Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Samstag, 6. Juni 2009

02.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Unterwegs in Paisley

Am letzten Tag ließen wir es wieder ruhiger angehen. Erstmal haben wir ziemlich lange geschlafen, muss auch mal sein. Nachdem wir dann gefrühstückt und ausgecheckt hatten fuhren wir zu mir ins Wohnheim, wo wir das Gepäck bis zur Abreise am Abend deponierten. Außerdem konnte ich so Wohnheim, Zimmer und Wohnung präsentieren. Meine Kollegen hatten in der Küche mal wieder ganze Arbeit geleistet, sodass Sie nichts als die Wahrheit sah. :) Anschließend packten wir noch Ihren Koffer randvoll mit Sachen von mir, die ich nicht mehr brauche. Dann ging es wieder zurück ins Zentrum von Paisley, um Ihr „meine Stadt“ noch ein wenig zu zeigen.

Zu aller erst besichtigten wir das Kloster im Zentrum, was so ziemlich die größte Touristenattraktion von Paisley ist. Ich war dort zuvor schon einmal mit Tanja und Ihrer Familie. Eine Besichtigung lohnt sich wirklich durchaus, da aus der Umgebung von Paisley die schottische Königsfamilie stammt und diese ja, wie zwei Einträge zuvor bereits erwähnt, direkte Vorfahren der Englischen Königsfamilie sind. Selbst der große Prinz Charles stattet Paisley und vor allem dem Kloster immer wieder einen Besuch ab.

Anschließend liefen wir über die Fußgängerzone zur Universität, wo ich Ihr den Computerraum, in dem ich meist zu Gange bin und den Campus im Allgemeinen zeigte. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir damit, jeden Winkel der Innenstadt auszutreten, bevor wir dann zum Abschluss ein letztes Mal in ein Pub auf ein Essen, Bier und Whisky einkehrten. Dort war heute Steak-Tag und so kamen wir beide noch in den Genuss eines schottischen Steaks. Ebenfalls eine Spezialität, was bei den ganzen Rindern hier nicht verwundert. War echt ein schöner und gelungener Abschluss der ereignisreichen Tage.

Wir holten dann wieder das Gepäck vom Wohnheim ab und machten uns auf den Weg zum Flughafen, wo wir noch einen Kaffee schlürften bevor die Mutter dann braungebrannt wie von einem Südseeurlaub hinter den Sicherheitskontrollen verschwand. Waren echt sehr schöne Tage!

P.S. Ich wollte eigentlich nur eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse schreiben, ist aber mal wieder viel mehr geworden. Ups…. :)

02.06.09 Mutter bringt den Sommer nach Schottland - Paisley

Dienstag, 5. Mai 2009

25.04.2009 Besuch der Familie Schweizer - Ankunft in Paisley

Einen wunderschönen guten Tag meine sehr verehrten Damen und Herren,

Es meldet sich wieder live für Sie aus den BBC Studios Paisley Carsten Schulz um Ihnen die neusten Neuigkeiten aus dem “hohen Norden“ der Insel mitzuteilen. So ereignete es sich am letzten Wochenende, dass eine Gruppe Deutscher den beschwerlichen Weg auf sich genommen hat, um den Verfasser dieses Eintrages in seinem Frühjahrsquartier einen Besuch abzustatten. Die Besetzung setzt sich dieses Mal aus Monika, Armin, Sabrina, Katrin und ganz besonders Tanja Schweizer zusammen. Nachfolgend sind ein paar im Freistil formulierte Sätze über Erlebtes und Geschehenes zu finden.

Los ging das “Abendteuer Schottland“ am 25.04.09. Gegen 19:00Uhr kamen bei strahlendem Sonnenschein oben beschrieben Gäste wohlbehalten mit dem Zug in Paisley an. Zuvor habe ich begeistert dem Wettergott gedankt, für seinen Sonnenschein und den Frühlingshaften Temperaturen die er uns bescherte. Zu meinem Überraschen musste ich jedoch erfahren, dass der Punkt Frühlingshafte Temperatur nicht von jedem geteilt wurde. Es sind also wohl schon erste Schottlandspuren bei mir festzustellen.

