsten und auf Dauer merkte man auch warum. Es kehrte schleichende Erschöpfung ein. Umso besser, dass wir schon bald unser Ziel für das Mittagessen erreichten. Ein Hotel am Wasserfall. Dort konnten wir auch unsere Zelte noch Mal zum trocknen auslegen. Zum Essen gab es Brötchen mit Salami und Käse.

Als wir uns wieder auf den Weg machten, schallte uns noch „Wo wellad Ihr denn na?“ entgegen. Ein betagter Schwabe kam uns entgegen, der wohl unsere (deutsche) Unterhaltung mitbekommen hatte. Wir, bzw. ich (musste den andern beiden im Nachhinein erst Mal erzählen, was er eigentlich gesagt hatte) erfuhren dann, dass er schon seit über 20 Jahren in Glasgow lebt und heute einen Tagesausflug mache. Schon lustig, was man immer alles für Leute trifft und vor allem wo.

Die Wanderung ging nun immer weiter am nicht enden wollenden Loch Lomond entlang. Am späten Nachmittag konnten wir den See dann aber doch noch hinter uns lassen und wir erreichten Inverarnan, mal wieder ein Ort, der aus einem Campingplatz, einem Pub und einem Steinwerk besteht. Erstmal kundschafteten wir den Campingplatz aus. Knapp 6 € pro Person nur um ein Zelt aufzustellen war uns dann doch zu viel, wo man hier ja doch überall auch kostenlos campen kann. Eine Dusche wäre so zwischendrin aber mal nicht schlecht. Wir trafen dort auch die Gruppe Schotten (Osterhasen) wieder, die auf dem Campingplatz in einem hölzernen Wig Wam (15€ p.P.) übernachteten. Nach kurzem Gespräch und unter Ermutigung der Schotten kamen wir zum Entschluss, uns einfach kurz für eine Blitzdusche ins Badezimmer zu schleichen. Rucksäcke ließen wir beim Wig Wam. Nach 5min waren wir wieder in alter Frische bereit zur weiteren Abendplanung.

Es stand ein Pubbesuch an in einem der berühmtesten Pubs Schottland (sogar weltberühmt wie man uns sagte). Dem Drover’s Inn. Mitten im Nirgendwo schon seit 1707. Selbst Rob Roy kehrte hier schon ein. Als wir uns dem Pub näherten konnte man die Beliebtheit schon an der Menge der Autos ablesen. Wir hatten wirklich Glück, noch einen Platz im Innern zu ergattern. Wir ließen den Tag dann in dieser super Atmosphäre wie es sich gehört bei Bier und Haggis (dem schottischen Nationalgericht) ausklingen. Zum Abschluss als Betthupferl noch den Whiskey der Region ausprobiert, der mir erneut schmeckte, aber auch ganz schön knallte. An den Talisker von Isle of Skye kam er aber nicht ganz ran.

Bevor es dann dunkel wurde mussten wir nochmall die Wanderschuhe enger schnüren und uns ja noch einen Platz zum Zelten suchen. Wir fanden dann eine nicht eingezäunte Grasfläche ein paar hundert Meter weiter am Rand des West Highland Way. Umzingelt von Schafen. Gerade so passten die Zelte in die von Schafausscheidungen verschonten Flächen. Und zu Ende geht ein super aber auch anstrengender dritter Tag.

Fazit:
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gelaufen: 23km
Abmarsch: ca. 08:45Uhr
Ankunft: ca. 17:30Uhr

13.04.2009 West Highland Way - Von Rowardennan nach Inverarnan

14.04.2009 West Highland Way - Von Inverarnan nach Bridge of Orchy

Tag vier begann für uns um ca. 6:15Uhr. Erste Auffälligkeit nach dem Aufstehen war eine starke Zunahme an Schafsexkrementen neben den Zelten. Wir hatten also wieder einmal Besuch in der Nacht. Frühstück war, wer hätte es gedacht, Haferbrei. Holger war so freundlich und lief noch Mal zurück zum Campingplatz um unser Trinkwasser aufzufüllen während Steffen und ich Lagerabbau betrieben. Wieder ein Stück früher als am Vortag ging es dann los. Spätestens heute spürte schon jeder die bereits zurückgelegten Kilometer in den Beinen, vor allem aber in den Füßen.

