Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Montag, 2. März 2009

Ein ereignisreicher Februar geht zu Ende...

Einen wunderschönen guten Morgen/Tag/Abend/Nacht (bitte nicht zutreffendes durchstreichen :) )

Da ist er nun also auch schon vorbei, der gute alte Februar und mit Ihm meine ersten beiden Wochen in Schottland. Das war ja echt mal was. Von der ersten ist ja schon so ziemlich alles bekannt, daher hier ein paar kurze Worte zu den letzten Tagen:

In Woche Nummer 2 ging es von Montag bis Freitag erstmal mit Vollgas in Sachen Diplomarbeit los. Wobei man eher sagen muss, Vollgas mit einigen Unterbrechungen. Bei dem Berg an Aufgaben die vor einem liegen fällt es schwer, sich aufzuraffen mal irgendwo anzufangen, was so mancher Leser aufgrund seiner eigenen derzeitigen Situation bestimmt nachvollziehen kann. Dann gab es beim Einarbeiten in den Stoff (v. a. Programmiersprachen) doch immer wieder erhebliche Probleme, sodass auch Tage verstrichen, an denen statt Vollgas Stagnation herrschte. Daher ein Lob an den Kollegen, der den Freitag erfunden hat. Dort habe ich eigentlich 90% meines Wochenziels noch erledigen können. Hatte schon gedacht, na das geht ja gut los, aber mittlerweile schnurrt der Motor wieder. :)

Man sollte es aber natürlich nicht übertreiben. Da könnte es ansonsten schnell mal einen Kolbenfresser geben. Daher empfiehlt es sich, hin und wieder die Spätschicht in der Garage aufzusuchen um alles wieder gut einzuölen. So geschehen am Donnerstag. Spontane Küchenparty in unserer WG, Freitag, Party beim Studentenbund wo Sie das Öl auch aus dem Zapfhahn auf Lager haben und Samstag, mal hier mal dort ein wenig gequatscht, entspannt Einkaufen gewesen und dem strömenden Regen zugeschaut, der sämtliche Aktivitäten im Freien platzen ließ. Man beachte auch den grandiosen Wortwitz welcher sich in diesem Abschnitt versteckt findet.

Das Wochenende bestand aber nicht nur aus Kundendienst. Nein, nein. Bei gelegentlicher Internetverbindung wurde noch versucht, die für meine Diplomarbeiten benötigten Sachen (Programme, etc.) auf dem Laptop zu installieren, was mich einiges an Nerven gekostet hat. An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an Ralf, der mich nach Kräften beim Kampf gegen den Computerteufel unterstützt hat. Merci!

Eine nähere Betrachtung Glasgows musste daher aus mangelnder Zeit aufs nächste Wochenende verschoben werden. Dafür hab ich mich in Paisley noch ein wenig umgeschaut und auch ein super Pub entdeckt. Hat mich auf jeden Fall nicht zum letzten Mal gesehen. :)

Kleiner Ausblick bzw. Rückblick auf den bisherigen März:

Habe mir heute 3 Stunden mit meinem Betreuer die Zeit "vertrieben". Mann-o-mann, war das anstrengend! 3 Stunden lang aufpassen wie ein Luchs, um auch ja kein Schlüsselwort seiner Sätze zu verpassen. Dies ist notwendig um 80% der Sätze seinerseits überhaupt verstehen zu können. Beim Rest erriche ich sogar schon den Hauptgewinn indem ich es schaffe, Subjekt, Verb und Objekt zu entschlüsseln. Er erkundigte sich heute sogar nochmals bei mir, ob ich Ihn verstehen kann. Er sei einfach schlecht im langsam reden, "normales" Englisch kann er irgendwie nicht und wenn er euphorisch wird, also so ziemlich immer, überschlagen sich sowieso die Vokabeln. Aber mittlerweile hab ichs echt schon ganz gut drauf. Ich dürfe Ihn aber natürlich jederzeit anhauen und nochmal nachfragen. Nur meistens bis ich merke, ich kann den Satz mir jetzt nicht zusammenreimen, fragst mal nach, ist er schon wieder 3 Sätze weiter. Jaja, nicht ganz einfach das ganze. Vor allem ist für meine Arbeit ja so ziemlich alles wichtig was er so sagt. Aber wie gesagt, es klappt bereits ganz gut und wird immer besser. Außerdem wieso schreibt man sonst seine Arbeit im Ausland, um sich nicht mit solchen Problemen rumzuschlagen? Herrlich. :) 