Nach der offiziellen Begrüßung durften die Quartiere bezogen werden. Man war in einer zum Hotel umgebauten Wassermühle im Herzen Paisleys untergebracht. In den Zimmern konnten feinste altertümliche Möbel Großbritanniens bestaunt werden. Jeder machte einen äußerst positiven Eindruck beim Beziehen der Zimmer. Vor allem Katrins und Sabrinas Augen leuchteten beim Anblick des relativ großen Flachbildschirms auf, der in waagerechter Körperhaltung auf einem der bereitgestellten Betten besonders gut zur Geltung kam. Ein gelungener Start also in das Wochenende.

Danach erkundeten wir die Innenstadt Paisleys. Ein unterfangen, das man locker an einem verbleibendem Abend abschließen kann. Der von uns zum Abendessen vorgesehene Fish & Chips Imbissstand hatte jedoch leider schon geschlossen. So ging es einfach kurzerhand in eines der größten und schönsten Pubs von Paisley, dem Last Post. Dort musste dann erst mal ca. 30 Minuten die Karte auseinander genommen werden, bis schließlich jeder eine Mahlzeit gefunden hatte. Die Zeit bis zum Essen wurde dann mit dem ersten Bier in Großbritannien überbrückt. Erfreulicherweise hat es jedem sehr gemundet und wir zogen anschließend weiter in einen anderen Pub, wo eine Band ihr Können aus bekannten Rock und Pop Liedern zum Besten gab. Dazu zischten wir noch ein paar Bier. Ein gelungener Abend als Abschluss eines ereignisreichen Tages, an dem schon ganz viele erste Eindrücke auf meine Gäste eingeregnet sind.

25.04.2009 Schweizers in Schottland - Ankunft in Paisley

26.04.2009 Besuch der Familie Schweizer - Ausflug zum Loch Lomond

Tag zwei begann mit dem ersten britischen Frühstück. Das Hotel hatte ein Buffet aufgebaut, auf dem wirklich alle Bestandteile eines originalen Frühstücks hierzulande vertreten waren. Als Alternative gab es auch noch Marmelade, Müsli und Toastbrot. Kaffe und Schwarztee dürfen natürlich auch nicht fehlen. Für jeden war also etwas dabei und das Frühstück entwickelte sich schnell zu einem der Höhepunkte von jedem Tag. Wann isst man schon in Deutschland gebratene Blutwurst, Bohnen oder Kartoffelpfannkuchen zum Frühstück? So ging also gleich morgens das volle Schottlandprogramm in die nächste Runde.

Nach solch einem ausgiebigen Frühstück traf es sich gut, dass heute ein Ausflug zum Loch Lomond auf dem Programm stand, um einen Eindruck von Natur und Landschaft Schottlands zu erhalten. Es handelt sich hierbei um denselben See, welcher mich zu Beginn meiner Wanderung auf dem West Highland Way schon zwei Tage begleitet hatte. Ich habe mir Balmaha als Ausgangspunkt ausgesucht, einen Ort, welchen ich damals schon passiert hatte. Er befindet sich auf der Seite von Loch Lomond, an der nicht die Hauptverkehrsstraße entlang läuft und sich somit wesentlich Besser für einen Abstecher in die Natur eignet. Obwohl er sich nur ca. 35km von Paisley entfernt befindet, kam es einem bei der Anfahrt so vor, als würde man bis an das andere Ende Schottlands fahren. Willkommen also im öffentlichen Nah – und Fernverkehr Schottlands! Erst einmal musste der Zug nach Glasgow genommen werden. Dort am Hauptbahnhof angekommen ging es weiter mit einer kleinen Tour quer durch die Innenstadt um den nächsten Zug an einem anderen Bahnhof zu erwischen. Zuvor nahmen wir aber noch 30min Wartezeit mit. Nach zwei Stationen hieß es schon wieder aussteigen, um nach 20min Aufenthalt am Bahnsteig ein letztes Mal den Zug zu wechseln. Knapp 30min später kamen wir dann endlich in Balloch an, dem einzigen Ort am Loch Lomond mit Bahnanschluss und somit dem Alpha und Omega für Ausflüge in diese Gegend, sofern man auf die Öffentlichen angewiesen ist.

