Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Freitag, 27. März 2009

Ausflug zur Isle of Skye: Tag 1 - Anfahrt mit Zwischenstopps

Hallöchen mal wieder Ihr alle!

Ich bin wieder heil zurückgekehrt von unserem Wochenendausflug mit meinen Mitstreitern Steffen und Holger. Jedoch verlief alles ein wenig anders, als wir es zuerst geplant haben.

Tags zuvor haben wir uns zusammengesetzt um zu überlegen, wo es im Süd-Osten Schottlands denn überall hingehen soll. Dabei stellten wir aber fest, dass uns außer diesem Wochenende nur noch ein weiteres bleibt, an dem wir alle drei Zeit haben, um einen Ausflug zu machen. Also beschlossen wir kurzerhand, doch nicht in den Süden zu fahren, da wir ja schon einen großen Teil davon gesehen haben, sondern die Devise lautete: „Auf nach Norden!“. Nur, wo hin? Am Wochenende ist die Zeit schließlich äußerst begrenzt. Nach anstrengenden Überlegungen viel die Wahl schließlich auf die 300km entfernte Insel Skye, welche zu der Inselgruppe der westlichen Hebriden gehört und da sie als einzige durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist auch am besten von allen per Auto zu erreichen. Skye ist übrigens nach Aussage des Reiseführers auf Rang drei der meistbesuchten Ziele Schottlands. Wir waren also dementsprechend gespannt.

Am Freitagnachmittag ging es dann los. Abfahrt war auf 14:00Uhr angesetzt. Bis jeder fertig war, vollgetankt und Proviant gekauft, war aber auch schon wieder 16:00Uhr. Was dieses Mal jedoch nicht so schlimm war, da an diesem Tag hauptsächlich die Anreise auf dem Programm stand. Unterwegs auf Schottlands Straßen lag es dann an den beiden Copiloten Steffen und meiner einer sich in den Reiseführern auf die Suche eines interessanten Zwischenziels zu machen. Die Wahl viel auf Loch Awe, den größten See Schottlands und die sich auf einer kleinen Insel befindende Burg Kilchurn. Ein kleiner aber feiner Umweg. Aufgrund der Abenddämmerung bot uns dort ein schöner, mystischer Anblick.

Dann ging es weiter gen Norden, so lange es noch etwas hell war hielten wir immer mal wieder hier und da an, um nicht an der ganzen schönen Landschaft vorbei zu rasen. Um 23:30 erreichten wir schließlich überglücklich die Insel Skye. Es dauerte übrigens so lange, da es nördlich von Glasgow keine Autobahnen mehr gibt und abseits der Hauptstraßen (auf der Insel sowieso) ist man dann auf einspurigen Straßen mit Ausweichzonen unterwegs. Es galt zuerst Ausschau zu halten nach einem günstigen Schlafplatz am Wegesrand, den es hieß wieder Carsten -> Zelt, Holger und Steffen -> Auto. Dieses Mal hatte ich auch Luma und dicke Wollsocken, schönen Dank auch noch an Theresia!, dabei. :) Nach etwas Rumgesuche entdeckten wir schließlich eine größere Fläche, auf der wir Auto und Zelt unterbringen konnten. Das war also schon einmal geritzt. Wir beschlossen dann nach Portree zu fahren, den größten Ort auf Skye. Dort fanden wir schließlich noch ein offenes Pub (in Großbritannien machen die Pubs nicht selten vor 0:00Uhr zu) in dem wir uns von der Fahrt erholen und den Tag ausklingen lassen konnten. Als wir hereinkamen waren natürlich alle andern in der Bar schon bestens am Start und es dauerte ganze 5 Minuten, bis wir in das erste Gespräch verwickelt waren. Ein etwas betrunkener, nicht immer leicht verständlicher Schotte suchte unsere Gesellschaft. Wir haben uns echt nett unterhalten, da bemerkte Steffen auf einmal, dass sein Bier fehlte. Unser neuer schottischer Freund versuchte sofort, die Sache mit dem Barmann zu klären, da fand sich am Nachbartisch der Übeltäter, welcher das Bier gemopst hatte. Nach einem „Was, ist das dein Bier?“ (Er hatte übrigens gar keins und ist kurz nach uns in die Bar gekommen) zeigte er sich Gott sei Dank schnell einsichtig und nicht aggressiv. Sein Zahnloser Kollege stieß auch noch dazu um sich ebenfalls für ihn zu entschuldigen, erzählte nen Witz, den keiner Verstand und dann gab besagter Übeltäter Steffen ein neues Bier aus. Währenddessen stellte sich auch heraus, warum er das Bier geklaut hat. Er hat schlichtweg keines mehr bekommen. In den nächsten Minuten landete dann auf wundersame Weise Bierschaum auf Steffens Pulli, worauf noch eine Runde Whiskey für uns drei raussprang. Und nun kommts, der Whiskey war der Wahnsinn! Echt super lecker! Er wird auf der Insel von der lokalen Destille hergestellt und schmeckt wie Rauchfleisch, aber ist sehr sanft beim trinken, sprich, das oft übliche brennen im Hals blieb komplett aus. Und ich kann nun mit Stolz behaupten: „Ich mag schottischen Whiskey!“ :) Die Destille hat leider nur von Montag bis Freitag geöffnet, sonst hätten wir da auf jeden Fall noch vorbeigeschnuppert. Tja, man kann eben nicht alles haben.

