Das Wetter in Sambias Hauptstadt
(manchmal gibt es keine Daten oder sie sind verzögert)

Dienstag, 17. Februar 2009

Ankunft und erste Eindrücke aus Pasiley

So, etwas später als eigentlich geplant kommt hier nun meine erste Meldung aus dem seit meiner Ankunft dauerbewölkten Pasiley/Schottland.

Gestern (Montag) morgen ging es ja schon in aller hergottsfrühe, die S-Bahn fuhr um 05:00Uhr, los zum Stuttgarter Flughafen. Danke auch noch mal an Sabrina und Katrin für das Asyl und dass Ihr die Aufbruchhektik ertragen habt :). Nach einem Hollywoodreifen Abschied am Flughafen ging es dann auch schon los, d.h. aufgrund des Schneefalls mit etwas Verspätung, da die Maschine kurz vor dem Start noch enteist werden musste. Hab ich bisher auch noch net mitgemacht, wenn man da schon fast auf der Startbahn steht und dann zwei LKWs angefahren kommen und die ganzen Tragflächen mit einer Salzwasserlösung abspritzen. Der Start war dann witterrungsbedingt auch nicht gerade der sauberste, den ich mitgemacht habe, aber wie man sieht sind wir ja glücklich hoch und wieder runtergekommen, soviel sei schon einmal verraten. Vielleicht merkt man auch, dass mir beim Fliegen immer ein klein wenig mulmig ist, auch wenn ich jeden Flug bisher immer voll und ganz genossen habe. Ist einfach komisch, so ewig weit oben zu sein und sein Leben in ein bisschen Metall und Elektronik zu legen. Aber zurück zum Thema. Der Flug verlief dann über den Wolken problemlos, bis auf einige starke Turbulenzen überm Ärmelkanal. Dann also Ankunft in London Heathrow, dem berühmt berüchtigten Chaos-Flughafen und ich kann das auch nur bestätigen. Ich kam an am Terminal 5 und konnte Gott sei Dank auch dort in die andere Maschine umsteigen, da um allein vom ersten zum letzten Gate zu kommen man schon 30Minuten einplanen muss (an einem einzigen Terminal und mit Bus oder Zug, die hin und her pendeln!) Zuvor musste ich mich aber erstmal noch in die richtige Warteschlange einreihen (Weiterreise in ein Europäisches Land, weiterreise in ein nicht-europäische Land, weiterreise innerhalb Großbrittaniens, EU Bürger, nicht-EU Bürger). Nach zweifacher Pass – und Ticketkontrolle mit anschließendem Fototermin wurden dann wieder alle Schlangen zusammengeführt um einen erneuten Sicherheitscheck durchzuführen. Zur Erinnerung: Ich habe seit meinen Abflug das Flughafengelände nie verlassen, habe also keine Möglichkeit gehabt, mich mit irgendwelchen „gefährlichen“ Utensilien zu bestücken und in Stuttgart hatte ich selbstverständlich schon einen Sicherheitscheck durchlaufen. In London hieß es dann aber erstmal 30 Minuten anstehen um dann (fast) alles auszuziehen, d.h. sogar Gürtel und Schuhe. Nachdem ja ein paar Mal hier Alarm war, nimmt man es wohl mit den Sicherheitsvorkehrungen ganz genau. Vielleicht auch ein bisschen zu genau meiner Ansicht nach. Naja, jedenfalls ging es dann nach den ganzen Querelen auch schon bald wieder los Richtung Glasgow. Im Landeanflug gab es erneut heftige Turbulenzen aufgrund von Schlechtwetterwolken. Außerdem ist mir vor lauter Druck auf den Ohren bei beiden Landungen fast der Kopf geplatzt. Irgendwie scheint es aber nur mir so gegangen zu sein, wenn ich mich so umschaute, da der Rest immer sehr relaxt dagesessen ist. Verglichen mit London ist der Glasgower Flughafen ein echtes Wohnzimmer und es gab nicht einmal mehr eine Passkontrolle (obwohl internationaler Flughafen!).