Der aufmerksame Leser wird jedoch bemerkt haben, dass nicht Balloch sondern Balmaha unser Ziel sein sollte. Der Reiseleite hatte jedoch mitgedacht und sich natürlich im Vorfeld die Busverbindung von Balloch nach Balmaha im Internet recherchiert und aufgeschrieben. Ein Blick auf den Zettel verriet uns natürlich, dass wir den im ca. 1,25 Stunden Rhythmus pendelnden Bus um ca. 15min verpasst hatten. Wir statteten daher erst einmal der Touristeninformation einen Besuch ab, da es in Balloch ein Schloss gibt, welches wir am Abend vor der Rückfahrt noch anschauen wollten. Ich wollte kurz nachfragen, wo der Fußweg hierfür anfängt. Die freundliche Dame am Schalter half mir in diesem Punkt auch sofort weiter und wollte mich als Bonusinformation dann noch mit den Buszeiten nach Balmaha beglücken. Aufgrund einer vom heutigen Tage beginnenden Baustelle waren Ihre Zeiten allerdings nicht mehr aktuell, was mich einiges an Überzeugungsarbeit gekostet hat, Sie auf die Neuigkeit hinzuweisen. Erst als ich Ihr diktiert habe, was sie der Reihenfolge nach im Internet anklicken muss um die neuen Zeit vor sich zu haben, schenkte Sie mir Ihren Glauben. Nach dem Motto „Jeden Tag eine gute Tat“ verließen wir dann wieder die Touristeninformation.

Also, was nun tun in der Wartezeit? Richtig! Rein ins nächste Pub um die Getränketour durch Großbritannien fortzusetzen. Die Wahl viel für Armin und mich dieses Mal auf den hier überall erhältlichen Most. Sehr lecker! Für unsere Damen gab es Bier (Tennent’s, gebraut in Glasgow). Nach einer 20min. Busfahrt erreichten wir nach langer Reise unser Ziel Balloch am Fuße des ca. 350m hohen Berg Conic Hill. Ich hatte Ihn mit meinem glorreichen Trio bei unserer Wanderung bereits bestiegen und war von der Aussicht über Loch Lomond sehr begeistert. Da der Aufstieg nicht allzu schwer war und man beim Wandern einfach am meisten Natur mitbekommt, habe ich mir den 4km langen Weg (hin und zurück) für uns ausgesucht.

Im Gegensatz zu gestern erwischten wir heute allerdings die volle Breitseite schottischen Wetters. Den ganzen Tag über dichte Wolkendecken mit gelegentlichen Regenschauern, sodass es bei der Anreise schon wie 7Uhr abends aussah. So war es nicht verwunderlich, dass pünktlich zum Start der nächste Regenschauer einsetzte. Regenschutz ist bei einem Schottlandbesuch aber natürlich Pflicht und so konnten wir uns trotzdem auf den Weg machen. Zu Beginn ging es durch ein kleines Waldgebiet mit gut ausgebauten Wegen, an dessen Ende ein Weidetor durchquert werden musste und man befand sich inmitten der schottischen Wiesen – und Heckenlandschaft. Der Weg wurde jetzt steiler und schmaler, war aber immer noch gut befestigt. Der immer wieder einsetzende Regen erschwerte jedoch den Aufstieg und auch der Gipfel versank immer tiefer in der Wolkendecke. Nach ca. 3/4 des Weges zum nach oben erreichten wir einen kleinen, vorgelagerten Hügel, von dem man schon eine super Aussicht hatte. So gut es das Wetter eben zuließ. Wir beschlossen in der Gruppe dann von einem weiteren Aufstieg abzusehen, da der Regen wieder stärker und dadurch die Sicht schlechter wurde. Der Weg zurück zum Loch Lomond wurde dafür noch zu einem richtigen Erlebnis, da wir einen anderen Weg einschlugen, welche nur ein kleiner Trampelpfad war. So kamen wir aber noch in den Genuss einer ganz anderen Seite der Landschaft am Conic Hill. Unten angekommen mussten wir erkennen, dass der einzige Ausweg aus der Weide (man erinnere sich an das passierte Weidetor zu Beginn der Wanderung) war durch die Farm am Fuße des Conic Hill. Eine von uns schon befürchtete Belehrung des Farmers blieb jedoch aus. Im Gegenteil. Wir wurden freundlich von einer Frau empfangen und zum Ausgangstor gewunken. Eben doch echt nette Leute die Schotten! :)

