Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Donnerstag, 19. März 2009

Besuch von Tanja - Tag 4: Edinburgh und Paisley

Der nächste Tag in Edinburgh begann mal wieder, wie sollte es anders sein, mit einem Britischen Frühstück. Diesmal aber in einem Pub. Es gab das übliche (Wurst, Ei, gebackene Bohnen, gebratene Blutwurst, Speck, Toast) und sogar ne vegetarische Version mit Gemüsewürste die echt lecker waren. Um die anschließend eintretende Fressnarkose schnellstmöglich abzuschütteln, beschlossen wir, auf einen kleinen „Berg“ (vielmehr Hügel) zu laufen der sich am Rande des Stadtzentrums befindet. Auf dem Weg kamen wir noch an einem alten Friedhof vorbei.

Auf dem Hügel hatte man wirklich einen super Blick über die Stadt. Außerdem war man auch mal wieder ein wenig im satten, schottischen Grün. Immer wieder ein Genuss. :) War jedenfalls eine gute Idee, dort hoch zu gehen. Danach haben wir uns noch ein wenig die Teile der Altstadt angeschaut, die wir bisher noch nicht gesehen haben und einfach die Atmosphäre genossen.

Am Nachmittag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen und die zweistündige Heimreise nach Paisley anzutreten. Dort angekommen musste noch schnell im Supermarkt das nötigste besorgt werden. Am Abend hatten wir dann eine kleine Abschiedsfeier zu Ehren des Gastes aus Deutschland. James, mein indischer Mitbewohner, wollte für uns kochen, was wir natürlich dankend annahen und es war wirklich richtig lecker (gebratener Reis, gebratenes Rindfleisch und Gemüse-Pilz-Pfanne). Danach sind wir einfach noch ein wenig zusammen gesessen und haben den Tag bei ein paar Bier ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen ging’s dann sehr früh los Richtung Flughafen und es hieß wohl oder übel wieder Abschied nehmen. Wie immer gingen die Tage viel zu schnell vorbei, aber es war wirklich ne sehr schöne Zeit! Zwar nicht sehr erholsam aufgrund der vielen Ausflüge (vor allem Tanja braucht nach eigener Aussage erst mal Urlaub vom Urlaub :) ), aber so was nimmt man natürlich gerne in Kauf. War echt ne super Zeit!

…Und dieses Wochenende geht’s schon wieder weiter. Ich, Holger und Steffen wollen wieder eine Tour mit dem Auto machen. Diesmal den Süd-Östlichen Teil Schottlands, da wir das letzte Mal ja „nur“ den Süd-Westen erkunden konnten. Da freu ich mich natürlich schon wie bolle drauf! Freitag gegen 14:00Uhr geht’s los. Aber hier erst mal die Bilder vom letzten Tag mit Tanja. Macht’s gut und habt ne schöne Zeit! Bis die Tage!

15.03.09 Edinburgh und Paisley

Mittwoch, 4. März 2009

E I L M E L D U N G ! ! !

Eine kurze Mitteilung des freiwilligen Wetterdienstes in Paisley. Man glaubt es kaum, aber es hat doch tasächlich angefangen zu schneien..... Mal schaun, ob ich morgen die Skier anschnallen kann!


Montag, 2. März 2009

Ein ereignisreicher Februar geht zu Ende...

Einen wunderschönen guten Morgen/Tag/Abend/Nacht (bitte nicht zutreffendes durchstreichen :) )

Da ist er nun also auch schon vorbei, der gute alte Februar und mit Ihm meine ersten beiden Wochen in Schottland. Das war ja echt mal was. Von der ersten ist ja schon so ziemlich alles bekannt, daher hier ein paar kurze Worte zu den letzten Tagen:

In Woche Nummer 2 ging es von Montag bis Freitag erstmal mit Vollgas in Sachen Diplomarbeit los. Wobei man eher sagen muss, Vollgas mit einigen Unterbrechungen. Bei dem Berg an Aufgaben die vor einem liegen fällt es schwer, sich aufzuraffen mal irgendwo anzufangen, was so mancher Leser aufgrund seiner eigenen derzeitigen Situation bestimmt nachvollziehen kann. Dann gab es beim Einarbeiten in den Stoff (v. a. Programmiersprachen) doch immer wieder erhebliche Probleme, sodass auch Tage verstrichen, an denen statt Vollgas Stagnation herrschte. Daher ein Lob an den Kollegen, der den Freitag erfunden hat. Dort habe ich eigentlich 90% meines Wochenziels noch erledigen können. Hatte schon gedacht, na das geht ja gut los, aber mittlerweile schnurrt der Motor wieder. :)