Zum Thema Sprache fällt mir noch eine kleine Geschichte ein. Am Sonntag waren ich, Steffen (Mitbewohner) und noch ein Mädel aus Deutschland deren Namen die ich vorher noch nicht kannte und deren Namen mir schon wieder entfallen ist, wie bereits erwähnt einkaufen. Ja, richtig gelesen. In Paisley, wo nach 18Uhr eigentlich die Bürgersteige hochgeklappt werden (außer die pubs natürlich) kann man Sonntags im Supermarkt einkaufen! Wir haben uns mit ein paar Kartons Bier eingedeckt, weil es gerade ein Angebot gibt (2 für 1,5), da ja nächstes Wochenende eine kleine Feier sich ankündigt und was man halt sonst so braucht. Man nehme aufgrund der Last natürlich ein Taxi zurück (3 Pfund, also für jeden 1, passt!). Erstmal musste der Taxifahrer auf dem Handy angerufen werden (mir kam natürlich die Ehre zu teil). Schottische Dialekt + Telefon = nix verstehe in Athen bzw. Paisley. Aber ging sogar noch gerade so. Taxi kam dann auch sehr fix angebraust. Der Fahrer machte dann ein paar Witzchen über unser ganzes Bier. Keiner lachte bzw. sagte was. Steffen warf einfach mal ein "ist für eine Party" in die Runde, auf gut glück es könnte darauf passen. Auf dem Weg zur Unterkunft bog er dann auf einmal ab in eine Straße, die genauso heißt wie unsere Unterkunft, nur eben ohne "Campus" noch hintendran. Wir hatten bei seiner Zielangabe einfach mal ja gesagt, weil wir dachten, er hat das "Campus" einfach mal wieder verschluckt. Nach ein bis zwei Minuten Sightseeing waren wir dann aber auch wieder auf der Spur und alsbald am Ziel. Der Taxifahrer, der übrigens wirklich nett war, lies sich natürlich nicht lumpen und stieg nochmal aus um uns ein paar Phrasen um die Ohren zu hausen. Um nicht völlig bedäppert dazustehen antworteten wir einfach mal jeden zweten Satz auf gut glück Dann rauschte er wieder davon.
Steffen: "Hast du ihn verstanden?"
Ich: "Ne, du?"
Steffen: "Ne."
Ob unser gesagtes also Sinn gemacht hat, wird wohl für immer ein Mysterium bleiben. :)

So viel also zum Thema Sprache. Heute geht hier übrigens schon fast die Welt unter bei Sturm und mörderischem Regen. Ich wurde eiskalt davon auf dem Heimweg von der Uni erwischt. Tja, auch darauf muss man sich eben einstellen. Schirme bringen bei dem üblichen Wetter hier übrigens auch nicht mehr viel. Es sei denn, man hat einen aus T-Trägern.... Morgen soll es Schnee geben. Na, da sind wir ja mal gespannt was so kommen mag....

Nachfolgend findet ihr noch ein paar auserwählte Bilder der Woche. Viel Spaß beim gucken!

Carsten Scoles (So wurde mein Name neulich von einer Sekretärin ausgesprochen...)

23.02.09 - 01.03.09 Ein mal Alltagswoche süß-sauer bitte!