Bis zum Mittag folgte der West Highland Way eng einem Fluß mit mehreren Wasserfällen. Unterwegs kam man hin und wieder an kleinen Farmen vorbei, die hier vor allem Viehwirtschaft betreiben. So zu sehen an einer Vielzahl Kühen die den Wanderweg belagerten. Als Unterführung von einem Bahngleis diente dem Wanderweg auch ein Kuhtunnel. Kaum zu glauben, wie klein Kühe doch zu sein scheinen ;) Die ganze Gegend ist sehr Bekannt für seine spektakuläre Ansammlung von so genannten Munros (Berge, die über 3000Fuß = 914m hoch sind). Aufgrund der tiefhängenden Wolken konnten wir uns zwar von der Größe nicht wirklich überzeugen, aber in Wolken gehüllte Highlands erzeugen wieder eine ganz andere Stimmung und ist auch typisch für Schottland, da man in der Regel eben gerade diese Bedingungen hier vorfindet. Wir konnten uns schon mehr als glücklich schätzen, keinen Regen noch dazu zu haben.

Der Weg führte nach einem kurzen Mittagssnack in Form von Müsliriegel und Schokolade wieder ein Stück durch den Wald mit ein paar Anstiegen zwischendurch. Es folgten erneut Farmen und Schafsherden, bevor wir dann ein Gebiet durchwanderten, in welchem Robert the Bruce, der erste König Schottlands, 1306 eine Schlacht gegen einen Highland Clan verloren haben soll. Ein kleiner See, an dem wir auch vorbeiliefen, enthält der Legende nach noch immer sein Schwert. Nach ein paar weiteren Kilometern erreichten wir Tyndrum. Ein kleines Dorf, das einen großen industriellen Schub erhielt aufgrund der nahe gelegenen Blei Mienen. Die Spuren vom Bergbau kann man hier und da noch immer sehen. In erster Linie wollten wir hier unsere Vorräte wieder ein wenig auffüllen. Wir standen aber auch vor der Entscheidung, ob wir, wie wir uns am Morgen überlegt haben, noch weitere 13km laufen sollen bis nach Bridge of Orchy oder hier zu bleiben. Steffen machte bereits seit der Mitte des Vortages seine Hüfte ein wenig zu schaffen und der Muskel hatte am heutigen Tag bis nach Tyndrum noch weiter zu gemacht. Für Ihn waren die 13km daher leider nicht mehr zu schaffen. Wir beschlossen dann aber trotzdem, bis zur Bridge of Orchy weiterzugehen, da es die Einteilung der nächsten Etappen um einiges erleichterte. Steffen fuhr daher mit dem Bus, welcher die gleiche Route nahm wie auch der Wanderweg. Ich und Holger wanderten das letzte Stück noch durch.

Der Weg zur Bridge of Orchy wurde landschaftlich von drei großen Bergen dominiert. Der letzte der drei war mit 1074m auch der Höchste und besonders spektakulär, da er sich vom Boden fast 1000m wie an einer Linie gezogen erhebt und völlig isoliert von den anderen Bergen dasteht. Auf diesem Weg begegneten uns auch zum ersten Mal Hochlandrinder, die wie auch der Dudelsack gerne als typisch Schottische Merkmale hergenommen werden. Auf dem Weg unterhielten wir uns noch kurz mit einem älteren Schotten und seinem Sohn, welche ebenfalls den ganzen Weg wanderten. Stuttgart war auch ihm, wie den meisten, ein Begriff aufgrund des VFB. Kurz vor Bridge of Orchy dann kamen wir in den ersten (und auf der ganzen Wanderung einzigen!) Regenschauer, welcher aber nur aus ein paar Tropfen bestand. Dann hatten wir ihn abgehängt. :)