Nachdem die letzte Runde eingeläutet wurde und wir ausgetrunken hatten, machten wir uns dann auch wieder auf den Rückweg Richtung Zelt-/Schlafplatz. Was für ein gelungener Start ins Wochenende. :)

20.03.09 Ausflug zur Isle of Skye Tag1 - Kilchurn Castle und Anreise

Ausflug zur Isle of Skye: Tag 2 - Der Norden von Skye (Trotternish, Waternish und Dunvegan Head)

So, willkommen bei Tag 2 der Isle of Skye Tour des Lachsacktrios. :) Der Tag begann für mich mit Regentropfen, die mich im Zelt aus meinem Schlummer wach trommelten. Ansonsten habe ich die Nacht jedoch sehr, sehr gut geschlafen. Nicht zuletzt dadurch, dass ich dieses Mal die Grundausrüstung dabei hatte. :) Holger, unser Fahrer, der gesundheitlich auch noch ein wenig angeschlagen mit uns auf Tour kam, hatte wohl die schlechteste Nacht. Nachdem alles gepackt war und es nur noch das Zelt abzubauen und einzuladen galt, hatte der Regen noch immer nicht gestoppt. Es blieb uns also nichts anderes übrig als, ein „leicht“ feuchtes Zelt mitzunehmen. Wir konnten es später jedoch zum trocknen auslegen, also alles halb so schlimm.

Nachdem die morgendlichen Pflichten erfüllt waren hieß es erstmal wieder zurück nach Portree, um sich dort bei einem britischen Frühstück und britischem Tee für den anstehenden Tag zu stärken. Wir sind dort in ein total nettes Cafe eingekehrt und die traditionell im Frühstück enthaltene, gebratene Blutwurst war wirklich die Beste, die ich hier in Schottland bisher probiert habe.

Der heutige Plan war dann den nördlichen Teil der Insel Skye zu erkunden, was sich auf die Halbinseln Trotternish, Waternish und Dunvegan Head bezog. Erfreulicher Weise beschloss auch Petrus uns den Tag mit einer Aufklarung des Wetters zu versüßen. Unser erstes Fernziel war der „Man of Storr“. Ein 50 Meter hoher, aus vulkanischem Gestein bestehender und allein stehender Felsen, der einem Hinkelstein ähnelt. Über die Jahrtausende wurde er durch immer wiederkehrende Eiszeiten aus dem Gestein gefeilt. Zwischendrin hieß es allerdings immer wieder anhalten um die wunderschöne Landschaft zu genießen, was übrigens mal wieder für den kompletten Trip galt! Am Parkplatz nahe des „Man of Storr“ angekommen, musste dann wieder jeder zeigen, was für ein Rheinhold Messner in einem Steckt. Es war eine Wanderung, die man wohl als moderat bezeichnen würde mit einem stärkeren Anstieg am Ende. Aber die Aussicht von dort und die Natur, durch die wir wanderten, waren echt mal wieder der Hammer! Der Abstieg wurde dann durch diverse Bergab-Rennen ein wenig beschleunigt. Zum Ausgang sag ich nur so viel: für Holger und Steffen bin ich jetzt nur noch „die Ziege“… :)

Anschließend ging es durch von Schafe gesäumte Landschaften und Straßen an den hohen, senkrecht ins Meer stürzenden Klippen von Skye entlang weiter Richtung Norden. Jedes weitere Wort wäre an dieser Stelle wohl echt zu viel und ich verweise mit Freude auf die folgenden Bilder.