Als ich dann nach draußen kam wurde ich sogleich vom Nieselregen begrüßt, welcher waagerecht von einer anhaltenden „Briese“ über das Land gepeitscht wurde. Willkommen in Schottland! Trotz schwerem Gepäck habe ich mich dann aber gegen ein Taxi entschlossen und versuchte, meine zuvor in Deutschland geplante Bustour mit einmal umsteigen durchzuziehen. Obwohl ich den im Internet gefunden Bussteig am Flughafen dann nicht vorfand, habe ich wenigstens den Bus gefunden. Das ist ja schon mal die Hauptsache. Problem nur, dass es in Schottland trotz Großstadt keine Ticketautomaten gibt sondern es wird noch ganz klassisch im Bus bezahlt. Das hat dann aber auch gut geklappt, obwohl die gute Frau mir hätte auch alles verkaufen können. Trotz ebenfalls fehlender Haltestellenanzeige oder Durchsage habe ich es geschafft, meine Haltestelle zum Umsteigen nicht zu verpassen. Im nächsten Bus musste ich dann gleich nochmals bezahlen, da, nächstes Problem, der komplette Busverkehr von 4 verschiedenen, völlig voneinander unabhägigen Busgesellschaften betrieben wird und man eigentlich generell immer in eine andere umsteigt. Komischerweise unterschieden sich sogar die Ticketpreise ziemlich stark, sodass es sein kann, man bezahlt für dieselbe Strecke 80 cent mehr als bei einer anderen. (Ich spreche hier natürlich selbstverständlich aus Erfahrung)

Nachdem dies alles wie am Schnürchen geklappt hat bin ich dann bei meiner Unterkunft angekommen, welche komplett mitten im Grün liegt. Man sieht wirklich kein einziges Haus mehr drumherum. Aber wenigsten mit Bushaltestelle davor. Man braucht ca. 10 Minuten bis in das Zentrum von Paisley, wo auch eine Bahnverbindung mit Glasgow besteht. Als ich mich dann beim Hausmeisterbüro angemeldet habe, wurde mir erstmal mitgeteilt, dass abweichend von meinen bisherigen Informationen keine Bettsachen bereitgestellt werden, d.h. außer eine nichtüberzogene Matratze ist nichts vorhanden. Aber man könne Bettwäsche bei Ihnen für 53 Pfund (momentan ungefähr 60€) kaufen. Habe darauf erstmal verzichtet und die erste Nacht in mitgebrachten Schlafsack und auf kleinem Campingkissen verbracht, was übrigens echt gar nicht übel war. Werd aber nachher mal im Einkaufszentrum schauen, ob ich da nicht was günstigeres finde. Jedenfalls wurde mir anschließend der Schlüssel in die Hand gedrückt mit einem Infozettel über öffentliche Verkehrsmittel, Internet, nächster Supermarkt, usw. Das Wohnheim auf dem „Thornley Park Campus“ (so heißt das Areal auf dem es sich befindet) besteht aus mehreren Häusern (manche neuer, manche älter - meins ist älter), welche in der Regel drei Etagen besitzen mit jeweils zwei Appartements. Pro Appartement kommen dann bei vollständiger Belegung 6 Leute, jeder sein eigenes Zimmer, die sich einen Aufenthaltsraum inkl. Küche und zwei Badezimmer (beide mit WC, eines mit Dusche, das andere mit Badewanne) teilen. Als ich dort ankam, wurde ich erstmal von den beiden Putzfrauen begrüßt, die jeden Tag die Gemeinschaftsräume reinigen und dann habe ich noch Steffen kurz getroffen. Dass er auch Deutscher ist, stellte sich erst beim zweiten Treffen am Abend heraus. Wir haben aber sofort beschlossen, dass wir Englisch reden werden und das hat dann gestern auch prima funktioniert. Sonst ist ja der ganze Aufenthalt der Sprache wegen für die Katz. Außerdem wohnen in unserer WG noch zwei Chinesen, Jean und Scott (warum auch immer sie mir diese Namen nannten), die man aber laut Aussage anderer anscheinend nicht sehr oft zu Gesicht bekommt und sich nur von Eiern ernähren (wir haben in der Küche mindestens 10 so große Stapelkartons wie man Sie beim Eierhändler sieht) und noch James, einen Inder mit ebenfalls typisch indischem Namen. Mein eigenes Zimmer ist echt nicht schlecht mit viel Stauraum und ansonsten eben zweckmäßig eingerichtet. Da kann man sich nicht beschweren.