Anschließend mussten wir wieder einmal über eine Stunde auf den Bus warten, also begaben wir uns für die Zwischenzeit nochmals in ein Pub. Zum Bier gab es eine Schale Pommes mit Käse, ebenfalls ein sehr typisches Gericht in Großbritannien, zum probieren.

Zurück in Balloch liefen wir dann noch die kleine Tour zum Schloss, welche uns auf einem Rundweg noch mal am Loch Lomond entlang führte, wo wir ein paar letzte Landschaftseindrücke erhaschten. Danach ab in den Zug zurück nach Glasgow. Dort nahmen wir auch unser wohlverdientes Abendessen ein. Es hatte jedem wieder vorzüglich geschmeckt. Gegen 22Uhr waren wir nach einer letzten kurzen Zugfahrt erschöpft aber glücklich zurück in Paisley. Daher beschlossen wir, dass heute jeder den restlichen Abend selber gestalten kann.

Und die Moral von der Geschicht, Schottlands Öffentliche sind ein Kapitel für sich. :)

26.04.2009 Schweizers in Schottland - Ausflug zum Loch Lomond

27.04.09 Besuch der Familie Schweizer - Unterwegs in Paisley und Glasgow

Am dritten Tag des Besuches schlugen wir uns beim Frühstück nach dem gestrigen Tag erstmal wieder richtig den Bauch voll. Gut gestärkt bzw. inmitten der einsetzenden Fressnarkose stand heute als Erstes die Besichtigung des Klosters von Paisley an. Der Eintritt ist frei (echtes Novum hier in Schottland) und es streift sogar ein freiwilliger Fremdenführer umher, der einem ein paar Geschichten zum Kloster erzählen kann. Z.B. das viele der Schottischen Könige von der Zeit als es Unabhängig war hier begraben sind, weil die Stewards, die Familie welche den König seinerzeit stellte, ursprünglich aus Paisley kamen. Der letzte Stuart wurde später zum Englischen König ernannt und so besteht eine direkte Verwandtschaft zwischen Prinz Charles und co., welche das Kloster öfters mit einem Besuch beehren.

Nach so viel Kultur ging es direkt zurück in die Realität mit einem Besuch im Wohnheim. Die Begeisterung für meine Herberge hielt sich im Allgemeinen in Grenzen. Es gibt ja auch wirklich nicht viel zu sehen hier. Also machten wir uns gleich wieder auf den Weg gen Glasgow. Dieses Mal mit dem Bus, um ein paar andere Eindrücke als mit dem Zug zu erhalten und natürlich jedes einzelne Schlagloch Schottlands zu spüren. Dort angekommen holten wir erst einmal den Besuch einer Fish & Chips Bude nach, der uns ja am ersten Abend verwehrt blieb. Zumindest für mich und Armin. War wirklich sehr lecker und sehr fettig wie immer. :) Für Tanja, Katrin und Sabrina gab es Pommes mit Käse und Moni hatte dieses Mal Lust, die Pizzaschnitten auszutesten.