Am nördlichsten Punkt angekommen ging es an der anderen Küste wieder nach gen Süd-Westen, um dort später schließlich weiter Nord-Westwerts zu kommen. Unterwegs besichtigten wir noch den alten, historischen Friedhof des Ortes Kilmuir wo sich das Grab der Flora MacDonald befindet, eine schottische Nationalheldin. Sie rettete einst den schottischen Thronfolger, den Stuart Prinzen Charles, welcher sich auf Skye von englischen Truppen eingeschlossen befand. Ein großes, keltisches Kreuz markiert dort ihre letzte Ruhestätte, welches jedoch bereits erneuert werden musste, da so mancher Touri wohl unbedingt ein Andenken von davon haben musste.

Unser nächstes, großes Fernziel war dann Dunvegan Castle, ein Schloss, das sich als einziges in Schottland rühmen kann, seit nunmehr über 700 Jahren im Besitz derselben Familie, den MacLeod, zu sein. Das Schloss machte auch den Anschein als wäre es noch bewohnt. Die 4 Pfund Eintritt (etwas mehr als 4€ momentan) haben wir allerdings nicht gelöhnt, da viel Inventar ohnehin über die Jahre verkauft werden musste, weil die Familie einige Male vor dem Ruin stand.

Unsere Reise führte weiter nach Westen zur Halbinsel Head of Dunvegan. Dort befand sich früher eine über Schottland hinaus bekannte Dudelsackschule, welche heute ein Museum ist. Wir beschlossen allerdings draußen zu bleiben und gleich weiter Richtung Westküste zu fahren. Dort fanden wir einen Leuchtturm, umgeben von sagenhafter Landschaft, vielen Schafen und faszinierenden Klippen.

Leicht K.O., aber überglücklich und mit Bauchschmerzen von einem erneuten Tag voller Gelächter kehrten wir zurück nach Portree, wo sich die einzigen Hostels/Gästehäuser auf Skye befinden. Aufgrund Holgers anhaltenden Husten war es wohl besser, heute mal ein Dach über dem Kopf mit einem richtigen Bett aufzusuchen. Das Hostel war auch wirklich super, sehr neu und sauber. Lediglich die Tatsache, dass es nur zwei Duschen und Toiletten für das ganze Haus gab, stellte sich tags darauf als kleines Problem heraus. Im Supermarkt besorgten wir dann noch Zutaten fürs Abendessen (Spaghetti Napoli mit einer Knolle Knoblauch :) ) und ne Pulle Wein, welches wir dann in der Küche des Hostels zubereiteten. Danach ließen wir den Abend noch gemütlich ausklingen und gingen relativ zeitig ins Bett, da wir am nächsten Tag schließlich noch viel vor uns hatten. Genächtigt haben wir übrigens alleine in einem 8er Schlafsaal. Es waren jedoch auch noch andere Gäste hier.

21.03.09 Ausflug zur Isle of Skye Tag 2 - Der nördliche Teil von Skye

Ausflug zur Isle of Skye: Tag 3 - Der Süden von Skye, die Cullins und die Heimfahrt

Nach einer extrem guten Nacht brach Tag 3 heran. Holger war leider noch immer erkältet. Da hatte das ganze Wick Vapurup, welches Steffen so schön sogar auf seinem Rücken aufgetragen hat, wohl auch nix dran ändern können. :) Auf ein Hallo-Wach-Dusche musste erstmal das Frühstück zu – bzw. vorbereitet werden. Da wir aber mal wieder zu viel Proviant mitgenommen haben, kam so ein Frühstück gerade recht. Es gab, man kann fast schon sagen wie immer, Sandwichbrot mit Salat, Käse und oder Schinken. Dazu noch Salatdressing als Soße. Leeeeecker!