Anschließend bin ich dann ohne Rast gleich mal an die Uni gefahren, welche sich im Zentrum von Pasiley befindet, um vielleicht gleich so organisatorische Sachen wie Einschreiben usw. zu erledigen. Außerdem musste ich mich noch für die Internetnutzung im Wohnheim registrieren. In der Uni wurde ich dann erstmal 5 mal von Amt zu Amt geschickt, bis ich endlich ankam, wo man mir weiterhelfen konnte, aber auch nur bedingt. Erledigen konnte ich noch nichts, aber immerhin alles anschieben und spätestens am Mittwoch habe ich dann hoffentlich meinen Studentenausweis und dann steht zumindest schon mal der ganze Verwaltungskram. Für das Internet konnte ich mich immerhin gleich anmelden, aber selbst hier an der Uni, wo ich mich gerade befinde, ist es stellenweise so langsam, dass ich mit Modem echt noch schneller wäre und was am traurigsten war, im Wohnheim funktionierte es überhaupt nicht bzw. nur mal kurz, da sich das W-LAN Gerät wohl irgendwo befindet, aber nur nicht in Zimmerreichweite. Das Problem haben übrigens alle die dort wohnen. Heute wurde mir dann auch noch von der Computerverwaltung an der Uni erzählt, dass Sie schon seit MONATEN Probleme mit dem Internet im Wohnheim haben und auch hier an der Uni kommt es immer wieder zu Störungen. Na super sag ich da nur. Dann wird es wohl doch schwieriger, ab und zu mal über Skype zu telefonieren. Schaun mer mal.

Am Abend dann war gleich noch ne Feier. Ein Franzose von der Nachbar-WG hat in den Geburtstag reingefeiert. James, der Inder, hat daher Abendessen gekocht und danach haben wir noch mit Dosenbier, Wein und einer Bowle aus Sekt und Zitronenlimonade reingefeiert. War echt ein super Abschluss und es kamen noch ein paar andere Stunden aus anderen WG’s vorbei. Als sich dann noch herumsprach, dass mein Geburtstag auch schon quasi vor der Tür steht, war die Begeisterrung groß, die Feier schon fast organisiert und das Datum für die Party hängt auch schon aus. So schnell kanns gehen und ich musste nicht mal nen Finger rühren. :)

Ansonsten geht es mir hier wirklich sehr gut. Ich habe mich sofort zurechtgefunden und auf meinen Orientierungssinn konnte ich mich auch sofort verlassen. Hat auch was, wenn man hier komplett nach der Ankunft auf sich allein gestellt ist (in Singapur hat mir ja ein Dozent vor Ort gleich alles gezeigt, wo ich was finde) und sich dann so irgendwie zurechtfinden muss. Aber wie gesagt, hab das alles bestens hinbekommen. Der schottische Dialekt ist natürlich noch gewöhnungsbedürftig und ab und zu verschlucken sie mir doch mal ein Wort zu viel, sodass ich nachfragen muss. Klappt aber auch prima. Nur das Essen hier, tja, was soll man sagen. Sehr fettig oder ölig. Es gibt zu allen Gerichten die ich irgendwo gesehen habe Pommes. Außer Salat gibt es eigentlich nichts, dass nicht in irgendeiner Weise Fett oder Öl in der Pfanne oder Fritteuse gesehen hat. Und wenn beim Salat mal Dressing dabei ist, dann meist etwas mit mayo. Heute morgen habe ich mir mal ein original Britisches Frühstück gegönnt, was mit 3,50 Pfund (ungefähr 4€) auch richtig günstig war. Es beinhaltete Ein Spiegelei, 2 Streifen gebratenen Speck, Blutwurst (gebraten!), eine Art Kartoffelpfannkuchen, gebratenes Hackfleisch vom Schwein, einen Tost und gebackene Bohnen. Dazu noch Englischen Tee mit Milch. War eigentlich echt nicht schlecht, nur eben alles ziemlich fettig und ich bin nach 4 Stunden immer noch papp satt. Das will echt was heißen. Sprich, wenn ich hier jeden Tag echt Britisch essen würde, könnte sich mein Aussehen evtl. ein wenig verändern. An manchen Schotten kann man die hiesigen Essgewohnheiten schon ziemlich gut erkennen. Selbst im Supermarkt bekommt man außer frischen Sachen nur fettiges Zeug. Es gibt sogar Supermärkte, die ausschließlich gefrorene Fertigprodukte verkaufen. Am krassesten viel mir das beim Brot auf. Dieses ist extrem weich, sodass es sich bei der kleinsten Belastung zu einem Klumpen verformt. Dann gibt es natürlich fast ausschließlich Weißbrot und wenn mal Vollkorn draufsteht, ist da zwar irgendwas anderes und vielleicht noch ein paar Körner drin, aber ganze bestimmt kein anderes Mehl, wenn dies überhaupt drin ist. Schenkt sich also nicht viel. Darauf werd ich mich also wohl am meisten freuen wenn ich mal wieder in Deutschland bin. Eine richtig schöne Brotzeit. :) So schlimm ist es dann aber auch nicht. Generell sind die Schotten, beurteilt anhand derer die ich bisher kennen gelernt habe, ein sympathisches Völkchen das wie es den Anschein hat den Alltag auch noch ein wenig ruhiger angehen lässt. Zum Beispiel musste ich allein an der Supermarktkasse 15 Minuten anstehen, obwohl gerade mal drei Kunden vor mir waren. Gestört hat das aber niemanden.

