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Freitag, 17. August 2007

Letzte Arbeitswoche

Wahnsinn, echt, wie die Zeit verfliegt. Nun war es also soweit. Die letzte Arbeitswoche stand an und ist auch schon wieder vorbei. Aber das war mal was. Hier die Highlights in "Kürze":


Montag:

Zur Arbeit angezappelt. Im laufe des Tages in das sogenannte "Department Office" (Sekretariat, Kaffeemaschine und noch einige Büros von Angestellten inklusive Direktor und dem ganzen anderen hohen Tieren) gegangen um das original Polo - Shirt und die original Jacke der Fakultät "Building Environment" abzuholen. Dabei so nebenbei oder vielmehr, wie es hier do üblich ist, erfahren, dass ich einen Bericht für sie noch schreiben sollte weil Sie mir ein Zertifikat geben wollen. Das macht dann drei. Polytechnic, FH und Stipendium. Aber hilft ja nix. Nur sollte der bis Dienstag (sprich morgen) fertig sein. Also den restlichen Tag mit Berichtschreiben "verplempert", was jedoch nicht ganz gereicht hat. Wohl ein bißchen zu viel verplempert. Abends dann mit der MRT (= deutsche U - oder S - Bahn) ins Zentrum nach "Little India" gerauscht, evtl. bis ganz sichere Unterkunft für mich und Tanja, deren Ankunft ja sozusagen wie man so schön sagt unmittelbar vor der Tür steht, ausgekundschaftet. Sah ganz gut aus, wird wahrscheinlich genommen. Danach treffen mit Alex, ihm meinen alten 10€ Backpacker überreichen, zumindest was noch davon übrig war, eine Bangkok Karte und die Adresse der Unterkunft in der ich dort war, da dies unser letztes Treffen war bevor er nach besagtem Ort den Abflug machte. Beim Essen wieder den üblichen Mumpitz geredet und den üblichen Choleriker gespielt, nebenher noch ein wenig über Bangkok geredet. Danach das ganze so ausklingen lassen, wie es vor 4 1/2 Monate begann. Bei einem Bier im Crazy Elefant, einer Bar direkt am Fluß im Amüsier - und Kneipenviertel "Clarke Quay". Allerdings nur dann amüsant, wenn man das nötige "Kleingeld" mitbringt, aber das Bier schmeckt wenigstens. Neben dem Tiger schlürfen und über alte Zeiten reden habe ich mich dann noch von einer Kakerlake bekrabbeln lassen, was Alex nur mit einem "He, du hast da was auf deiner Schulter!" kommentierte. Ein paar nicht ganz langsame Bewegungen später, war sie dann wieder dort wo sie hingehörte, auf dem Boden und im Kampf mit einem Gecko. Beim auf die Uhr schauen bemerkt, dass es mittlerweile 23:30 Uhr ist, also mehr oder weniger hastig bis auf unbestimmte Zeit verabschiedet und mit der vorletzten MRT wieder heimgehechtet.

Alex und Ich beim Abschiedsbier, hier wieder ohne Kakerlake...



Dienstag:

Ein wenig länger geschlafen und erst um 10 zur Arbeit angetanzt, frei nach dem Motto, letzte Woche, passt scho! Und es passte auch. Ein wenig weiter an meinem Bericht gefeilt, dann Mittagessen mit meinen Bürokollegen in dem Coffee Shop gleich neben dem Campus. Danach weiter am Bericht gefeilt, abgegeben und dann noch weiteren Krams erledigt. Am Abend stand dann das Abschiedsdinner für mich auf dem Programm. Mit Ong Chee Fatt (sowas wie mein Betreuer hier) und zwei weiteren Kollegen Tan Yew Meng und einem, von dem ich den Namen mir nie merken kann, im Auto zum "Singapore Island Country Club" (ein Privatclub gleich neben dem größten Nationalpark Singapurs mit Golfanlage, Swimming Pool, Tennisanlage, Squash und und und) im Feirabendverkehr Singapurs getrieben. Dort nur reingekommen, weil der Direktor, der dort auf uns wartete, Mitglied ist. Dann ab ins Restaurant. Geredet, gelacht, gegessen, gegessen, gegessen und zwischendurch auch mal gegessen. Zwischen Hauptgang und Nachtisch erhielt ich dann mein Zertifikat und ein kleines Andenken an Singapur. Als Nachtisch gab es dann noch Substanzen vom Frosch, denen chinesen eine Heilkraft für den Körper nachsagen. Gegessen, geschmeckt, aber nix gespürt. Wird schon stimmen. :)

Die Asiatische Weise, etwas entgegenzunehmen...
Mmmmmm, lecker Frosch...


Mittwoch:

10 Uhr Arbeitsbeginn für den Rest der Woche als Standard festgelegt. Man gönnt sich ja sonst nichts. 11:30 Uhr dann treffen mit Derek zum "Mittagessen". Natürlich gehen wir Mittagessen, jedoch wird es meist noch einen wenig verdünnt. Diesmal gings ab ins "Holland Village" (Holland Dorf) das nicht weit entfernt liegt. Ein netter Ort, in dem sich Coffee Shop, Bars und Einkaufszentrum dicht an dicht drängen. Vor dem Essen, erst mal was für den Durst getan. Dann während dem Essen wieder was für den Durst getan. Danach noch in einen anderen Coffee Shop gefahren, weil es dort den besten "Fried Kway Teow" (leicht gebratene Nudeln mit Meeresfrüchte, Gemüse und einer speziellen Soße) gibt. Während dem Essen wieder etwas für den Durst getan. Danach fröhlich wieder zurück zur Polytechnic und "frisch" ans Werk. Abends dann wieder in die Stadt gerauscht, um Kinokarten für Freitag, sprich heute, zu kaufen. Ich, mein noch verbleibender japanischer Mitbewohner und Aslinah, die Freundin eines Bekannten aus Stuttgart, wollten uns den "Bourne Marathon" anschauen, das heißt alle 3 Bourne Filme in einer Reihe, mit 20 minütiger Pause dazwischen und Popcorn und Alkoholfreie Getränke so viel man will. Erstmal im Einkaufszentrumgewühl in der Orchard Road (DER Einkaufsstraße) verlaufen. Dann in dem vermeitlichen Einkaufszentrum gestanden, war aber nur das vermeitliche. Ans andere Ende der Straße gefahren, wieder in ein vermeitliches Einkaufszentrum gewatschelt. Noch ein Einkaufszentrum später endlich das vermeitliche und richtige gefunden. Auf geht's nach oben in die 8. Etage. Dort wartete auch schon der Zonk auf mich. Nur noch erste und zweite Reihe frei. Bei 6 1/2 Stunden Kino nicht ganz so prickelnd. Also gelassen. Noch in ein anderes Kino geschaut, die zeigen nicht alle drei Filme. Kapituliation. Mit maximalen Feuchtigkeitsausstoß aus allen Körperöffnungen in die auf 17° runtergekühlte MRT eingestiegen und wieder nach Hause gerauscht.


Donnerstag:

Üblicher Arbeitsbeginn. Mittagessen war wieder mit meinem Bürokollegen angesagt. Diesmal gings zum legendären "Curry Fish Head" (Fischkopf in Curry gekocht) essen, eine Spezialität in Singapur. Dazu mit dem Auto ein wenig auserhalb gefahren. Kopf bestellt und auf das warten (dieses Gericht ist wohl das einzige, das man in Coffee Shops bekommt und auf das man auch noch warten muss) auf das Essen mit Teeschlürfen verbracht. Dann war er da, der Kopf. Für die Vegetarier unter uns: selbstverständlich lag auch noch Gemüse in dem großen Topf. Dazu gabs noch Süß Sauer Schweinefleisch und ein auf spezielle Art und weise gekochtes Ei (mit Wasser!) mit Speck und ein paar weiteren Zutaten, sodass eine Arte Kuchen ensteht. War wirklich Hammer lecker, da auch das Curry (Chinesisches Curry) anders schmeckt als zum Beispiel Indisches. Ich durfte dann sogar noch das Auge von ca. 2cm Durchmesser essen. Super! Das ganze brachte den Buddha Bauch schon mal ziemlich in Form. Danach folgte jedoch wieder ein mal ein Dessert. Diesmal schwarzer Reis in Sojamilch. Der Reis schmeckt ähnlich wie der im Milch Reis, da er durch Zucker schwarz gefärbt wird. Sehr lecker. Dann noch Durians und Mangostinen gekauft für später. Man, war ich satt, aber der Geruch des Durians schafft wieder Platz! Nach diesem monströsem 2 Stunden Ausflug wieder ein wenig gearbeitet, bevor es dann ans Durian Essen ging. Famoso Delikato! Dann noch, wie auch schon die letzten Tage, einige Sachen bezüglich des Ende meiner Tage an der Polytechnic erledigt, die noch so zu erledigen sind. Je näher der Freitg, desto mehr gabs noch zu tun kann man sagen. Eben wie überall. Abends dann endlich mal wieder zum schwimmen gekommen und den Frosch abtrainiert, dann noch weiter organisatorisches Erledigt.

Bürokollegen v.l.n.r. Soh Chee Meng (ledier nur halb), Tao Neng Fu
Das Objekt der Begierde


Freitag:

Die Sache mit dem Arbeitsbeginn lass ich jetzt einfach mal weg. Mittags gabs ein Buffet zu Ehren von Angestellten, die schon eine bestimmte Zeit im Amt sind. Sehr Deutsch also, nur das es hier keine Passiven Mitglieder gibt. :) Mal wieder zum Buddhisten mutiert, danach noch den Fernseher mit Kollegen von meinem Apartment abgeholt, da er ja schließlich der Polytechnic gehört. Danach in den Bus gehüpft und zur Post gefahren. Päckchen gekauft, dass ich heute auch noch irgendwann schnüren sollte um meinen Koffer von etwas Ballast vor der Heimreise zu erleichtern. Wieder heimgehechtet, alles abgeschmissen, wieder zur Polytechnic. Wieder mit maximalen Flüssigkeitsaustausch in das 17° "warme" Büro, aber wir sinds ja gewohnt. Und weiter geht's mit Organisatorischen über Organisatorischen. Und fatz, ist die Woche auch schon um.


Am Wochenende steht nun auch noch einiges auf dem Programm was erledigt werden will, bevor dann am Montag endlich die Tanja hier ankommt und wir ein paar Tage später unsere Tour starten können. So langsam wirds echt Zeit.

Ich meld mich dann bei Gelegenheit auf jeden Fall wieder. Vielleicht noch davor, vielleicht von unterwegs, man wird sehen. :)

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du bist so eklig, wie soll ich dich jemals wieder küssen...???:)
Hab unterm lesen fast gekotzt!

Aber freu mich trotzdem dich zu sehn, auch wenn es mir bei solchen Berichten schwer fällt...:)

Anonym hat gesagt…

Hey, du
hast ja ne ganz schön harte Woche hinter dich gebracht. Hoffentlich wird es ab nächste Woche ein bisschen ruhiger, wenn du nicht mehr "allein" bist.
Viele liebe Grüsse
A+M+Paulchen+Liz