Dienstag, 24. Februar 2009

Tour durch Süd-West Schottland: Tag 1 - Von Paisley nach Ayr

Hallo alle zusammen,

habe den Ausflug übers Wochenende bestens überstanden und es hat sich wirklich richtig gelohnt. Wir haben echt total viel gesehen, sind durch wunderschöne Landschaften gewandert
und hatten einfach ne richtig gute Zeit. Hier ein kleiner Reisebericht und ein paar Bilder vom Wochenende.

Am Freitagnachmittag um 15:00Uhr ging es für mich, Steffen (mein WG-Kollege) und Holger (er wohnt ein Haus nebenan und ist mit dem Auto hier, welches wir für den Ausflug genommen haben) in Paisley los. Zuvor noch kurz Proviant besorgt und dann einfach mal Richtung Süd-West, Fernziel Kilmarnock. Aufgrund der kurzen Zeit, in der wir noch Tageslicht hatten, galt es gut zu überlegen, was es sich noch lohnt zu unternehmen. In Kilmarnock schauten wir uns noch das Dean Castle (Schloss Dean) an (war aber leider zu). Als nächstes Fernziel wählten wir Troons an der Westküste. Auf dem Weg dorthin stoppten wir am ältesten Viadukt der Welt (über das aber kein Zug mehr fährt) wo wir noch eine kleine Wanderung machten und beim Dandonald Castle. Bei der Ankunft in Troons war es dann auch schon tiefste Nacht. Wir gingen noch in zwei Pubs (Bars) um den Abend ausklingen zu lassen. Zwischendrin sind wir noch, wie es sich für Großbritannien gehört, bei einer Fish & Chips (Fisch und Pommes) Bude vorbei, um ne Kleinigkeit zu essen.

Danach, so gegen 23:30Uhr, hieß es auch schon Schlafplatz suchen. Eigentlich war es so geplant, dass ich Zelte und Holger und Steffen im Auto schlafen. Wir befanden uns momentan aber an der Westküste und dort weht im Februar doch noch ein ziemlich starker, eisiger Wind. Daher beschlossen wir, es mal zu dritt im Auto (einen Golf!) zu versuchen. Wir fuhren noch ein Stück weiter nach Ayr, da dies ohnehin unsere Route für den nächsten gewesen wäre, um einen Platz fürs Auto zu finden. Nachdem wir erkannt haben, dass der Golfplatz (fast jede Kleinstadt in Schottland hat einen Golfplatz) wohl doch nicht so der beste Ort zum Autoabstellen ist, haben wir schließlich noch ne ruhige Ecke kurz vor dem Campingplatz gefunden. Dann hieß es Füße einziehen und versuchen ein wenig zu schlafen. :)