Bezüglich der Diplomarbeit war ich heute morgen schon bei Neil Pitcher, dem Dozenten, mit dem ich im Vorfeld schon viel Kontakt hatte und der meinen Aufenthalt hier auch ein wenig zu managen scheint. Es sieht so aus, also würde sich nun endlich ein Betreuer für mich herauskristallisieren. Gleich nachher soll ich nochmal bei Ihm vorbeikommen. Vielleicht gibt’s ja schon irgendwelche Neuigkeiten.

So, das soll es dann fürs erste auch mal gewesen sein. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen, da einfach momentan jede Minute wieder etwas neues passiert. Unten finden Ihr wieder einen Link zu ein paar Bildern, die ich gestern gemacht habe. So ein paar erste Eindrücke. Die Tage werde ich auch mal Unterkunft usw. ein wenig ablichten. Einfach bei Gelegenheit und Interesse mal wieder vorbeischauen. Ich hoffe, euch geht’s soweit auch ganz gut. Abgesehen von der Dauerbewölkung und dem ab und zu einsetzenden Nieselregen lässt es sich bei konstant 10-11°C hier eigentlich echt gut aushalten. Da habt Ihr es ja glaube ich noch ein klein wenig kälter… Also, bis die Tage!

16.02.09 Ankunft in Paisley/Schottland

Dienstag, 20. Januar 2009

Der Countdown läuft....

Am 16.02.2009 wird es also soweit sein. Ich trete die Reise ins schottische Paisley bei Glasgow, vergleichbar mit Esslingen bei Stuttgart, an, um dort an der "University of the West of Scotland", kurz UWS, einer Partnerhochschule, meine Diplomarbeit zu schreiben. Momentan gibt es aber noch mehr als genug in Deutschland zu tun (die letzten Prüfungen des Studiums, usw.). Sobald es aber losgeht, wird der interessierte Leser hier wie schon vor zwei Jahren in Singapur immer mal wieder etwas von mir hören, bzw. lesen können, was ich da oben so treibe. Also, bei Interesse einfach ab und zu mal vorbeischaun.

Samstag, 1. September 2007

Unterwegs in Malaysia

Selamat liebe Internetnutzer, die anscheinend nix besseres zu tun haben, als dieses kleine Seitchen aufzurufen um zu erfahren, was ich und nun auch Tanja hier so treiben,

Nach meiner letzten Arbeitswoche war es nun also soweit. Tanja kam am Mo, 20.08.07 in Singapur an und der wohl angenehmste Teil meines Asienaufenthalts konnte beginnen: Das Reisen! Zuerst verbrachten wir aber noch ein paar Tage im hektischen Singapur zum "ankommen" und "aklimatisieren", was jedoch nicht wie gewuenscht klappte. Tanja wurde erstmal vom sagenumwogenen Kulturschock heimgesuchtund verbrachte die meiste Zeit in Singapur damit, diesen wieder abzuschuetteln. Nach einem halbtaegigen "Grillen" am Strand konnte aber auch das als so gut wie erledigt angesehen werden und wir verbrachten die Tage bis Freitag noch in Singapur.