Mit vollem Magen schlenderten wir dann durch die Stadt. Das Hauptziel des heutigen Tages bestand unter anderem darin, dem wohl günstigsten Klamottenladen in Glasgow einen Besuch abzustatten. Gesagt, getan und die Mädels konnten auch ein paar Sachen erbeuten. :) Die Zeit verflog wieder einmal wie im Flug und ruck zuck war es schon wieder Abend. Wir beschlossen heute, uns für das Abendessen zu trennen. Armin, Moni, Katrin und Sabrina fuhren mit dem Bus wieder zurück nach Paisley in das Pub, wo wir den ersten Abend bereits gegessen hatten. Ich wollte mit Tanja ihren Geburtstag in einem Malaysischen Restaurant nachholen. Der Besuch hat sich echt mehr als gelohnt! Es war wohl das authentischste Asienrestaurant, welches ich in Europa je gesehen habe. Die Speisen waren wirklich eins zu eins wie es sie auch in Singapur und Malaysia gibt. Es hat erstklassig geschmeckt und es kamen unglaubliche viele, schöne Erinnerungen wieder hoch. Man fühlte sich wirklich zwei Jahre zurückversetzt! Man wollte das Essen fast nicht aufessen, um den Moment noch ein wenig zu wahren. Aber es schmeckte einfach viel zu gut! :)

Danach machten auch wir uns wieder auf den Weg zurück nach Paisley und trafen uns im Hotel mit den restlichen Schweizers. Wir beschlossen, den Abend und den Besuch so ausklingen zu lassen, wie er auch begonnen hatte. Im Pub. Dort konnten wir auch noch den letzten Teil des Pflichtprogramms abhaken. Nämlich einen Whiskey zu trinken. Wir griffen zu einem, den auch ich zuvor noch nicht probiert hatte, aber wirklich ein sehr guter war! Ist momentan mit unter meinen Top 3! :) War ein sehr schönes Ende eines wirklich schönen Tages.

Am nächsten Morgen ging es gleich nach dem Frühstück los zum Bahnhof um dort den Zug Richtung Flughafen zu nehmen. Wir waren wirklich mehr als rechtzeitig vor Ort, aber wie sollte es anders sein, aus irgendeinem Grund, der uns bis zum Ende nicht ganz klar wurde, fuhren die Züge nicht oder hatten entweder ewig Verspätung. Es hatte irgendetwas mit dem Streckenabschnitt zwischen Paisley und Glasgow zu tun. So geschah es, dass der erste Zug komplett ausfiel und der zweite mit 30min Verspätung dann doch noch endlich eintraf. Gerade noch rechtzeitig, wenn da nicht die Flughafenkontrollen wären. Ohnehin schon spät dran, musste Sabrina Ihren ganzen Koffer erstmal genauer untersuchen lassen. Ist ja mal wieder klar. Laut Berichten wurde gerade noch so der Flieger erreicht, sodass alle nun wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen sind. Waren wirklich ein paar schöne Tage! „Kurz und Knackig“, um einen der Teilnehmer zu zitieren. :)

Noch ein paar Sätze zu meiner Person und die Arbeit, welche in den letzten Einträgen ja ein wenig zu kurz kam. Nicht, dass hier noch der Eindruck entsteht, ich bin nur am Touren! ;) Die Arbeit läuft soweit ganz gut. Es geht auf und ab, momentan habe ich aber wieder einen kleinen Lauf. Am kommenden Donnerstag muss ich eine 15min. Präsentation abhalten mit anschließend 5min Diskussion. Das ganze wird auf Video aufgezeichnet, später ausgewertet und so viel ich weiß auch ein wenig in die Note einfließen. Da bin ich natürlich schon ein bissi aufgeregt, habe mir aber vorgenommen, die alle an die Wand zu reden! :) Mit dem eigentlichen Schreiben habe ich noch nicht angefangen, da mein Betreuer es immer noch nicht geschafft hat, mit mir bei einem unserer Kurztreffen einen Namen für mein Thema auszuarbeiten, damit ich mal eine Gliederung habe. Sonst schreibe ich ja einfach so ins Blaue. Ich komme aber nach wie vor richtig gut mit Ihm zurecht und verstehe ihn mittlerweile auch (fast) perfekt. Er ist eben ein viel beschäftigter Prof und immer auf Achse. Aber ich werde das Ding schon schaukeln!