Man sollte es aber natürlich nicht übertreiben. Da könnte es ansonsten schnell mal einen Kolbenfresser geben. Daher empfiehlt es sich, hin und wieder die Spätschicht in der Garage aufzusuchen um alles wieder gut einzuölen. So geschehen am Donnerstag. Spontane Küchenparty in unserer WG, Freitag, Party beim Studentenbund wo Sie das Öl auch aus dem Zapfhahn auf Lager haben und Samstag, mal hier mal dort ein wenig gequatscht, entspannt Einkaufen gewesen und dem strömenden Regen zugeschaut, der sämtliche Aktivitäten im Freien platzen ließ. Man beachte auch den grandiosen Wortwitz welcher sich in diesem Abschnitt versteckt findet.

Das Wochenende bestand aber nicht nur aus Kundendienst. Nein, nein. Bei gelegentlicher Internetverbindung wurde noch versucht, die für meine Diplomarbeiten benötigten Sachen (Programme, etc.) auf dem Laptop zu installieren, was mich einiges an Nerven gekostet hat. An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an Ralf, der mich nach Kräften beim Kampf gegen den Computerteufel unterstützt hat. Merci!

Eine nähere Betrachtung Glasgows musste daher aus mangelnder Zeit aufs nächste Wochenende verschoben werden. Dafür hab ich mich in Paisley noch ein wenig umgeschaut und auch ein super Pub entdeckt. Hat mich auf jeden Fall nicht zum letzten Mal gesehen. :)

Kleiner Ausblick bzw. Rückblick auf den bisherigen März:

Habe mir heute 3 Stunden mit meinem Betreuer die Zeit "vertrieben". Mann-o-mann, war das anstrengend! 3 Stunden lang aufpassen wie ein Luchs, um auch ja kein Schlüsselwort seiner Sätze zu verpassen. Dies ist notwendig um 80% der Sätze seinerseits überhaupt verstehen zu können. Beim Rest erriche ich sogar schon den Hauptgewinn indem ich es schaffe, Subjekt, Verb und Objekt zu entschlüsseln. Er erkundigte sich heute sogar nochmals bei mir, ob ich Ihn verstehen kann. Er sei einfach schlecht im langsam reden, "normales" Englisch kann er irgendwie nicht und wenn er euphorisch wird, also so ziemlich immer, überschlagen sich sowieso die Vokabeln. Aber mittlerweile hab ichs echt schon ganz gut drauf. Ich dürfe Ihn aber natürlich jederzeit anhauen und nochmal nachfragen. Nur meistens bis ich merke, ich kann den Satz mir jetzt nicht zusammenreimen, fragst mal nach, ist er schon wieder 3 Sätze weiter. Jaja, nicht ganz einfach das ganze. Vor allem ist für meine Arbeit ja so ziemlich alles wichtig was er so sagt. Aber wie gesagt, es klappt bereits ganz gut und wird immer besser. Außerdem wieso schreibt man sonst seine Arbeit im Ausland, um sich nicht mit solchen Problemen rumzuschlagen? Herrlich. :) 

Zum Thema Sprache fällt mir noch eine kleine Geschichte ein. Am Sonntag waren ich, Steffen (Mitbewohner) und noch ein Mädel aus Deutschland deren Namen die ich vorher noch nicht kannte und deren Namen mir schon wieder entfallen ist, wie bereits erwähnt einkaufen. Ja, richtig gelesen. In Paisley, wo nach 18Uhr eigentlich die Bürgersteige hochgeklappt werden (außer die pubs natürlich) kann man Sonntags im Supermarkt einkaufen! Wir haben uns mit ein paar Kartons Bier eingedeckt, weil es gerade ein Angebot gibt (2 für 1,5), da ja nächstes Wochenende eine kleine Feier sich ankündigt und was man halt sonst so braucht. Man nehme aufgrund der Last natürlich ein Taxi zurück (3 Pfund, also für jeden 1, passt!). Erstmal musste der Taxifahrer auf dem Handy angerufen werden (mir kam natürlich die Ehre zu teil). Schottische Dialekt + Telefon = nix verstehe in Athen bzw. Paisley. Aber ging sogar noch gerade so. Taxi kam dann auch sehr fix angebraust. Der Fahrer machte dann ein paar Witzchen über unser ganzes Bier. Keiner lachte bzw. sagte was. Steffen warf einfach mal ein "ist für eine Party" in die Runde, auf gut glück es könnte darauf passen. Auf dem Weg zur Unterkunft bog er dann auf einmal ab in eine Straße, die genauso heißt wie unsere Unterkunft, nur eben ohne "Campus" noch hintendran. Wir hatten bei seiner Zielangabe einfach mal ja gesagt, weil wir dachten, er hat das "Campus" einfach mal wieder verschluckt. Nach ein bis zwei Minuten Sightseeing waren wir dann aber auch wieder auf der Spur und alsbald am Ziel. Der Taxifahrer, der übrigens wirklich nett war, lies sich natürlich nicht lumpen und stieg nochmal aus um uns ein paar Phrasen um die Ohren zu hausen. Um nicht völlig bedäppert dazustehen antworteten wir einfach mal jeden zweten Satz auf gut glück Dann rauschte er wieder davon.
Steffen: "Hast du ihn verstanden?"
Ich: "Ne, du?"
Steffen: "Ne."
Ob unser gesagtes also Sinn gemacht hat, wird wohl für immer ein Mysterium bleiben. :)