Am heutigen Tag war dann der südliche Teil der Insel an der Reihe. Allen voran eines der Highlights auf Skye, die Cullins. Die Cullins sind eine Bergkette, welche auch als die Alpen Großbritanniens bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass die meisten Gipfel und Hänge nur mit Kletterausrüstung erklommen werden können. Das Gestein ist, wie schon beim „Man of Storr“, schwarz-graues Vulkangestein. Unser Vorhaben war eine Wanderung des Schwierigkeitsgrades Schwer, welche bis auf die Spitze des höchsten Gipfels der Bergkette führt. Erstaunlicher Weise aber einer der einzigen Berge, deren Besteigung überhaupt als Wanderung bezeichnet werden kann. Das Wetter war uns an diesem Tag jedoch nicht so hold wie tags zuvor, sodass wir die als schroff beschriebenen Gebirgsspitzen leider pausenlos in dunklen Wolken versunken waren, was jedoch wie ich finde ich ein super Bild darbot. Wir beschlossen trotz aufziehender Schlechtwetterfront und vermutlich keiner Sicht loszuwandern, da es bei ca. ¾ der Strecke einen Gebirgssee als Zwischenziel gab. Ab ungefähr der Hälfte wurde dann auch klar, warum der Weg als schwer beschrieben wurde. Wiesen und Pfade verschwanden und wurden durch bloßes Gestein ersetzt. Bergauf war dies auch überhaupt kein Problem, lediglich beim Bergab standen wir vor ein, zwei größeren Herausforderrungen. Aber gerade deshalb war die Wanderung auch super klasse! Denn genau deshalb hatten wir uns ja einen schweren Weg herausgesucht.

Oben am Gebirgssee angekommen machte es dann aber keinen Sinn, weiter zu gehen, da wir nun bereits tief in die Wolken vorgedrungen waren. Der weitere Weg wartete wohl mit noch mehr Herausforderrungen auf, außerdem hatte es sich mittlerweile richtig eingeregnet und wir wollten dann auch nicht riskieren, dass Holger am nächsten Tag völlig flach liegt. Also vielen wir den Beschluss umzukehren. Nach einer Gesamtwanderzeit (Auf – und Abstieg) von 3 Stunden kamen wir dann wieder unten am Auto an und machten erstmal ne Brotzeit. Die Wanderung war aber wie gesagt echt der Wahnsinn. Nur schade, dass man nicht ein wenig mehr gesehen hatte. Bei dieser Tour habe ich aber zumindest bemerkt, dass meine nun doch schon in die Jahre gekommene Regen – und Windjacke Dauerregen nicht mehr mit macht. :)

Anschließend ging es weiter gen Süden. Vorbei an den Ausläufern der Cullins und am größten Berg auf Skye, den Glamaig. Dieser schaut aus, als hätte jemand einfach ne riesige Ladung Sand oder Kies fallen lassen. Wie ein perfekter Kegel eben. Das freut den angehenden Mathematiker selbstverständlich. :)

Später kehrten wir dann noch in ein Pub ein, um uns mit Kaffee wieder ein wenig aufzuputschen. War sogar richtig was los, da Sonntagnachmittag natürlich Fußballzeit ist. Die heiligste Zeit in ganz GB schätze ich. :)

Anschließend machten wir uns überglücklich und voller neuer Eindrücke wieder auf den Heimweg in das 300km entfernte Paisley. War echt mal wieder ein genialer, super lustiger und entspannter Wochenendausflug. Und jetzt, viel Spaß bei den Bildern! Macht’s wie immer gut und bis bald!

22.03.09 Ausflug zur Isle of Skye Tag 3 - Die Cullins im Süden und die Heimreise

Donnerstag, 19. März 2009

Geburtstagsfeier und ein Überraschungsgast...

Hallo alle mittanand!