20.02.09 Tour durch Süd-West Schottland Tag 1 - Von Paisley über Kilmarnock und Troons nach Ayr

Tour durch Süd-West SChottland: Tag 2- Von Ayr zum Galloway Forest Park

Der zweite Tag begann gegen 7:30Uhr. Nachdem alle Gelenke wieder eingerenkt waren, ging es erstmal an den Strand zum Frühstücken und aufwachen. Dort konnten wir in der Ferne auch noch die Burgruine von Ayr erkennen, die sich direkt an der Küste befindet. Es ging anschließend weiter Richtung Süden immer an der Westküste entlang. Zwischendrin sind wir immer mal wieder angehalten, um die schöne Landschaft zu genießen und auch eine Burgruine haben wir noch entdeckt. Nächster planmäßiger Stopp war Culzean Castle, eines der besterhaltendsten Schlösser in Schottland und somit auch eines der wichtigsten. Der Eintritt in das Schloss kostet auch satte 15€, was wir uns vor Ort überlegt hätten, ob wir die investieren wollen. Aber da Winter und gerade keine Saison ist hat auch dieses Schloss, wie auch viele andere Sehenswürdigkeiten auf unserem Ausflug, geschlossen gehabt. Wer will, kann für 500€ hier sogar in den Gemäuern noch übernachten. Drumherum ist alles noch sehr gut erhalten, wie zum Beispiel Schießpulvertürme oder auch Seen und Parkanlagen. Wir machten noch ne kleine Wanderung und reisten dann wieder weiter an der Küste entlang nach Süden. Das Ziel war die Halbinsel im äußersten Süd-Westen Schottlands, wo sich auch der südlichste Punkt (Mull of Galloway) befindet. In Stranraer, einer etwas größeren Hafenstadt, nahmen wir noch ein zünftiges Englisches Frühstück zu uns und es konnte gestärkt weitergehen um die Halbinsel zu erkunden. Hier fanden wir viele wunderschöne grüne Hügellandschaften und Klippenszenerien vor. Wir sind immer wieder einfach ein wenig herumgewandert, sodass wir fast die Zeit vergessen haben und der Tag immer schneller zu Neige ging. Gerade so schafften wir es noch bei Sonnenuntergang zum südlichsten Punkt Schottlands und sind anschließend wieder ein Stück Landeinwärts nach Newton Stuart gefahren, um dort die Jugendherberge aufzusuchen um uns zu erkundigen, was dort die Nacht denn kosten würde. Tja, leider war die Herberge dieses Wochenende von einer Gruppe gemietet worden und Bed & Breakfast war uns zu teuer. Es ging daher erstmal in ein Pub. Weil wir von der ganzen Tour doch wieder ziemlichen Hunger nach etwas richtigen hatten (Brot und Kekse hatten wir ja dabei), war es gar nicht so einfach, noch eines zu finden, welches Essen servierte. Als wir dann eines fanden, beschloss ich meinen ersten Haggis zu probieren. Das Nationalgericht Schottlands. Haggis ist mit Schafsinnereien gefüllter Schafsmagen, der drei Stunden gekocht werden muss. Meiner (und auch Holgers, der das gleiche aß) war aber komischerweise zerkleinert. Dabei wird er eigentlich im Ganzen serviert. Tja, dieses Gericht muss wohl noch mal wo anders probiert werden. Zu späterer Stunde fuhren wir dann noch ein wenig weiter Richtung Galloway Forest Park, einem Nationalpark und gleichzeitig das größte zusammenhängende Waldgebiet Schottlands, wo wir am nächsten Tag eine Wanderung machen wollen. Übernachten in der Juhe viel ja flach, daher packte ich noch mitten in der stockdunklen Nacht mein Zelt aus. Holger und Steffen schliefen im Auto. Obwohl ich der festen Überzeugung war, meine Luftmatratze in Paisley eingepackt zu haben, war dies wohl nicht der Fall und es blieb mir nichts anderes übrig, als einen dünnen Teppich von Holger und ein Badetuch von Steffen als Ersatz zu nehmen. Es war zwar trotzdem noch ziemlich kalt vom Boden her und natürlich auch sehr uneben, es ging aber gerade noch so. Problematischer war eher, dass ich meine dicken Socken im Auto liegen lassen hab und dies erst eine Stunde später bemerkte. Ich kann daher nun bestätigen, dass es sich mit eisigen Füßen ziemlich unruhig schläft. Immerhin, am Oberkörper und Hals war es mir warm und ich kam daher ohne Erkältung davon. Nur mit etwas wenig Schlaf…

21.02.09 Tour durch Süd-West Schottland Tag 2 - Von Ayr an der West - und Südküste entlang

Tour durch Süd-West Schottland: Tag 3 - Vom Galloway Forest Park zurück nach Paisley

Tag drei unserer Tour begann für mich schon um 7Uhr. Länger hielt ich es ohne Überzug an den Füßen einfach nicht aus. Beim aus dem Zelt kriechen bemerkte ich dann, in welch schöner Umgebung wir hier gelandet sind (siehe Bilder). Nachdem wir alle mehr oder weniger wach waren ging es dann bei Sonnenaufgang los zum Wandern durch einen kleinen Teil des Nationalparks. Über Wege, Pfade und Wiesen hoch auf “Berge“, vorbei an Wasserfälle und durch Nadelwälder. Sogar eine Ziege gesellte sich zu uns. Sie hatte sich wohl verirrt und versuchte laut schreiend ihre Gruppe wieder zu finden.

