Gleich nach dem loslaufen, gegen 9:30Uhr, trafen wir dann wieder auf eine Gruppe von Schotten die uns tags zuvor am Ende schon begegnet waren. Die Frauen hatten alle Hasenohren auf. Es war ja schließlich Ostersonntag. Auch sie wollten den ganzen West Highland Way laufen. Allerdings ohne Ben Nevis, den wir ja als Finale schon fest eingeplant haben. Alle waren echt super freundlich und wir haben uns über ein ganzes Stück hinweg unterhalten. War wirklich sehr interessant und wir haben mal wieder einiges über Land und Leute erfahren können. Und unser Schottisch konnten wir ebenfalls trainieren, zumindest das zuhören. :)
Nachdem wir ein ganzes Stück durch den Wald liefen, tauchte zu unserer Linken der Anfang von Loch Lomond auf, dem größten und nach Loch Ness auch bekanntesten See Schottlands, welcher unseren Weg für zwei geschlagene Tage begleiten sollte. Gleich darauf kam auch schon der erste Bergtest. Es galt den 360m hohen Conic Hill zu erklimmen. Sonne und Gepäck machten den Aufstieg natürlich noch ein Stück anstrengender, aber oben erwartete uns eine grandiose Aussichte über Loch Lomond und die umliegenden Berge/Hügel. Leider ereilten Steffen beim Aufstieg wieder Kopfschmerzen, mit denen er sich schon seit zwei Wochen rumschlug. Er wollte eigentlich nicht die Kopfwehtabletten nehmen, die er dagegen erhalten hatte, aber der Schmerz ging einfach nicht weg und so blieb ihm nichts anderes übrig. Gegen Nachmittag verschwand der Schmerz auch Gott sei Dank wieder und er konnte erneut mit klarem Kopf die Wanderung genießen.
Es folgte der Abstieg und Mittagspause am Ufer von Loch Lomond bei Brot, Käse, Obst und Kekse. Das Wetter zeigte sich währenddessen von seiner besten Seite, sodass man sogar in kurzen Hosen weiterlaufen konnte! Dementsprechend trafen wir beim weiterwandern viele Schotten, die einen Sonntagsausflug zum Loch Lomond unternommen hatten. Der Weg ging nun größtenteils am Ufer entlang. Manchmal auch am Strand wo uns permanent Grillgeruch in die Nase stieg. Was für eine Qual! Wir hatten aber natürlich auch traumhafte Aussichten, da Loch Lomond quasi von Bergen umgeben ist. Das bekamen wir bei zwei Ansteigen auch heftig zu spüren. Aber es macht auch wahnsinnigen Spaß, sich immer wieder hochzuschleppen.
Gegen 17:30 erreichten wir dann Rowardennan. Ein Ort, der aus einer Jugendherberge und einem Hotel besteht, direkt am Fuße von Ben Lomond, dem höchsten Berg am Loch Lomond. Wir beschlossen aber einen Abstecher zum Gipfel auszulassen und uns erstmal um unsere eigentliche Tour zu kümmern. Ein paar hundert Meter weiter fanden wir dann eine größere Wiese direkt am See, die perfekt war zum Übernachten. Dort beschlossen wir dann auch zu bleiben. Die Sonne bescherte uns noch ein paar laue Abendstunden, aber dafür eine umso kältere Nacht. Das heutige Abendmenü sah Nudeln mit Käsesoße und Nudeln mit Huhn und Pilzsoße vor. Lecker! Auf derselben Wiese zelteten in dieser Nacht auch noch zwei Mädels, zu denen wir aber außer Hallo und Tschüss keinen weiteren Kontakt hatten. Dann gab es da aber auch noch einen Spanier, der seit fast 2 Jahren in Glasgow lebt und sich spontan, zwei Tage vor dem Start, entschlossen hat, den Weg zu laufen. Auch mit dem ganzen Gepäck auf dem Rücken, das er sich zuvor jedoch zusammengeliehen hat. Wir setzten uns mit Ihm noch ein wenig an den Strand und hörten uns seine und er sich unsere Lebensgeschichte an. Dazu flackerte ein Lagerfeuer. Mal wieder ein schöner Ausklang eines schönen Tages. :)
Fazit:
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gelaufen: 23km
Abmarsch: ca. 09:30Uhr
Ankunft: ca. 17:30Uhr
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| 12.04.2009 West Highland Way - Von Drymen nach Rowardennan |