So, lang lang ists her, aber hier wuchte ich mal wieder ein paar Sachen ins Netz rein. Es hat sich die letzten Tage auch echt viel getan. Am Mittwoch letzter Woche bekam ich nämlich völlig überraschend Besuch aus Deutschland. Und zwar von der Tanja! Ich war echt absolut baff und mir hat’s für ca. 2 Stunden regelrecht die Sprache verschlagen. Erst am Abend habe ich so langsam realisiert, dass Sie wirklich da ist. An Diplomarbeit war die nächsten Tage natürlich nicht mehr zu denken, was nach Rücksprache mit meinem Betreuer auch kein Problem war und so musste schnell ein Alternativprogramm aufgestellt werden. In den nächsten Einträgen könnt ihr ein wenig Nachverfolgen, was wir so unternommen haben und natürlich sind auch wieder ein paar Bildchen mit von der Partie. Aber fangen wir erstmal ganz vorne an:

Ich habe ja nämlich noch gar nicht von meinem Geburtstag berichtet. Es war wirklich ein netter Abend, als wir reingefeiert haben mit wahnsinnig vielen Leuten. Viele haben sich an die Abmachung, selbst etwas zu trinken mitzubringen gehalten, viele aber auch nicht. Irgendwie hat dann aber doch alles gereicht. Um 12 gab’s dann nen Schokokuchen mit einem Löwen darauf als kleine Anspielung auf die noch kommende Zeit in Afrika. Außerdem habe ich von den beiden Holländerinnen noch einen Schal aus 100% schottischer Schafswolle erhalten. Um 6 Uhr morgens war dann allmählich Schluss und ich hab am Sonntag mehr oder weniger ausgeschlafen. Einer musste die Sauerei schließlich wieder wegmachen. :)

Drei Tage später war es dann soweit. Tanja kam zu Besuch. Ganz allein hat sie sich bis nach Paisley durchgekämpft und mich in der Fußgängerzone abgepasst. Ich war sooooooo baff! Und bin’s auch jetzt noch wenn ich wieder dran denke. Sind dann erstmal in ein Pub zum Essen und ich hab erstmal einen Most gebraucht, um etwas runterzukommen. Tanja hat ihr erstes Bier auf Britischem Boden ausgetestet. Abends haben wir dann noch ein paar Leute im Wohnheim besucht und bei den Holländern zu Abend gegessen. Zuvor haben wir uns noch überlegt, was wir morgen machen wollen und sind dann auch recht zeitig ins Bett geplumpst.

Vor lauter Aufregung gibt es auch wenige Bilder von diesem Tag. Nicht einmal an meinem Geburtstag habe ich Bilder gemacht. Ich hatte es schlichtweg vergessen. Konnte bisher auch von niemand anders Bilder auftreiben, werde die aber nachreichen sobald ich mal welche habe. Dafür sind noch ein paar Bilder von nem Pokerabend dabei, welcher ein Tag nach meinem Geburtstag war und bei dem ich sage und schreibe 3 Pfund gewonnen habe! Und das beim ersten mal Pokern um Geld. :)

09.03.09 Poker & 11.03.09 Ankunft von Tanja

Besuch von Tanja - Tag 1: Largs

Am ersten Tag ging es schon früh um 8 ab nach Largs. Dort haben wir dann auch ein Mal übernachtet, um dem Trubel hier im Wohnheim ein wenig zu entkommen. Largs ist ein nettes kleines Städtchen an der Küste und befindet sich ca. 30km Luftlinie westlich von Paisley. Man kann dort sogar per Bus hinfahren, was dann auch unser Fortbewegungsmittel war. Die Fahrt war, bis auf die alten, klapprigen Busse hier, auch sehr schön, da man durch typisch schottische Landschaften fährt (klingt irgendwie auch logisch wenn man in Schottland ist… ;) ). Largs ist übrigens auch der Ort, an dem als letztes noch Wikinger in Schottland lebten, bis Sie in der Schlacht von Largs vertrieben wurden. Dementsprechend findet man dort auch ein Museum vor, welches allerdings 5 Pfund eintritt gekostet hätte und das war es uns dann auch nicht wert. Der eigentliche Grund, warum wir hier her fuhren war auch, um ein wenig zu wandern. Ich habe schon kurz nach meiner Ankunft mir eine Broschüre mit verschiedenen Wanderwegen in Schottland besorgt und dort war eben unter anderem einer in Largs beschrieben. Schwierigkeit: Leicht, was gut war da Tanja ja auch keine Trekkingschuhe dabei hatte bzw. nach unserer letzten Wanderung keine mehr hat :) Zur Wanderung und dem Schwierigkeitsgrad komme ich aber gleich wieder zurück.