So viel also zum Thema Sprache. Heute geht hier übrigens schon fast die Welt unter bei Sturm und mörderischem Regen. Ich wurde eiskalt davon auf dem Heimweg von der Uni erwischt. Tja, auch darauf muss man sich eben einstellen. Schirme bringen bei dem üblichen Wetter hier übrigens auch nicht mehr viel. Es sei denn, man hat einen aus T-Trägern.... Morgen soll es Schnee geben. Na, da sind wir ja mal gespannt was so kommen mag....

Nachfolgend findet ihr noch ein paar auserwählte Bilder der Woche. Viel Spaß beim gucken!

Carsten Scoles (So wurde mein Name neulich von einer Sekretärin ausgesprochen...)

23.02.09 - 01.03.09 Ein mal Alltagswoche süß-sauer bitte!

Dienstag, 24. Februar 2009

Tour durch Süd-West Schottland: Tag 1 - Von Paisley nach Ayr

Hallo alle zusammen,

habe den Ausflug übers Wochenende bestens überstanden und es hat sich wirklich richtig gelohnt. Wir haben echt total viel gesehen, sind durch wunderschöne Landschaften gewandert
und hatten einfach ne richtig gute Zeit. Hier ein kleiner Reisebericht und ein paar Bilder vom Wochenende.

Am Freitagnachmittag um 15:00Uhr ging es für mich, Steffen (mein WG-Kollege) und Holger (er wohnt ein Haus nebenan und ist mit dem Auto hier, welches wir für den Ausflug genommen haben) in Paisley los. Zuvor noch kurz Proviant besorgt und dann einfach mal Richtung Süd-West, Fernziel Kilmarnock. Aufgrund der kurzen Zeit, in der wir noch Tageslicht hatten, galt es gut zu überlegen, was es sich noch lohnt zu unternehmen. In Kilmarnock schauten wir uns noch das Dean Castle (Schloss Dean) an (war aber leider zu). Als nächstes Fernziel wählten wir Troons an der Westküste. Auf dem Weg dorthin stoppten wir am ältesten Viadukt der Welt (über das aber kein Zug mehr fährt) wo wir noch eine kleine Wanderung machten und beim Dandonald Castle. Bei der Ankunft in Troons war es dann auch schon tiefste Nacht. Wir gingen noch in zwei Pubs (Bars) um den Abend ausklingen zu lassen. Zwischendrin sind wir noch, wie es sich für Großbritannien gehört, bei einer Fish & Chips (Fisch und Pommes) Bude vorbei, um ne Kleinigkeit zu essen.

Danach, so gegen 23:30Uhr, hieß es auch schon Schlafplatz suchen. Eigentlich war es so geplant, dass ich Zelte und Holger und Steffen im Auto schlafen. Wir befanden uns momentan aber an der Westküste und dort weht im Februar doch noch ein ziemlich starker, eisiger Wind. Daher beschlossen wir, es mal zu dritt im Auto (einen Golf!) zu versuchen. Wir fuhren noch ein Stück weiter nach Ayr, da dies ohnehin unsere Route für den nächsten gewesen wäre, um einen Platz fürs Auto zu finden. Nachdem wir erkannt haben, dass der Golfplatz (fast jede Kleinstadt in Schottland hat einen Golfplatz) wohl doch nicht so der beste Ort zum Autoabstellen ist, haben wir schließlich noch ne ruhige Ecke kurz vor dem Campingplatz gefunden. Dann hieß es Füße einziehen und versuchen ein wenig zu schlafen. :)