So, das war’s dann auch erst einmal. Hier noch die Bilder vom letzten Tag. Viel Spaß dabei und bis zum nächsten Eintrag!

27.04.09 Schweizers in Schottland - Unterwegs in Paisley und Glasgow

Mittwoch, 22. April 2009

11.04.2009 West Highland Way - Von Milingave nach Drymen

Hallihallo liebe Blogleserinnen und Leser,

ich bin’s mal wieder. Der Carsten aus Schottland. Seit ein paar Tagen frisch zurück von einer großen Wanderung über die Osterferienwoche. Ich, Holger und Steffen, das gewohnte Trio also, nahmen uns diesmal den West Highland Way vor. Einer der bekanntesten Langstreckenwanderwege in Großbritannien und wie man überall liest eine der besten Möglichkeiten, Schottland zu erkunden. Dieser Ausflug war auch das einzige was ich mir, bevor ich hier hergekommen bin, fest vorgenommen hatte zu machen. Daher habe ich mich auch gleich mit Zelt nach Schottland aufgemacht (Es ist hier schließlich erlaubt, überall in der Natur zu campen). Und das sei schon mal verraten: Es war der Hammer! Hat sich richtig gelohnt und meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Nachfolgend habe ich zu jedem Tag einen kleinen Bericht und ein paar Bildchen ins Internet gewuchtet. Geplant war, die Wanderung in maximal 9 Tagen durchzuziehen, mit einem Abstecher zum Ben Nevis, dem höchsten Berg Großbritanniens. Bei täglich 20km wäre das gerade zu schaffen. Wir haben’s allerdings ein Bisschen schneller geschafft, aber lest selbst….

Am ersten Tag unserer Reise hieß es früh aufstehen. Abfahrt war auf 7 Uhr angesetzt, um gegen 9 Uhr mit der Wanderung zu beginnen. Dass es alle schaffen rechtzeitig aufzustehen war dann wohl doch ein wenig zu optimistisch gedacht. Also ging es, nachdem alles Essen in die Rucksäcke verteilt und verstaut war, mit leichter Verspätung, einer Stunde, relativ zeitig los. Zuerst mit Bus zum Bahnhof, dort mit dem Zug nach Glasgow zum Hauptbahnhof. Dann hieß es quer durch die Innenstadt zu marschieren, sozusagen als kleines Warmlaufprogramm, um dann bei einer anderen Bahnstation in den Zug nach Milingave umzusteigen, einem der äußersten Vororte von Glasgow, wo der West Highland Way sein Start oder Ziel hat, je nachdem in welche Richtung man läuft. Vor Ort trafen wir noch kurz meinen Betreuer, der in Milingave gleich in der Nähe wohnt. So musste man schon nicht den Selbstauslöser für das erste Gruppenfoto bemühen. :)

Danach ging es dann los, was mit dem ganzen Gepäck zu Beginn ziemlich ungewohnt war. Aber es war uns natürlich klar, auf was wir uns da eingelassen hatten. Landschaftlich befindet man sich in Glasgow theoretisch noch in den Lowlands, dem schottischen Flachland, welches sich im Süden befindet. Aber eben schon an der Grenze zu den Highlands, dem schottischen Hochgebirge, durch welches wir, wie der Name des Weges schon andeutet, durchwandern wollen. Zumindest einen kleinen Teil, da Schottland zum größten Teil aus den Highlands besteht. Und wenn wir schon einmal dabei sind, hier noch ein wenig Geografieunterricht. Die Highlands entstanden durch die beiden Eiszeiten, die es in der Vergangenheit gab. Dadurch wurden jeweils die weichen Gesteinschichten abgetragen, sodass die Berge größtenteils aus grauem bis schwarzem Vulkangestein bestehen und auch im Vergleich zu den Alpen, die ja durch Plattenverschiebungen entstanden sind, meist viel glatter aussehen, nicht zuletzt da sie auch um einiges älter sind. Soweit also zur Geschichte und Entstehung der Highlands. Zurück zur Wanderung.