Ziemlich platt aufgrund der langen Etappe heute kamen wir dann am Hotel in Bridge of Orchy an. Zuvor haben wir ausgemacht uns im Hotelpub zu treffen. Steffen war komischer Weise aber noch nicht da, obwohl wir unterwegs seinen Bus aus der Ferne gesehen haben. Als er dann nach längerem warten immer noch nicht auftauchte, beschlossen wir, Ihn mal anzurufen. Tja und da erfuhren wir, dass er schon bis nach Fort William, dem Ende das Wanderweges, vorgefahren war. Keiner hatte ihm nämlich gesagt, dass die Überlandbusse unterwegs nur anhalten, wenn man dem Busfahrer bescheid gibt. Und da die „Ortsdurchfahrt“ von Bridge of Orchy nur aus zwei bis drei Häuser besteht, kann man das wenn man sich eh nicht auskennt schon mal verfehlen. Jedenfalls hieß es dann weiter warten, bis er mit dem nächsten Bus wieder zurückkommt. Wir vertrösteten uns erst mit einem Bier, bevor wir dann einen Zeltplatz suchten, was dieses Mal gar nicht so schwer war. Hatten gleich in der Nähe eine gute Stelle gefunden. Nachdem die Zelte aufgebaut waren dauerte es auch nicht mehr lange und Steffen machte unsere Mannschaft wieder komplett. Die volle Geschichte im Detail haben wir uns dann wieder in der Bar angehört, bei einem, für Holger und mich, zweiten Bier und Abendessen.

Fazit:
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gelaufen: 34km
Abmarsch: ca. 08:30Uhr
Ankunft: ca. 17:15Uhr

14.04.2009 West Highland Way - Von Inverarnan nach Bridge of Orchy

15.04.2009 West Highland Way - Von Bridge of Orchy nach Lairigmor

Tag fünf begann mit einem herrlichen Sonnenaufgang direkt vor unserem Zelteingang hinter den Bergen. Da steht man natürlich schon mal gerne auf. :) Nach dem Frühstück, Haferbrei wie immer, ging Steffen dann Abwaschen und Trinkwasser holen. Als er wieder zurückkam sah sein Gang schon nicht mehr so gut aus und als er dann meinte, dass es mit seinem Fuß nicht gut ausschaut sondern sich die Schmerzen beim Laufen sogar noch verschlimmerten war erstmal Ratlosigkeit angesagt. Alles hin und her überlegen half nichts, denn da wir bis zu diesem Punkt gerade mal knapp über die Hälfte der Tour hinter uns hatten, war auf die Zähne zu beißen und durchzuziehen (mit Ben Nevis!) wohl doch sehr optimistisch. Vor allem, wenn es noch schmerzhafter werden würde. So entschied sich Steffen schweren Herzens, an diesem Punkt das Handtuch zu werfen und komplett auszusteigen. Würde er versuchen wollen weiter zu wandern, hätten ich und Holger ihn natürlich unterstützt und geholfen. Aber es ist natürlich auch wahr, dass bei starken Schmerzen selbst die schönste Landschaft nicht mehr viel Wert ist, da man nur noch mit sich selber beschäftigt ist. Es folgte daher ein trauriger Abschiedsmoment und Holger und ich machten uns alleine Auf den Weg mit den letzten Worten: „Morgen Abend sehen wir uns wieder!“ :)

Was als verrückte Idee begann, beschlossen wir einfach mal in Angriff zu nehmen. Die eigenen Grenzen sozusagen voll auszutesten und das Ding in zwei Tagen abzuschließen. Wenn es natürlich nicht klappt, wäre auch nicht so schlimm, aber ein Versuch war es wert. Noch dazu hatten wir heute wieder traumhaftes Wetter, also gleich doppelten Grund einfach so lange zu laufen wie uns die Füße tragen. Die Etappe begann dann gleich mal mit einem starken Anstieg bis auf halber Höhe eines Gipfels. Von dort oben hatten wir einen wahnsinnigen Blick auf die vor uns liegenden Bergketten, die größtenteils noch schneebedeckte Gipfel aufwiesen! Das hätte ich echt nicht gedacht.