20.02.09 Tour durch Süd-West Schottland Tag 1 - Von Paisley über Kilmarnock und Troons nach Ayr

Tour durch Süd-West SChottland: Tag 2- Von Ayr zum Galloway Forest Park

Der zweite Tag begann gegen 7:30Uhr. Nachdem alle Gelenke wieder eingerenkt waren, ging es erstmal an den Strand zum Frühstücken und aufwachen. Dort konnten wir in der Ferne auch noch die Burgruine von Ayr erkennen, die sich direkt an der Küste befindet. Es ging anschließend weiter Richtung Süden immer an der Westküste entlang. Zwischendrin sind wir immer mal wieder angehalten, um die schöne Landschaft zu genießen und auch eine Burgruine haben wir noch entdeckt. Nächster planmäßiger Stopp war Culzean Castle, eines der besterhaltendsten Schlösser in Schottland und somit auch eines der wichtigsten. Der Eintritt in das Schloss kostet auch satte 15€, was wir uns vor Ort überlegt hätten, ob wir die investieren wollen. Aber da Winter und gerade keine Saison ist hat auch dieses Schloss, wie auch viele andere Sehenswürdigkeiten auf unserem Ausflug, geschlossen gehabt. Wer will, kann für 500€ hier sogar in den Gemäuern noch übernachten. Drumherum ist alles noch sehr gut erhalten, wie zum Beispiel Schießpulvertürme oder auch Seen und Parkanlagen. Wir machten noch ne kleine Wanderung und reisten dann wieder weiter an der Küste entlang nach Süden. Das Ziel war die Halbinsel im äußersten Süd-Westen Schottlands, wo sich auch der südlichste Punkt (Mull of Galloway) befindet. In Stranraer, einer etwas größeren Hafenstadt, nahmen wir noch ein zünftiges Englisches Frühstück zu uns und es konnte gestärkt weitergehen um die Halbinsel zu erkunden. Hier fanden wir viele wunderschöne grüne Hügellandschaften und Klippenszenerien vor. Wir sind immer wieder einfach ein wenig herumgewandert, sodass wir fast die Zeit vergessen haben und der Tag immer schneller zu Neige ging. Gerade so schafften wir es noch bei Sonnenuntergang zum südlichsten Punkt Schottlands und sind anschließend wieder ein Stück Landeinwärts nach Newton Stuart gefahren, um dort die Jugendherberge aufzusuchen um uns zu erkundigen, was dort die Nacht denn kosten würde. Tja, leider war die Herberge dieses Wochenende von einer Gruppe gemietet worden und Bed & Breakfast war uns zu teuer. Es ging daher erstmal in ein Pub. Weil wir von der ganzen Tour doch wieder ziemlichen Hunger nach etwas richtigen hatten (Brot und Kekse hatten wir ja dabei), war es gar nicht so einfach, noch eines zu finden, welches Essen servierte. Als wir dann eines fanden, beschloss ich meinen ersten Haggis zu probieren. Das Nationalgericht Schottlands. Haggis ist mit Schafsinnereien gefüllter Schafsmagen, der drei Stunden gekocht werden muss. Meiner (und auch Holgers, der das gleiche aß) war aber komischerweise zerkleinert. Dabei wird er eigentlich im Ganzen serviert. Tja, dieses Gericht muss wohl noch mal wo anders probiert werden. Zu späterer Stunde fuhren wir dann noch ein wenig weiter Richtung Galloway Forest Park, einem Nationalpark und gleichzeitig das größte zusammenhängende Waldgebiet Schottlands, wo wir am nächsten Tag eine Wanderung machen wollen. Übernachten in der Juhe viel ja flach, daher packte ich noch mitten in der stockdunklen Nacht mein Zelt aus. Holger und Steffen schliefen im Auto. Obwohl ich der festen Überzeugung war, meine Luftmatratze in Paisley eingepackt zu haben, war dies wohl nicht der Fall und es blieb mir nichts anderes übrig, als einen dünnen Teppich von Holger und ein Badetuch von Steffen als Ersatz zu nehmen. Es war zwar trotzdem noch ziemlich kalt vom Boden her und natürlich auch sehr uneben, es ging aber gerade noch so. Problematischer war eher, dass ich meine dicken Socken im Auto liegen lassen hab und dies erst eine Stunde später bemerkte. Ich kann daher nun bestätigen, dass es sich mit eisigen Füßen ziemlich unruhig schläft. Immerhin, am Oberkörper und Hals war es mir warm und ich kam daher ohne Erkältung davon. Nur mit etwas wenig Schlaf…

21.02.09 Tour durch Süd-West Schottland Tag 2 - Von Ayr an der West - und Südküste entlang