Erstmal musste nach der Ankunft natürlich eine Unterkunft gesucht werden. Aber als aller erstes machte Tanja beim Aussteigen Bekanntschaft mit dem schottischen Wind, den sie zwar schon von Paisley her kannte, aber hier an der Küste ist es natürlich noch um einiges extremer. Nach einer 2 minütigen Winderfahrung gesellte sich dann noch regen dazu und so war statt Unterkunftssuche erstmal Unterstandssuche angesag. Tja, spätestens jetzt kann man sagen: Willkommen in Schottland! :) Aber genauso schnell wie der regen kommt, geht er ja auch meist wieder, was dann auch der Fall war. Sind dann schnell im Touribüro vorbeigehechtet, um vielleicht noch ein paar Unterkünfte zu erhalten, die im Reiseführer nicht aufgeführt sind. Der Touribeauftragte war ein sehr freundlicher Schotte, der sich sehr bemühte, verständliches Englisch zu sprechen. Auch wenn Tanja davon überzeugt war, er wäre keiner weil es sich für sie als ausländisches Englisch anhörte. Tja, das sagt ja mal schon wieder alles zum Thema schottische Sprache. :)

Wir haben dann auch ein sehr schönes Bed & Breakfast gefunden mit einer sehr freundlichen Inhaberin. Wir hatten sogar einen Fernseher, den ich zum ersten Mal wirklich richtig benutzt habe, da ja einen Tag zuvor in Winnenden der tragische Amoklauf geschah, so konnten wir uns abends in den lokalen Nachrichten noch ein wenig darüber informieren. Echt der Wahnsinn, wie das um die Welt ging.

Nach dem wir die Unterkunft im Sack hatten, ging’s dann los mit der Wanderung. An der ersten Abzweigung haben wir uns auch gleich mal verlaufen, weil absolut kein Schild dran stand, in welchen kleinen Weg es jetzt reingeht. So geschah es, dass wir die eigentliche Route in umgekehrter Richtung liefen. Was jedoch, wie sich noch herausstellen sollte, äußerst günstig war. Es ging nämlich auf gut begehbaren Wegen mit tollen Aussichten immer nahe der Küste entlang. Unterwegs trafen wir, wie es sich in Schottland gehört, Schafe und sogar Pferde. Ein Schloss war auch in der Karte eingezeichnet, zu dumm nur dass es sich um eines handelt, das wirklich noch bewohnt wird und das ganze Grundstück daher privates Eigentum ist. Hatten eher auf eine Ruine gehofft, aber so ist es eben. Dann hörte der gute Weg auf und es ging auf Trampelpfaden ein kleines Stück den Berg hoch. Noch mal zur Erinnerung, Tanja hatte nur Turnschuhe dabei. Dann hörte auch dieser Weg auf und es ging durch eine Schafweide hindurch, was zu Beginn wirklich sehr schön war. Sogar die Schafherde lief uns über den Weg. Es wurde allerdings immer matschiger sodass es selbst mir mit Trekkingtretern die Schuhe bei jedem Schritt fast auszog. Aber so schnell gaben wir nicht auf und haben uns irgendwie durchgemogelt bis die nächste Weide kam und die war wirklich nur noch mit Gummistiefeln passierbar. Tja, so ist das eben wenn man im Spätwinter hier wandern geht. Das muss nicht immer klappen. Also blieb uns leider nichts anderes übrig als umzukehren. Die Wanderung war allerdings trotzdem sehr schön, auch wenn es natürlich ein wenig blöde ist, bei einem Rundweg den gleichen Weg wieder zurückzulaufen.

Abends haben wir uns dafür das Bier im Pub auch richtig verdient. In der ersten Kneipe war eine „Open Mic Night“, d.h. jeder, der irgendwie ein Instrument spielen oder singen kann oder zumindest meint, es zu können, darf hier auftreten. Ein Stammgast legte ein paar Lieder hin und wir haben uns mit jeder Menge Leute unterhalten. War wirklich eine super Atmosphäre. Sind dann noch ein Pub weitergezogen, wo bedeutend mehr los war. Danach waren wir aber wirklich platt und es war auch schön, mal wieder in einem ordentlichen Bett zu schlafen (das im Wohnheim ist wirklich nicht gerade der Brüller, aber das tuts).

12.03.09 Largs