Es ging wieder bergab und der West Highland Way begab sich auf die alten Hauptverkehrsstraße, welche 1303 durch die Highlands gezogen wurde. Die willkürlich platzierten, spitzen Steine auf dem Weg waren auf Dauer wirklich eine Qual für die Füße, sodass wir bei jeder Gelegenheit auf die Wiese auswichen. Man kam wirklich ins Grübeln, wie das die Pferde damals durchgestanden haben. Die atemberaubende Landschaft mit mehreren Schneebedeckten Bergen um uns herum entschädigte aber alle Schmerzen und Blessuren. Wir hatten auch wirklich ein ziemlich gutes Tempo drauf. Uns viel es auch beiden leichter in einem flotteren Takt zu laufen. Spätestens hier haben wir endgültig alle Leute die wir vorher immer wieder mal getroffen haben, z.B. die Osterhasengruppe, hinter uns gelassen. Bei Tageskilometer 21 und um 14:00Uhr hielten wir dann eine etwas längere Mittagspause. Es gab Brot mit Wurst und Honig. Sehr lecker!

Da ja aber bekanntlich rostet wer rastet beschlossen wir auch schon bald darauf wieder weiter zu ziehen. Ein beeindruckender Berg jagte den nächsten und wir näherten uns den Devil’s staircases, einem serpentinenartigen Anstieg der zu den steilsten der ganzen Wanderung zählt und oben auf einer Bergkette endet, die den höchsten Punkt des West Highland Ways markiert, sofern man die Besteigung des Ben Nevis nicht mit einplant. Einem langen Aufstieg folgte ein noch längerer und nicht enden wollender Abstieg zum am Loch Leven gelegenen Ort Kinlochleven. Einer der größten Orte auf unserer ganzen Route. Dort angekommen wollten wir uns vielleicht irgendwo mit ein paar Sandwiches versorgen, um gleich wieder durchstarten zu können. Statt einem Laden entdeckten wir aber eine Fish & Chips Imbissbude und so tankten wir einfach noch ein wenig britische Esskultur. Kalorienhaltig und gut wie immer. Man spürte nun auch zum ersten Mal die Füße, aber da es noch immer ein so schöner Tag war, beschlossen wir noch mal alles zu geben und ein Stück weiter zu laufen. Auf der Karte haben wir zuvor ein auf 300 Meter gelegenes Tal zwischen Berggipfeln als Schlafplatz ausgewählt. Dort gab es eine alte Hausruine. Da wollten wir hin.

Aber erstmal musste von Höhenmeter 0 das Tal erreicht werden. Es galt also wieder ein ganzes Stück bergauf zu laufen. Ab der Hälfte spürte ich auf einmal einen Piecks in der Ferse, was wohl auf die große Belastung des Tages zurückzuführen war. Also Zähne zusammenbeißen und weiter geht’s. Oben angekommen hatten wir wieder einen grandiosen Blick auf den See im Tal und die umliegenden Berge mit der schon leicht rötlich am Himmel stehenden Sonne. Der Blick in das obere Tal, durch das wir weiterliefen und welches Lairigmor genannt wird, war wirklich unbeschreiblich. Trotz starker Ermüdungserscheinungen war es ein Genuss, hier noch ein paar Kilometer zu wandern. Ein paar Schafe leisteten uns am Wegesrand immer wieder Gesellschaft, bis endlich in der Ferne die Ruine auftauchte. Wurde aber auch Zeit. Sehr viel länger hätten wir wirklich nicht mehr durchgehalten. Wir waren jetzt mitten im Nirgendwo. Holger wollte noch zu Hause anrufen und jemanden zum Geburtstag gratulieren, aber wo man auch hinlief war kein Empfang.

