Nachdem die morgendlichen Pflichten erfüllt waren hieß es erstmal wieder zurück nach Portree, um sich dort bei einem britischen Frühstück und britischem Tee für den anstehenden Tag zu stärken. Wir sind dort in ein total nettes Cafe eingekehrt und die traditionell im Frühstück enthaltene, gebratene Blutwurst war wirklich die Beste, die ich hier in Schottland bisher probiert habe.
Der heutige Plan war dann den nördlichen Teil der Insel Skye zu erkunden, was sich auf die Halbinseln Trotternish, Waternish und Dunvegan Head bezog. Erfreulicher Weise beschloss auch Petrus uns den Tag mit einer Aufklarung des Wetters zu versüßen. Unser erstes Fernziel war der „Man of Storr“. Ein 50 Meter hoher, aus vulkanischem Gestein bestehender und allein stehender Felsen, der einem Hinkelstein ähnelt. Über die Jahrtausende wurde er durch immer wiederkehrende Eiszeiten aus dem Gestein gefeilt. Zwischendrin hieß es allerdings immer wieder anhalten um die wunderschöne Landschaft zu genießen, was übrigens mal wieder für den kompletten Trip galt! Am Parkplatz nahe des „Man of Storr“ angekommen, musste dann wieder jeder zeigen, was für ein Rheinhold Messner in einem Steckt. Es war eine Wanderung, die man wohl als moderat bezeichnen würde mit einem stärkeren Anstieg am Ende. Aber die Aussicht von dort und die Natur, durch die wir wanderten, waren echt mal wieder der Hammer! Der Abstieg wurde dann durch diverse Bergab-Rennen ein wenig beschleunigt. Zum Ausgang sag ich nur so viel: für Holger und Steffen bin ich jetzt nur noch „die Ziege“… :)
Anschließend ging es durch von Schafe gesäumte Landschaften und Straßen an den hohen, senkrecht ins Meer stürzenden Klippen von Skye entlang weiter Richtung Norden. Jedes weitere Wort wäre an dieser Stelle wohl echt zu viel und ich verweise mit Freude auf die folgenden Bilder.
Am nördlichsten Punkt angekommen ging es an der anderen Küste wieder nach gen Süd-Westen, um dort später schließlich weiter Nord-Westwerts zu kommen. Unterwegs besichtigten wir noch den alten, historischen Friedhof des Ortes Kilmuir wo sich das Grab der Flora MacDonald befindet, eine schottische Nationalheldin. Sie rettete einst den schottischen Thronfolger, den Stuart Prinzen Charles, welcher sich auf Skye von englischen Truppen eingeschlossen befand. Ein großes, keltisches Kreuz markiert dort ihre letzte Ruhestätte, welches jedoch bereits erneuert werden musste, da so mancher Touri wohl unbedingt ein Andenken von davon haben musste.
Unser nächstes, großes Fernziel war dann Dunvegan Castle, ein Schloss, das sich als einziges in Schottland rühmen kann, seit nunmehr über 700 Jahren im Besitz derselben Familie, den MacLeod, zu sein. Das Schloss machte auch den Anschein als wäre es noch bewohnt. Die 4 Pfund Eintritt (etwas mehr als 4€ momentan) haben wir allerdings nicht gelöhnt, da viel Inventar ohnehin über die Jahre verkauft werden musste, weil die Familie einige Male vor dem Ruin stand.
Unsere Reise führte weiter nach Westen zur Halbinsel Head of Dunvegan. Dort befand sich früher eine über Schottland hinaus bekannte Dudelsackschule, welche heute ein Museum ist. Wir beschlossen allerdings draußen zu bleiben und gleich weiter Richtung Westküste zu fahren. Dort fanden wir einen Leuchtturm, umgeben von sagenhafter Landschaft, vielen Schafen und faszinierenden Klippen.
Leicht K.O., aber überglücklich und mit Bauchschmerzen von einem erneuten Tag voller Gelächter kehrten wir zurück nach Portree, wo sich die einzigen Hostels/Gästehäuser auf Skye befinden. Aufgrund Holgers anhaltenden Husten war es wohl besser, heute mal ein Dach über dem Kopf mit einem richtigen Bett aufzusuchen. Das Hostel war auch wirklich super, sehr neu und sauber. Lediglich die Tatsache, dass es nur zwei Duschen und Toiletten für das ganze Haus gab, stellte sich tags darauf als kleines Problem heraus. Im Supermarkt besorgten wir dann noch Zutaten fürs Abendessen (Spaghetti Napoli mit einer Knolle Knoblauch :) ) und ne Pulle Wein, welches wir dann in der Küche des Hostels zubereiteten. Danach ließen wir den Abend noch gemütlich ausklingen und gingen relativ zeitig ins Bett, da wir am nächsten Tag schließlich noch viel vor uns hatten. Genächtigt haben wir übrigens alleine in einem 8er Schlafsaal. Es waren jedoch auch noch andere Gäste hier.
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| 21.03.09 Ausflug zur Isle of Skye Tag 2 - Der nördliche Teil von Skye |



1 Kommentar:
Hallo Carsten, mal wieder, wie immer, ein toller Beitrag und super Bilder von dir. Hoffentlich geht der Husten deines Kumpels bald wieder weg.
Viele Grüsse
A+M
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