An jenem Tag ging es dann morgens los nach Malaysia. Zuerst fahren wir von Singapur die Westkueste entlang nach oben, die zwar nicht mit Badeurlaub reizt, dafuer mit Asien pur! Erste Station war das historische Melaka mit seinem fantastischen Nachtmarkt am Wochenende, dann ging es weiter zu Stadt der Superlativen und Kontroversen Kuala Lumpur (oder kurz KL, erste Lektion an Malayischen Busbahnhoefen). Hier folgte fuer den weiblichen Backpacker Kulturschock, Teil 2 :) Nach einem etwas laengeren Aufenthalt in der Hauptstadt ging es dann weiter nach Ipoh, einer netten Industriestadt, die sehr bekannt fuer Ihr Essen ist, zwischen Kuala Lumpur und unserem Fernziel Penang. Von dort aus machten wir auch einen Abstecher ins Malayische Hochland, den Cameron Highlands, in denen es schon fast richtig frisch ist. Ausserdem waechst an den Haengen jede Menge Tee, einfach ein gigantisches Bild. Von dort aus ging es nun weiter nach Penang, wo ich nun auch diesen Eintrag reinwuchte. Penang ist eine grosse Insel im Nordwesten der Malayischen Westhalbinsel und hat ein grosses Vielvoelkergemisch und ausserdem eine sehr historische Altstadt. Danach machen wir uns dann auf eine 9std. Busfahrt zur Ostkueste nach Kota Bharu, eine typisch Malayische Stadt in der man Kultur pur erleben kann und dann ueber Inseln und Regenwaldtrips an der Ostkueste entlang zurueck nach Singapur, das Alpha und Omega hier in Sued - Ost Asien von wo auch wir dann am 23.09.07 den Rueckflug nach Deutschland antreten werden. Aber bis dahin ist ja noch ein wenig hin und es liegt noch einiges vor uns, zum Glueck! Man hoert bestimmt wieder von mir, bzw. uns.

Leider haben wir etwas Probleme mit dem Verbinden von Kamera und Computer. Es besteht natuerlich auch die Moeglichkeit, dass das Problem sich zwischen Tastatur und Stuhl befindet, aber das lassen wir nun mal aussen vor. Daher hier nur ein kleines Bildchen, das ich noch mit dem Laptop in Singapur runtergezogen habe vom Tag der Ankunft.

Also, bis die Tage! Uns geht es praechtig und wir geniessen schweissgebadet jeden Tag hier. :)

Cheers
Carsten und Tanja

Freitag, 17. August 2007

Letzte Arbeitswoche

Wahnsinn, echt, wie die Zeit verfliegt. Nun war es also soweit. Die letzte Arbeitswoche stand an und ist auch schon wieder vorbei. Aber das war mal was. Hier die Highlights in "Kürze":


Montag:

Zur Arbeit angezappelt. Im laufe des Tages in das sogenannte "Department Office" (Sekretariat, Kaffeemaschine und noch einige Büros von Angestellten inklusive Direktor und dem ganzen anderen hohen Tieren) gegangen um das original Polo - Shirt und die original Jacke der Fakultät "Building Environment" abzuholen. Dabei so nebenbei oder vielmehr, wie es hier do üblich ist, erfahren, dass ich einen Bericht für sie noch schreiben sollte weil Sie mir ein Zertifikat geben wollen. Das macht dann drei. Polytechnic, FH und Stipendium. Aber hilft ja nix. Nur sollte der bis Dienstag (sprich morgen) fertig sein. Also den restlichen Tag mit Berichtschreiben "verplempert", was jedoch nicht ganz gereicht hat. Wohl ein bißchen zu viel verplempert. Abends dann mit der MRT (= deutsche U - oder S - Bahn) ins Zentrum nach "Little India" gerauscht, evtl. bis ganz sichere Unterkunft für mich und Tanja, deren Ankunft ja sozusagen wie man so schön sagt unmittelbar vor der Tür steht, ausgekundschaftet. Sah ganz gut aus, wird wahrscheinlich genommen. Danach treffen mit Alex, ihm meinen alten 10€ Backpacker überreichen, zumindest was noch davon übrig war, eine Bangkok Karte und die Adresse der Unterkunft in der ich dort war, da dies unser letztes Treffen war bevor er nach besagtem Ort den Abflug machte. Beim Essen wieder den üblichen Mumpitz geredet und den üblichen Choleriker gespielt, nebenher noch ein wenig über Bangkok geredet. Danach das ganze so ausklingen lassen, wie es vor 4 1/2 Monate begann. Bei einem Bier im Crazy Elefant, einer Bar direkt am Fluß im Amüsier - und Kneipenviertel "Clarke Quay". Allerdings nur dann amüsant, wenn man das nötige "Kleingeld" mitbringt, aber das Bier schmeckt wenigstens. Neben dem Tiger schlürfen und über alte Zeiten reden habe ich mich dann noch von einer Kakerlake bekrabbeln lassen, was Alex nur mit einem "He, du hast da was auf deiner Schulter!" kommentierte. Ein paar nicht ganz langsame Bewegungen später, war sie dann wieder dort wo sie hingehörte, auf dem Boden und im Kampf mit einem Gecko. Beim auf die Uhr schauen bemerkt, dass es mittlerweile 23:30 Uhr ist, also mehr oder weniger hastig bis auf unbestimmte Zeit verabschiedet und mit der vorletzten MRT wieder heimgehechtet.

Alex und Ich beim Abschiedsbier, hier wieder ohne Kakerlake...



Dienstag:

Ein wenig länger geschlafen und erst um 10 zur Arbeit angetanzt, frei nach dem Motto, letzte Woche, passt scho! Und es passte auch. Ein wenig weiter an meinem Bericht gefeilt, dann Mittagessen mit meinen Bürokollegen in dem Coffee Shop gleich neben dem Campus. Danach weiter am Bericht gefeilt, abgegeben und dann noch weiteren Krams erledigt. Am Abend stand dann das Abschiedsdinner für mich auf dem Programm. Mit Ong Chee Fatt (sowas wie mein Betreuer hier) und zwei weiteren Kollegen Tan Yew Meng und einem, von dem ich den Namen mir nie merken kann, im Auto zum "Singapore Island Country Club" (ein Privatclub gleich neben dem größten Nationalpark Singapurs mit Golfanlage, Swimming Pool, Tennisanlage, Squash und und und) im Feirabendverkehr Singapurs getrieben. Dort nur reingekommen, weil der Direktor, der dort auf uns wartete, Mitglied ist. Dann ab ins Restaurant. Geredet, gelacht, gegessen, gegessen, gegessen und zwischendurch auch mal gegessen. Zwischen Hauptgang und Nachtisch erhielt ich dann mein Zertifikat und ein kleines Andenken an Singapur. Als Nachtisch gab es dann noch Substanzen vom Frosch, denen chinesen eine Heilkraft für den Körper nachsagen. Gegessen, geschmeckt, aber nix gespürt. Wird schon stimmen. :)

Die Asiatische Weise, etwas entgegenzunehmen...
Mmmmmm, lecker Frosch...


Mittwoch:

10 Uhr Arbeitsbeginn für den Rest der Woche als Standard festgelegt. Man gönnt sich ja sonst nichts. 11:30 Uhr dann treffen mit Derek zum "Mittagessen". Natürlich gehen wir Mittagessen, jedoch wird es meist noch einen wenig verdünnt. Diesmal gings ab ins "Holland Village" (Holland Dorf) das nicht weit entfernt liegt. Ein netter Ort, in dem sich Coffee Shop, Bars und Einkaufszentrum dicht an dicht drängen. Vor dem Essen, erst mal was für den Durst getan. Dann während dem Essen wieder was für den Durst getan. Danach noch in einen anderen Coffee Shop gefahren, weil es dort den besten "Fried Kway Teow" (leicht gebratene Nudeln mit Meeresfrüchte, Gemüse und einer speziellen Soße) gibt. Während dem Essen wieder etwas für den Durst getan. Danach fröhlich wieder zurück zur Polytechnic und "frisch" ans Werk. Abends dann wieder in die Stadt gerauscht, um Kinokarten für Freitag, sprich heute, zu kaufen. Ich, mein noch verbleibender japanischer Mitbewohner und Aslinah, die Freundin eines Bekannten aus Stuttgart, wollten uns den "Bourne Marathon" anschauen, das heißt alle 3 Bourne Filme in einer Reihe, mit 20 minütiger Pause dazwischen und Popcorn und Alkoholfreie Getränke so viel man will. Erstmal im Einkaufszentrumgewühl in der Orchard Road (DER Einkaufsstraße) verlaufen. Dann in dem vermeitlichen Einkaufszentrum gestanden, war aber nur das vermeitliche. Ans andere Ende der Straße gefahren, wieder in ein vermeitliches Einkaufszentrum gewatschelt. Noch ein Einkaufszentrum später endlich das vermeitliche und richtige gefunden. Auf geht's nach oben in die 8. Etage. Dort wartete auch schon der Zonk auf mich. Nur noch erste und zweite Reihe frei. Bei 6 1/2 Stunden Kino nicht ganz so prickelnd. Also gelassen. Noch in ein anderes Kino geschaut, die zeigen nicht alle drei Filme. Kapituliation. Mit maximalen Feuchtigkeitsausstoß aus allen Körperöffnungen in die auf 17° runtergekühlte MRT eingestiegen und wieder nach Hause gerauscht.


Donnerstag:

Üblicher Arbeitsbeginn. Mittagessen war wieder mit meinem Bürokollegen angesagt. Diesmal gings zum legendären "Curry Fish Head" (Fischkopf in Curry gekocht) essen, eine Spezialität in Singapur. Dazu mit dem Auto ein wenig auserhalb gefahren. Kopf bestellt und auf das warten (dieses Gericht ist wohl das einzige, das man in Coffee Shops bekommt und auf das man auch noch warten muss) auf das Essen mit Teeschlürfen verbracht. Dann war er da, der Kopf. Für die Vegetarier unter uns: selbstverständlich lag auch noch Gemüse in dem großen Topf. Dazu gabs noch Süß Sauer Schweinefleisch und ein auf spezielle Art und weise gekochtes Ei (mit Wasser!) mit Speck und ein paar weiteren Zutaten, sodass eine Arte Kuchen ensteht. War wirklich Hammer lecker, da auch das Curry (Chinesisches Curry) anders schmeckt als zum Beispiel Indisches. Ich durfte dann sogar noch das Auge von ca. 2cm Durchmesser essen. Super! Das ganze brachte den Buddha Bauch schon mal ziemlich in Form. Danach folgte jedoch wieder ein mal ein Dessert. Diesmal schwarzer Reis in Sojamilch. Der Reis schmeckt ähnlich wie der im Milch Reis, da er durch Zucker schwarz gefärbt wird. Sehr lecker. Dann noch Durians und Mangostinen gekauft für später. Man, war ich satt, aber der Geruch des Durians schafft wieder Platz! Nach diesem monströsem 2 Stunden Ausflug wieder ein wenig gearbeitet, bevor es dann ans Durian Essen ging. Famoso Delikato! Dann noch, wie auch schon die letzten Tage, einige Sachen bezüglich des Ende meiner Tage an der Polytechnic erledigt, die noch so zu erledigen sind. Je näher der Freitg, desto mehr gabs noch zu tun kann man sagen. Eben wie überall. Abends dann endlich mal wieder zum schwimmen gekommen und den Frosch abtrainiert, dann noch weiter organisatorisches Erledigt.