Anschließend ging es weiter Richtung Süden zum Isle of Whithorn, einem Örtchen an der Küste wo früher auch viele Einwanderer landeten. Dort blies uns der Wohl stärkste Wind des Wochenendes in Gesicht, aber auch hier wieder sattes grün und schöne Küstengebiete. Die Weiterreise führte uns dann entlang der Südküste nach Westen über auf dem Weg liegende Burgruinen und eine Whiskeydistille, die leider nur Werktags geöffnet hat, zur Künstlerstadt Kirkcudbright, die zwar schön aber an diesem Sonntag wie ausgestorben war.

Nach einem Rundgang, Käffchen und Suppe ging es weiter. Immer noch an der Südküste entlang, vorbei an Klosterruinen bis nach Dumfries, eine Stadt, die laut Reiseführer einen Besuch lohnt. Wir hatten jedoch schon wieder keine Zeit mehr, da der Tag unerbittert dem Ende zu ging und sind daher nur kurz durchgefahren. Unser nächstes Ziel hieß der Ort Moffat in dessen Umgebung wir noch wandern wollten. Zuvor hielten wir aber noch beim auf dem Weg liegenden Lockerbie und besuchten die Gedenkstätte der Opfer des Flugzeugattentats von 1988. Auf dem Weg nach Moffat standen wir dann noch auf der Landstraße im Stau wegen eines Unfalls. Die Straße war so eng, dass ein Umdrehen unmöglich war und es wurde dunkler und dunkler. Leider wurde es dann nichts mehr mit der Wanderung und wir machten uns auf den Rückweg nach Paisley. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. :)

Es war wirklich ein superschönes Wochenende. Wir haben echt unglaublich viel gesehen, sind gewandert und hatten verdammt viel Spaß! Das nenne ich mal einen Abschluss für die erste Woche Schottland!

22.02.09 Tour durch Süd-West Schottland Tag 3 - Galloway Forest Park, Whithorn, Kirkcudbright,...

Freitag, 20. Februar 2009

Thema fuer die Diplomarbeit und Volklore

Es hat sich seit meiner ersten Meldung viel getan, daher hier mal kurz ein kleiner Rundumschlag der letzten Tage.

Bis einschliesslich Mittwoch bin ich eigentlich jeden Tag hier nur von einem Buero zum anderen gehetzt, um mich endlich einschreiben zu koennen (das geht naemlich immer nur Mittwochs von 14-16Uhr!). Aber es hat Gott sei Dank alles geklappt. Am Mittwoch um 15:30Uhr konnte ich den letzten Wisch von A nach B transportieren, habe meinen Studentenausweis erhalten und jetzt kann es endlich ganz offiziell mit dem studieren hier losgehen.

In der Zwischenzeit hat sich auch in sachen Betreuer fuer die Diplomarbeit etwas getan. Bobby Geary, ein echter Schotte wie er im Buche steht (bis auf den Namen natuerlich :) ), hat sich bereit erklaert, sich meiner anzunehmen und ich hatte am Donnerstag das erste Treffen mit Ihm. Dort haben wir dann auch gleich mein Thema festgelegt bzw. zumindest einmal die Inhalte. Ich werde fuer den Interessierten mal kurz darauf eingehen. Wem das zu fachlich wird, kann das auch gerne ueberspringen. :)