So bauten wir einfach schnell das Zelt auf, da die Sonne immer schneller hinter den Gipfeln verschwand. Als wir unser Abendessen, Nudeln aus der Packung, zu kochen begannen, war es schon fast Nacht. Der stark auffrischende Wind stellte zusätzlich noch ein Problem für den ganzen Kochprozess dar. Aber irgendwie wurde das Essen dann schon warm. Völlig platt vielen wir dann in unsere Schlafsäcke. War echt ein geiler Tag! Schade nur, dass Steffen nicht dabei sein konnte.

Fazit:
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gelaufen: 42km
Abmarsch: ca. 08:30Uhr
Ankunft: ca. 19:30Uhr

15.04.2009 West Highland Way - Von Bridge of Orchy nach Lairigmor

16.04.2009 West Highland Way - Lairigmor nach Fort William mit Ben Nevis

Um 6Uhr wachten wir am sechsten Tag mittlerweile schon ganz ohne Wecker auf. Wir hatten wirklich eine stürmische Nacht. Manchmal dachte man echt, jetzt fliegt jeden Moment das Zelt davon. Umso überraschter war ich als ich gesehen habe, dass das Zelt noch da stand wie eine eins! Sturmtest also bestanden! Das heutige Frühstück bot mal etwas Abwechslung. Es gab Kartoffelbrei, natürlich ebenfalls aus der Packung, mit Röstzwiebeln. Hat ganz schön gestopft, also das perfekte Frühstück. Wir schafften dieses Mal auch unsere früheste Startzeit mit 7:30Uhr.

Los ging es nach wie vor in Lairigmor und wir konnten dieses schöne Tal bei der aufgehenden Sonne noch ein ganzes Stück weit genießen, bis zum ersten mal der Gipfel des Ben Nevis vor uns auftauchte. Wow, schon ein mächtiges Stück Erde, aber wir schaffen das schon. Auch wenn man den ganzen Tag über die Füße wirklich zu spüren bekam. Der Weg ging nach dem Tal in ein Waldgebiet über, wo wir zwei Anstiege sozusagen schon einmal als Training für den bevorstehenden Gipfel bezwingen mussten.

Kurz vor Ben Nevis ging es dann, wie nicht anders zu erwarten, ein ganzes Stück wieder nach unten. Wirklich sehr motivierend das ganze. :) Am Fuße von Großbritanniens höchstem Berg stoppten wir dann an der Jugendherberge zur letzten Henkersmahlzeit. Motto: Reste vernichten. Es ist schon erstaunlich, was man alles mit Honig essen kann oder wie vielseitig Salatdressing schmecken kann. :) Danach ließen wir unsere großen Rucksäcke in der Jugendherberge um ohne Gepäck, nur mit Schokolade, Müsliriegel und Wasserflasche bewaffnet, den Ben Nevis (1343m) zu erklimmen. Eine weise Entscheidung, wie sich schon kurz nach dem Start herausstellte!

Die ersten paar hundert Meter verliefen ohne Probleme. Der Pfad war gut befestigt, so dass wir fix vorankamen. Wir fuhren sozusagen ständig auf der Überholspur. Bei 600m hatten wir einen direkt an den Ben Nevis angrenzenden anderen Berg erklommen. Hier hörte dann auch der gut befestigte Pfad auf. Es ging in Serpentinen weiter nach oben auf Wegen die von Geröll übersät waren. Erste Schneedecken ragten in die Spur und wir kamen immer langsamer voran. Man spürte nun deutlich, dass man bereits 140km in den Knochen hatte. Der Gipfel (zumindest der, den wir als Gipfel angenommen hatten) rückte nur langsam näher. Besonders ab dem Punkt, wo sich der Weg komplett im Schnee verlor und man bei jedem Schritt 20-30cm im festen Schnee versank. Das ist auf Dauer wirklich ziemlich ermüdend. Aber wir kämpften uns natürlich weiter durch. Wir hatten fast den von uns angenommenen Gipfel erreicht, da sahen wir, dass es dahinter noch ein ganz schönes Stück weiter ging. Mit natürlich noch mehr Schnee. Hilft ja nix, muss man eben noch weiter laufen. Nach einer weiteren halben Stunde ermüdenden Schneestampfens erreichten wir den Gipfel. Das Dach der Insel. Überglücklich und ziemlich fertig. Die Aussicht war natürlich unglaublich. Die Wolkendecke befand sich nur wenige Meter über uns. So etwas hab ich noch nie gesehen. Kann man gar nicht beschreiben. Schaut euch daher am besten einfach die Bilder an.