Bürokollegen v.l.n.r. Soh Chee Meng (ledier nur halb), Tao Neng Fu
Das Objekt der Begierde


Freitag:

Die Sache mit dem Arbeitsbeginn lass ich jetzt einfach mal weg. Mittags gabs ein Buffet zu Ehren von Angestellten, die schon eine bestimmte Zeit im Amt sind. Sehr Deutsch also, nur das es hier keine Passiven Mitglieder gibt. :) Mal wieder zum Buddhisten mutiert, danach noch den Fernseher mit Kollegen von meinem Apartment abgeholt, da er ja schließlich der Polytechnic gehört. Danach in den Bus gehüpft und zur Post gefahren. Päckchen gekauft, dass ich heute auch noch irgendwann schnüren sollte um meinen Koffer von etwas Ballast vor der Heimreise zu erleichtern. Wieder heimgehechtet, alles abgeschmissen, wieder zur Polytechnic. Wieder mit maximalen Flüssigkeitsaustausch in das 17° "warme" Büro, aber wir sinds ja gewohnt. Und weiter geht's mit Organisatorischen über Organisatorischen. Und fatz, ist die Woche auch schon um.


Am Wochenende steht nun auch noch einiges auf dem Programm was erledigt werden will, bevor dann am Montag endlich die Tanja hier ankommt und wir ein paar Tage später unsere Tour starten können. So langsam wirds echt Zeit.

Ich meld mich dann bei Gelegenheit auf jeden Fall wieder. Vielleicht noch davor, vielleicht von unterwegs, man wird sehen. :)

Mittwoch, 1. August 2007

Konichiwa!

Herzlich willkommen zu unserer ersten Japanisch Stunde :) Ich konnte nun also bereits meine zwei neuen Mitbewohner, Masai und Masaihde (nein, sie sind keine Brüder), etwas näher kennenlernen und es sind wirklich zwei sehr nette, zuvorkommende (wie denke ich alle Japaner) und schüchterne Kerlchen. Wir haben uns von Anfang an gleich verstanden. Masai bleibt jedoch nur 2 Wochen hier, Masaihde hingegen bis zum besagten 24.08., also einen Monat, wodurch es nun eine Mischung aus Informationen von meinen Freunden und der Verwaltung ist. Passt aber auf jeden Fall, auch wenn es leichte Sprachliche Probleme gibt, da die beiden noch viel schlechter Englisch sprechen, als die Thailänder. Vor allem trauen sie sich nicht, etwas zu sagen (schätze mal, aus angst dass man sie nicht versteht) und erst recht nicht nachzufragen, wenn sie etwas von mir nicht verstehen. Man merkts das vor allem, wenn ich ne Frage stelle und ich dann von zwei Hondas schweigend angeschaut werd. Bin immer noch am versuchen, ihnen klarzumachen, dass sie sich vor mir nicht schämen müssen und einfach so viel wie möglich reden sollen (auch in anbetracht der Zeit), dann werden sie auch innerhalb kürzester Zeit um einiges besser werden. Naja, wir werden sehen. Vielleicht öffnen sie sich ja noch ein wenig.

Heute haben sie auch schon Bekanntschaft mit weiteren Mitbewohnern wie den Gecko gemacht. Zur Info nochmal, den Großen, der mich gleich am Anfang hier begrüßt hat, habe ich nach ca. 1 1/2 Monate aus dem Fenster gejagt, als er bereits auf dem Rahmen saß und seither nicht mehr gesehen, aber so wies ausschaut hat er wohl Eier gelegt und jetzt gibt es zwei Mini-Ggeckos in der Küche und im Wohnzimmer. Jedenfalls kam Masaihde aus der Küche gehetzt mit dem Wortlaut: "There's is a creature in the kitchen!" (Da ist eine Kreatur in der Küche) Er zeigte dann mit zitterndem Finger auf einen Holzständer für Teller, hinter welchem ich dann nach langem Suchen den kleinen Gecko entdeckt habe. Ich habe ihnen dann klar gemacht, dass es unmöglich ist, sie zu fangen und dass sie ja das ganze Ungeziefer und Mücken essen, also freundliche Mitbewohner sind. Ich erntete dann ein Oh und ein ein paar mal Kopfnicken, glaube aber, dass sie jetzt ein klein wenig Angst in der küche haben, zumindest hat sich ihr Verhalten ein wenig geändert... :) und auch Zahnbürste, etc. wurden erst mal gründlich gereinigt. Naja, sie werden sich wohl oder übel damit abfinden müssen.

Aber nochmal, es sind wirklich zwei sehr nette und umgängliche Typen, mit denen ich sicherlich noch schöne und lustige letzte Tage (ja, das kann man schon sagen!) hier haben werde.