Wie bereits erwähnt beginnt die erste Etappe in den Lowlands, jedoch schon nach den ersten Kilometern kann man die ersten Ausläufer der Berge sehen. Man merkt auch den Unterschied in der Vegetation. Man kann an den Landschaften hier durch das dominierende Grün schon deutlich mehr den anbrechenden Frühling ansehen, als in den Highlands, wo die meisten Hänge und wiesen sich noch mit eher gelblichen Gras schmücken. Fürs Auge schaut jedoch beides äußerst ansehnlich aus.

Da wir uns in der Osterzeit auf die Wanderung begaben, haben wir unterwegs einige Tagesausflügler getroffen. Allesamt natürlich Schotten. Es gab jedoch auch nicht wenige, die wie wir den ganzen Weg durchliefen. Die meisten jedoch ohne Gepäck. Es gibt nämlich auch einen Gepäckservice, der einem für täglich 5 Pfund das Gepäck vorneweg fährt. Sprich, man sagt einfach, von wo bis wo man läuft und ein Kleinbus holt und liefert ab. Aber wir wollten uns natürlich die volle Dosis geben! :) Ein Schotte, mit dem wir uns ein wenig unterhielten, fragte mich auch gleich, ob ich ein ganzes Waschbecken hinten drin hätte. Ok, mein Rucksack war auch ziemlich groß, siehe Bilder, aber einer musste ja schließlich eines der Zelte mitschleppen. :) War jedenfalls sehr nett immer wieder mit Menschen ins Gespräch zu kommen, vor allem, da man viele Schotten traf.

Bei Tageskilometer 10 machten wir dann Mittagspause neben dem Weg. Es gab Brot mit Nutella und/oder Käse. Nach weiteren 10 Kilometern erreichten wir dann am Nachmittag Drymen. Dort kehrten wir erstmal in ein Cafe/Pub ein auf Bier und Kuchen. Wir waren doch schon gut geschafft für den ersten Tag und es stellte sich die Frage, wie gut wir das ganze hier durchstehen werden. Glücklicherweise spielte das Gepäck eigentlich ab dem nächsten Tag gar keine Rolle mehr, da sich der Körper völlig auf die Situation einzustellen schien. Die Herausforderung war dann „nur“, ob Beine bzw. Füße durchhalten. :) Nach dem Pub beschlossen wir noch weiterzugehen, so weit wie es eben geht. Nach 500m stellten wir aber fest, dass es wohl besser ist, doch eher gleich einen Schlafplatz zu suchen. Nach ein paar weiteren hundert Metern fanden wir dann am Waldrand eine gute Stelle zum Übernachten. Es war sogar eine Feuerstelle vorhanden. Wir waren wohl nicht die ersten hier. Das Abendessen bestand dann aus Bratkartoffeln aus der Packung, die wir auf dem Campingkocher versuchten anzubraten, aber doch eher nur erwärmten. Später wärmten wir ns noch ein wenig an einem kleinen Lagerfeuer und spielten ein bisschen Karten. Um 21:00Uhr (gewöhnliche Bettzeit während der ganzen Wanderung) lagen wir dann in den Zelten. Holger und Steffen zusammen in Holgers Zelt, welches er kurz vor der Wanderung noch gekauft hatte, und ich und die Rucksäcke in meinem.

Fazit:
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gelaufen: 21km
Abmarsch: ca. 10:00Uhr
Ankunft: ca. 17:00Uhr

11.04.2009 West Highland Way - Von Milingave nach Drymen