Umso quälender der Aufstieg durch den Schnee ist, desto schneller und einfacher geht der Abstieg in diesem Bedingungen. War ein Heidenspaß auf dem Schnee hinunter zu gleiten und ratz Fatz hatte uns der Geröllweg wieder. Dies war nun, vor allem für mich, der schmerzhafteste Teil der ganzen Wanderung. Der Abstieg. Mein linkes Knie litt an Ermüdungserscheinungen, was beim Aufstieg oder beim Geradeauslaufen jedoch überhaupt kein Problem darstellte. Nur die komischen Belastungen beim Abstieg, da man ja jeden Schritt mit den Beinen bzw. vor allem mit den Knien abfängt, setzten mir auf Dauer ziemlich zu. Es zog sich daher ewig, bis wir wieder unten an der Jugendherberge angekommen waren. Aber wir haben es beide heil geschafft und es hat sich mehr als gelohnt, diesen Abstecher noch mitzunehmen. War echt der Wahnsinn!

Nach einer kurzen Verschnaufpause und lecker Eis hieß es dann aber noch die letzten 3,5km des West Highland Ways bis nach Fort William zu bewältigen. Das schafften wir dann natürlich auch noch lässig und konnten uns so voller Stolz vor dem abschließenden Schild der Kamera präsentieren. Zur Feier ging es dann erstmal in ein Pub im Stadtzentrum auf ein Bier und gehackten Rindfleisch. Ein weiteres echt britisches bzw. schottisches Gericht.

Um 19:10Uhr befanden wir uns dann überglücklich im Bus nach Glasgow. Unterwegs konnten wir noch ein paar schöne Eindrücke der Highlands bei Sonnenuntergang mitnehmen. Nach 3 Stunden kamen wir in Glasgow an. Es galt wieder dieselbe Prozedur zu bewältigen wie bei der Anfahrt. Erstmal wieder quer durch die Stadt zum Hauptbahnhof laufen um den Zug nach Paisley zu schnappen, wo wir dann um 23:00Uhr ankamen. Es fuhr natürlich längst kein Bus mehr zum Wohnheim. Also Frage: Taxi oder laufen? Hm, jetzt sind wir schon so weit gelaufen, dann schaffen wir das auch noch! Also noch mal 4km oben drauf gelegt und zum Wohnheim gelaufen, wo wir den sehr verdutzten Steffen antrafen, der nun wirklich nicht mit uns gerechnet hatte.

War mal wieder ein grandioser Tag, genau wie die ganze Wanderung. Wirklich schade, dass es Steffen nicht auch geschafft hat. Das ist natürlich echt ein Makel. Aber wir hatten trotzdem wieder jede Menge Spaß zusammen und es war unglaublich erholsam, mal 6 Tage weg vom Bildschirm zu kommen und Natur pur zu genießen. Würde das ganze jederzeit wieder machen!

Fazit:
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gelaufen: 38km (17km davon Ben Nevis)
Abmarsch: ca. 07:30Uhr
Ankunft: ca. 23:45Uhr

gelaufen (gesamt): 181km in 6 Tagen

16.04.2009 West Highland Way - Lairigmor nach Fort William mit Ben Nevis