Seine Idee ist es, physikalische Zusammenhaenge grafisch zu modellieren. Es gibt hier an der Universitaet ein Labor in der eine art virtuelle Realitaet erzeugt werden kann, d.h. man setzt aehnlich wie beim 3D-Kino eine Brille auf. Das Bild wird dann von einem Computer erzeugt und man denkt, man befindet sich tatsaechlich im Bild. Wie das hier genau ausschaut, weiss ich noch nicht, da wir das Labor leider noch nicht besichtigen konnten. Es war naemlich schlicht weg abgeschlossen und keine Moeglichkeit vorhanden, den Schluessel zu beschaffen (uebrigens ein weiteres Beispiel fuer die Organisation hier vor Ort, die oftmals doch sehr chaotisch ist). Am Montag, da treffe ich mich wieder mit Ihm, weiss ich dann mehr. Meine Aufgabe ist es dann , dieses Bild zu programmieren und die physikalischen Versuche zu modellieren. Z.B. sollen zu Beginn meiner Arbeit zwei Billardkugeln erzeugt werden. Man gibt dann an, wie weit die Kugeln voneinander entfernt sind, wie stark und wo man eine Kugel anstossen moechte. Dann soll das ganze Berechnet werden (das Programm schreibe ich), sprich, wie ist der Verlauf der Kugel und was passiert bei einem Aufprall auf die andere Kugel. Das ganze sieht man dann in 3D durch die Brille. Wenn das mal steht, soll es noch komplizierter werden oder wir machen noch andere Projekte oder oder oder. Jedenfalls hoert es sich echt interessant an, wird aber bestimmt auch einiges an Arbeit sein. Wir werden sehen. Bin ja schliesslich (nicht nur) zum Spass hier. :)

Ansonsten ist mein Betreuer echt total sympathisch, auch wenn er einen extremen schottischen Slang drauf hat. Er sagte auch beim ersten Treffen bereits, dass er (zusaetzlich zum schottischen Englisch) immer sehr schnell spreche und sich schonmal dafuer entschuldige. Hatte auch ein paar mal Probleme, ihn zu verstehen. Hoffe mal, ich gewoehne mich noch daran. Heute habe ich ihn nochmal kurz auf dem Gang getroffen. Da hat alles prima geklappt mit dem Verstaendnis. Ansonsten muss ich einfach oefter mal nachfragen. Wird schon.

Am Mittwoch Abend war dann hier an der Universitaet noch ein Volkloreveranstaltung, um schottische Musik zu hoeren und natuerlich, wie es sich gehoert, auch dazu zu tanzen. Es gibt hier einen Studentenbund, der ein ganzes Gebaeude einnimmt mit Cafe, Bar und einem Saal fuer groessere Veranstaltungen wie der Volkloreabend. War echt ein sau lustiger Abend. Erstmal war die Band echt spitze, alle Schotten liefen im Schottenrock herum und das Mittanzen hat nach anfaenglichen Schwierigkeiten echt Spass gemacht. Dazu ist das Bier noch richtig guenstig bei knapp ueber 2€. Unten findet Ihr noch ein paar Bilder von dem Abend und auch noch was von Paisley.

Ja und dann werde ich dieses Wochenende, bevor es dann naechste Woche richtig losgeht, auch schon gleich meine erste Autotour unternehmen. Ich, Steffen (der mit mir im Apartment wohnt) und Holger, auch Deutscher der hier mit dem Auto hergefahren ist, werden uebers Wochenende mal den Teil Schottlands suedlich von Glasgow erkunden. Werde hier dann im laufe der naechsten Woche, je nachdem wann ich dazu komme, auf jeden Fall berichten, wie es war und natuerlich auch ein paar Bilder reinstellen.

So, dann hoffe ich mal, ihr habt auch ein schoenes Wochenende (vor allem ein waermeres als die letzten Tage) und ich melde mich naechste Woche wieder.

18.02.09 Volkstanz an der Uni und noch ein paar Eindruecke von Paisley